Aues Trainer Gerd Schädlich stellte seine Anfangself im Vergleich zum 2:0-Auswärtssieg am 33. Spieltag in Paderborn auf zwei Positionen um. Für Liebers und Dostalek liefen Juskowiak und Kurth von Beginn an auf. Siegens Trainer Hannes Bongartz veränderte seine Startformation nach dem 2:1-Erfolg gegen Wacker Burghausen ebenfalls auf zwei Positionen. Für Nemeth und Cafú spielten Bettenstaedt und Spizak.
Beide Teams konnten völlig ohne Druck aufspielen. Siegen stand schon vor diesem Spieltag als Absteiger fest und Aue hatte schon lange nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Aue begann von Beginn an mit viel Engagement und erarbeitete sich nach drei Minuten die erste Chance: Curri bekam im Strafraum den Ball zu gespielt, er traf jedoch aus sechs Metern nur das Außennetz. In der Folge legten beide Mannschaften, obwohl für sie nichts mehr auf dem Spiel stand, ein hartes Zweikampfverhalten an den Tag. In der 12. Spielminute bekamen die Siegener ihre erste Torchance: Aues Emmerich konnte eine Kerze nicht unter Kontrolle bringen und legte Siegens Bettenstaedt den Ball direkt vor die Füße. Der Siegener zog sofort ab, sein Schuss flog jedoch über die Querlatte. Nach einer Viertelstunde verflachte die Partie zusehens. Beide Teams rieben sich gegenseitig im Mittelfeld auf und brachten wenig Konstruktives zusammen. Curri setzte sich gegen Ehlers durch und schoss aus neun Metern völlig freistehend weit am Tor vorbei (23.). Danach sank das Niveau des Spiels noch ein Stück. Flüssige Angriffe und gute Torchancen waren eine Seltenheit. Kurz vor der Pause sorgte Siegens Torhüter Masic jedoch für zwei Aufreger: Zuerst überlupfte er den heranstürmenden Hampf (44.), danach vereiltete er einen schönen Alleingang von Aues Demir mit einem klasse Reflex (45.). Die zweite Halbzeit knüpfte in der Anfangsphase nahtlos an das Niveau der ersten Halbzeit an. Die Akteure beider Teams brachten keinen Ball zu ihren Mitspielern und agierten weiterhin lustlos und zeitweise auch unkonzentriert. Matthies verspielt überhastet ein gute Kontermöglichkeit der Siegener mit einem langen Ball ins Nichts (61.). In der 67. Spielminute erziehlten die Siegener den Führungstreffer: Nach einem schönen Doppelpass mit Bettenstaedt zog Melkam von der linken Seite in den Strafraum der Gastgeber und legte den Ball von der Grundlinie zurück zur Strafraumkante. Weikl nahm das Spielgerät direkt mit dem rechten Fuß und versenkte es trocken im rechten unteren Eck. Zum zweiten Mal durften die Siegener nach 81 Minuten jubeln. Aue konnte den Ball nicht aus dem Strafraum klären und fabrizierte mehrere Querschläger, bis schließlich Siegens Schmitt den Ball per Fallrückzieher in das Tor der Gastgeber beförderte. Aues Torwart Bobel blieb wie beim 0:1 auch bei diesem Tor ohne Abwehrmöglichkeit. Nach den beiden Gegentreffern fiel dem FC Erzgebirge Aue nichts mehr ein, um noch den Anschlusstreffer zu erziehlen. Kurz vor Ende des Spiels konnten sich die Spieler von Aue bei ihrem Torhüter Bobel bedanken, dass der eingewechselte Sinaba mit seinem ersten Ballkontakt nicht noch das 0:3 markierte. In einer Begegnung auf schwachem Niveau besiegten die Siegener in ihrer letzten Partie in der zweiten Liga den FC Erzgebirge Aue verdient mit 2:0. Die Sportfreunde aus Siegen beendeten die Saison mit 31 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und verabschiedeten sich somit aus der Zweiten Liga. Der FC Erzgebirge Aue stand trotz der mageren Leistung gegen Siegen nach 34. Spieltagen mit 48 Zählern auf dem siebten Platz.
| Erzgebirge Aue |
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| Sportfreunde Siegen |
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0:2
S. Schmitt (81., Rechtsschuss)
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