Bei Wacker Burghausen fehlte zuallererst Trainer Markus Schupp, der wegen seiner Innenraumsperre die Partie von der Tribüne aus beobachten musste. Im Vergleich zum 1:4 bei Energie Cottbus in der Vorwoche gab es zudem in der Startelf zwei Veränderungen: Hertl kehrte nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurück, für ihn musste Rosin weichen. Außerdem kam Nagy für Kneißl ins Team. Auf Seiten des LR Ahlen nahm Trainer Paul Linz gegenüber dem 0:2 gegen Aachen drei Umstellungen in seiner Anfangsformation vor, allesamt in der Viererkette: Die zuletzt gesperrten Ndjeng (für Velkoborsky) und Fengler (für Sinisterra) spielten wieder, außerdem kam Tsoumou-Madza für Langeneke zum Einsatz.
Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, da ging Ahlen in Führung: Bamba gab den Ball von rechts nach innen, Jovanovic stürmte herbei und vollendete zum 0:1.
Der frühe Gegentreffer sorgte für deutliche Verunsicherung im Spiel der Wacker-Elf, weshalb der Tabellenletzte zunächst sehr souverän wirkte und kaum Torchancen zuließ. Nach 25 Minuten reagierte Schupps Vertreter Emig schließlich, brachte Fink neu ins Team und nahm Kazior aus dem Spiel.
Burghausen kam denn auch gegen Ende der ersten Halbzeit immer besser in die Partie und wurde kurz vor der Pause mit dem Ausgleich belohnt: Nach einem Eckball von Drescher kam Nico Herzig per Kopf an den Ball, Krejci verlängerte ebenso per Kopf das Leder ins Netz.
Nach der Pause drängten die Gäste wieder auf die Führung. Gospodarek musste einen Kopfball von Patschinski entschärfen (50.), ehe Bamba für das 1:2 sorgte: Nach Zuspiel von Jovanovic schob der Kongolese das Leder an Gospodarek vorbei ins rechte untere Eck.
Auf der anderen Seite hatte im Gegenzug Schmidt den neuerlichen Ausgleich auf dem Fuß. Aus halblinker Position schoss er den Ball aber nur an die Querlatte.
Insgesamt war jedoch die Linz-Elf weiter die gefährlichere Mannschaft. So lenkte Gospodarak nach gut einer Stunde Spielzeit in höchster Not einen Kopfball von Tsoumou-Madza noch an die Latte. Aber auch die Burghauser hatten noch ihre Chancen, LR-Keeper Reus musste einige Male sein ganzen Können einsetzen.
In der Schlussphase musste Ahlen mit zehn Mann auskommen: Bamba wurde von Nico Herzig gefoult und traf am Boden liegend den halb über ihn gebeugten Burghauser. Schiedsrichter Winkmann erkannte auf Nachtreten und zog den roten Karton (83.).
Dennoch waren es die Gäste, die das letzte Tor markierten: Nach einem Konter spielten Book und Thioune vor dem Wacker-Kasten Ping-Pong, letzterer schlug den Ball schließlich in die Maschen.
Der LR Ahlen ließ aufhorchen und gewann mit einer alles im allen überzeugenden Vorstellung verdient bei den Oberbayern mit 3:1. Wie ein abgeschlagener Tabellenletzter präsentierte sich die Linz-Elf keineswegs. Burghausen braucht so nicht weiter nach oben schielen und befindet sich erst einmal im sogenannten gesicherten Mittelfeld.
| Wacker Burghausen |
|---|
| LR Ahlen |
![]() Aufstellung: Reus (2) - Tredup (2,5) , Tsoumou-Madza (3,5) , Ndjeng (3,5) , Fengler (3,5) - Kaluzny (3) - Book (3) , Racanel (4) - Patschinski (3) , Trainer:
Linz |
Rote Karten |
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Gelbe Karten |
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Burghausen: Vukovic(6. Gelbe Karte) , Herzig(2.) LR Ahlen: Tredup(4. Gelbe Karte) , Tsoumou-Madza(2.) , Jovanovic(1.) |
