Nur eine Änderung gab es bei Erfurt gegenüber dem 0:0 in Essen: Trainer René Müller schenkte Kresin im Mittelfeld das Vertrauen, da Schnetzler auf Grund einer Oberschenkel-Zerrung ausfiel. Auch 1860-Coach Rudi Bommer musste im Vergleich zum 2:0 gegen Trier auf einer Position umstellen: Cerny (Bandscheiben-Probleme) konnte nicht auflaufen, für den Routinier rückte Youngster Lehmann in die Startelf. Neuzugang Ojigwe, der die Cerny-Position ebenfalls hätte ausfüllen können, musste auf der Bank Platz nehmen.
Erfurt begann im heimischen Steigerwaldstadion konzentriert und ließ den Favorit aus München nicht zur Entfaltung kommen. Schon nach vier Minuten hatten die RWE-Fans den Torschrei auf den Lippen, doch 1860-Torwart Hofmann blieb Sieger im Duell gegen den frei vor ihm auftauchenden Hebestreit. Die "Löwen" spielten zwar abgeklärt von hinten heraus, doch die Aktionen Richtung Erfurter Tor wurden viel zu langsam vorgetragen. Die Abwehr des Aufsteigers war somit stets im Bilde gegen die harmlosen "Löwen"-Angreifer. Bei zwei Großchancen der Erfurter hatte die Bommer-Elf dann Glück: Erst scheiterte David mit einem Schuss aus halbrechter Strafraumposition nach einer unkontrollierten Kopfballabwehr von Bulut an Hofmann (20.), dann brachte der aufgerückte Richter nach einer Ecke den Ball aus fünf Metern nicht im Tor der "Löwen" unter - der Ball landete am Außennetz (24.).Erfurt blieb auch in der Folge die aktivere Elf. Die "Löwen" zeigten neben Abstimmungsproblemen im Mittelfeld zu wenig Bewegung, profitierten aber davon, dass auch die Rot-Weißen in dieser Phase zu viele Fehler im Spielaufbau machten. Die hatten aber wenigstens Torchancen: Nach einer halben Stunde verfehlte Hebestreit eine Flanke von Kreuz nur um Zentimeter. Fast mit dem Halbzeitpfiff zeigte dann 1860-Torwart Hofmann sein ganzes Können. Wieder war es Kreuz, der von der linken Seite scharf nach innen flankte, David spitzelte den Ball Richtungs rechtes unteres Eck, doch Hofmann entschärfte den Ball mit einem tollen Reflex.
"Löwen"-Coach Rudi Bommer reagierte und brachte für den unauffälligen Agostino Kronitiris im Angriff. Allerdings änderte sich am Geschehen dadurch wenig. 1860 agierte nun zwar etwas engagierter, zielstrebiger zeigte sich jedoch weiter die Müller-Elf. Die hatte den Führungstreffer in der 52. Minute auf dem Fuß, aber nach einem Patzer von Bulut brachte Hebestreit das Leder aus kurzer Distanz nicht an Hofmann vorbei. Erfurt im weiteren Spielverlauf optisch leicht überlegen, aber auch zu unentschlossen am Strafraum. Zudem wurde immer mehr der lange Glöden gesucht, doch darauf hatte sich 1860 eingestellt. Von den Münchnern war wenig zu sehen. Spielmacher Pflipsen konnte dem Spiel der "Löwen" keine Impulse geben, auch Gebhardt konnte die Offensive der Bommer-Elf über die linke Außenbahn nicht ankurbeln. Die Rot-Weißen standen in der Defensive äußerst kompakt. Für die Schlussphase brachte Erfurt-Trainer René Müller mit Braham und Neitzel zwei frische Stürmer, den erhofften Treffer konnten aber auch sie nicht erzielen.
Erfurt bleibt auch nach dem 4. Spieltag ungeschlagen. Allerdings musste sich der Aufsteiger gegen die über weite Strecken enttäuschenden Münchner "Löwen" mit einem 0:0 begnügen, weil gute Torchancen ungenutzt blieben.
| Rot-Weiß Erfurt |
|---|
| 1860 München |
![]() Aufstellung: M. Hofmann (1,5) - R. Meyer (4) , Komljenovic (3) , Rodrigo Costa (3,5) , Bulut (4,5) - M. Lehmann (4) , Pflipsen (4,5) , Gebhardt (3,5) - Kolomaznik (3) , Agostino (5) Trainer:
Bommer |
|
keine
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Gelbe Karten |
