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29.03.2009, 12:38

Strafen für Trulli und den Red-Bull-Piloten

Vettel: "Ich bin ein Idiot"

Der deutsche Hoffnungsträger Sebastian Vettel hat beim sensationellen BrawnGP-Doppelsieg zum Formel-1-Auftakt 2009 in Melbourne mit einem Eigentor einen sicheren Podestplatz verspielt. Vettel riskierte im Kampf um Platz zwei gegen den schnelleren Robert Kubica im BMW Sauber zuviel und riss sich und den Polen vier Runden vor Schluss aus dem Rennen. Nun wurde er auch noch bestraft!

Selbstkritisch: Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel verschenkte kurz vor Schluss einen Podiumsplatz.
Selbstkritisch: Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel verschenkte kurz vor Schluss einen Podiumsplatz.
© imagoZoomansicht

Auf sicherem Podestkurs liegend kollidierte Sebastian Vettel drei Runden vor dem Ende beim Großen Preis von Australien mit dem BMW-Sauber-Piloten Robert Kubica und schied aus. "Ich bin ein Idiot, das tut mir sehr, sehr, sehr leid", sagte der 21-Jährige seinem Red-Bull-Team über Funk. Bis dahin hatte Vettel nach einer klasse Leistung sogar an seinem zweiten Sieg (nach Monza 2008) geschnuppert, doch Jenson Button war im BrawnGP einfach zu schnell. Der Brite feierte vor rund 100.000 Zuschauern beim Großen Preis von Australien, der von Protesten und Chaos geprägt war, seinen zweiten Grand-Prix-Erfolg nach Ungarn 2006.


Vettel hat der Unfall nicht nur einen möglichen Podestplatz gekostet. Die Renn-Kommissare brummten dem 21-Jährigen auch noch einen Abzug von zehn Startplätzen beim nächsten WM-Lauf am kommenden Sonntag (5. April) in Kuala Lumpur auf. Die Kommissare waren der Meinung, dass Vettel den Crash drei Runden vor Schluss verschuldet hatte.

Zudem bescherte Vettel seinem neuen Team in seinem ersten Rennen für Red Bull auch noch eine Geldstrafe von 50.000 US-Dollar, umgerechnet rund 37.600 Euro. Der Hesse war nach dem Unfall und einem anschließenden Mauerkontakt noch eine ganze Zeit auf drei Rädern weitergefahren. Hier hätte ihn das Team anweisen müssen, die Strecke zu verlassen und anzuhalten.

Ebenfalls zur Rennleitung zitiert worden waren auch der ursprünglich drittplatzierte Toyota-Pilot Jarno Trulli (Italien) und der direkt hinter ihm gelandete McLaren-Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton (Großbritannien). Die Renn-Kommissare gelangten nach dem Rennen zu der Überzeugung, dass der Italiener Jarno Trulli im Toyota in der Safety-Car-Phase kurz vor Rennende den Briten im McLaren-Mercedes verbotenerweise überholt hatte. Trulli erhielt 25 Sekunden Zeitstrafe und fiel dadurch auf Platz 12 zurück. Hamilton bekommt als Dritter nun sechs WM-Punkte. Und das, obwohl er nach einem Getriebetausch von Platz 18 aus ins Rennen ging.

Profitiert haben von Trullis Strafe auch sein Teamkollege Timo Glock (Wersau), der als Bester der fünf deutschen Fahrer auf Platz vier vorrückte, und Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams-Toyota, der auf Rang sechs kletterte. Rosberg lag lange Zeit sogar auf Podestkurs, musste sich nach einem Fehler bei der Reifenwahl letztlich im Williams-Toyota mit Rang sieben begnügen. Adrian Sutil (Gräfelfing) rangiert im Force-India-Mercedes nun auf Position neun. Das deutsche Schlusslicht im Ziel war Nick Heidfeld (Mönchengladbach), der im BMW Sauber auf Platz elf enttäuschte und nun auf Platz zehn vorrückte.

Ob Button den Sieg behalten darf, muss das Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes FIA am 14. April in Paris entscheiden. Dann wird der Protest von Ferrari, Renault und Red Bull gegen Brawn, Toyota und Williams verhandelt. Nach Ansicht der Kläger fahren die Rivalen mit einem illegalen Heck-Diffusor, der pro Runde einen Vorteil von mindestens einer halben Sekunde bringen soll.

Letztmals hatte ein neues Team vor 32 Jahren gleich das erste Rennen gewonnen. 1977 siegte der Südafrikaner Jody Scheckter beim Großen Preis von Argentinien in einem Auto von Wolf.

Ein Debakel erlebte das Weltmeister-Team Ferrari, da half auch der Blitzbesuch von Berater Michael Schumacher nicht. Der Finne Kimi Räikkönen, Weltmeister von 2007, schied nach einem Mauer-Crash aus, der WM-Zweite Felipe Massa (Brasilien) musste mit technischem Defekt aufgeben.

 

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