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30.09.2007, 05:47

Qualifying: Wetterlotterie in Japan

Hamilton holt sich die Pole

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Japan gesichert. Der Brite lag im Qualifying am Samstag in 1:25,368 Minunten bei Nebel und auf feuchter Fahrbahn sieben Hundertstelsekunden vor seinem Erzrivalen Fernando Alonso (Spanien/1:25,438) im zweiten McLaren-Mercedes und startet zum fünften Mal in seiner Karriere von der Spitze. Von Startplatz drei geht am Sonntag (6.30 Uhr) der Finne Kimi Räikkönen (1:25,516) im Ferrari ins Rennen.

Lewis Hamilton
Daumen hoch: Lewis Hamilton geht beim Großen Preis von Japan von der Pole Position ins Rennen.
© imagoZoomansicht

Lewis Hamilton feierte die Pole Position nach nervenstarker Fahrt als habe er schon die Weltmeisterschaft gewonnen. In letzter Sekunde schnappte der Brite Fernando Alonso im zweiten McLaren-Mercedes im Nebel am Mt. Fuji Startplatz eins weg. "Das war einfach eine Traumrunde, jetzt habe ich alle Chancen zu gewinnen", strahlte Hamilton. Anschließend forderte er Titelverteidiger Alonso nach dem Fast-Crash beim letzten Rennen in Spa zu mehr Fairness im WM-Duell auf: "Wie Fernando gesagt hat, sind wir keine Idioten. Wir wollen beide das Rennen beenden und wir wollen beide Weltmeister werden. Natürlich werden wir uns attackieren, aber ich hoffe, auf eine faire Art."

Hamilton, der mit einem Vorsprung von zwei Punkten auf den Champion in das drittletzte Rennen geht, hatte sich zuvor in 1:25,368 Minuten auf der feuchten Strecke mit winzigen sieben Hunderstelsekunden Vorsprung vor dem bis dahin führenden Alonso die fünfte Pole Position seiner Karriere gesichert. In der McLaren-Box brach fanatischer Jubel aus - ein sichtbares Zeichen, wem das Team den WM-Titel wünscht. Der isolierte Alonso gab sich gelassen: "Ich bin nicht auf Pole, aber in der ersten Reihe und man kann ja auch überholen." Der Spanier stand am Samstag im Mittelpunkt von Wechselspekulationen - angeblich könnte Ferrari sein neuer Arbeitgeber werden.

Ähnlich wie am Samstag, wo erst dichter Nebel das letzte Training verhinderte und der feuchte Belag dann für schwere Bedingungen sorgte, ist auch beim ersten Formel-1-Rennen nach 30 Jahren am heiligen Berg der Japaner Regen vorhergesagt. "Das könnte extrem spannend werden, bei Regen ist alles möglich", meinte Nick Heidfeld. Der Mönchengladbacher war im BMW-Sauber als Fünfter (1:26,505) bester Deutscher. Nico Rosberg (Wiesbaden/1:26,728) landete dahinter auf Platz sechs. An seinem Williams-Toyota musste allerdings der Motor gewechselt werden, so dass er in der Startaufstellung zehn Positionen nach hinten rutscht.

Galavorstellung von Vettel

Der größte Gewinner des Tages war Sebastian Vettel (Heppenheim/1:26,973), der nach einer Galavorstellung im unterlegenen Toro Rosso aus Startplatz acht ins Rennen gehen darf. "Fantastisch. Das Team war zum ersten Mal im letzten Teil der Qualifikation dabei. Vielleicht reicht es jetzt zum ersten Mal in dieser Saison für die Punkte", freute sich der Hesse über den Klasseauftritt, von dem er selbst ein wenig überrascht war: "Für mich war es das erste Mal mit diesem Auto im Regen, von daher waren die Voraussetzungen denkbar schlecht."

Toyota-Fahrer Schumacher (Kerpen) blieb nur Platz 15, nachdem er mit einer Kollision mit dem Japaner Sakon Yamamoto erneut wenig Werbung für eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages gemacht hatte. Adrian Sutil (Gräfelfing) landete im Spyker auf Platz 20.

 

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