Stimmen zum Großen Preis von Frankreich

Vettels "Amateurfehler" - "Spaziergang für Hamilton"

Formel 1 - 25.06. 11:27

Die internationalen Pressestimmen zum Großen Preis von Frankreich in Le Castellet. Von einem "Freudentag für England" ist nach dem Hamilton-Sieg und dem 6:1 der Three Lions über Panama die Rede. Aber auch vom 2017er-Vettel und dessen "bewundernswerter Aufholjagd" nach "zu viel Impulsivität".

Schnellster in Le Castellet: Lewis Hamilton führt wieder in der Fahrerwertung. © Getty Images

ENGLAND

Daily Mail: "Lewis Hamilton dominiert, Sebastian Vettel schleppt sich nach seinem tollpatschigen Fehler als Fünfter ins Ziel. Der Engländer brauchte die Hilfe eines Deutschen in einem italienischen Auto eigentlich nicht, er tat alles, was nötig war. Doch er wurde unterstützt von Vettel, der mal wieder diese Rücksichtslosigkeit zeigte, die in den vergangenen 12 Monaten seinen Kampf um die WM beeinträchtigt."
The Guardian: "In einem Titelkampf, der wohl bis zum Schluss eng bleibt, wird die Leistungsfähigkeit unter Druck entscheidend sein. In Frankreich fehlte sie Sebastian Vettel mal wieder, Lewis Hamilton nutzte dies ganz nüchtern und dominant. Wenn er am Ende seinen fünften WM-Titel holt, dann haben solche Momente den Unterschied gemacht."
The Telegraph: "Hamilton beschwerte sich, dass Vettel von der Rennleitung etwas zu einfach vom Haken gelassen wurde. Aber der Brite hatte Unterstützung nicht nötig, er beherrschte den Grand Prix in Le Castellet von Beginn an."
The Sun: "Lewis Hamilton war schlicht und einfach nicht zu stoppen."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Vettel begeht einen Amateurfehler, und diesmal sind die Folgen gravierend. Mit einem Schlag hat er die WM-Führung verloren. Ferrari, das über ein exzellentes Auto verfügt, hat wieder einmal eine Gelegenheit verschwendet."
Corriere dello Sport: "Vettel hat sich verloren. Ein Fehler des deutschen Piloten hält Maranello in Atem, Hamilton ist mit dem neuen Motor auf der Flucht. Jetzt muss man auf die nächsten Rennen warten, um festzustellen, ob Ferrari weiterhin konkurrenzfähig sein kann."
Tuttosport: "Ein wenig Glück hilft den Mutigen. Diesmal hat Max Verstappen dieses Glück. Er profitiert von Vettels Fehler. Während Vettel in seinen eigenen Fehlern versinkt, muss man offen das Talent Raikkönens bewundern. In den brennenden Momenten seines Lebens ist der Eismann ein wahrer Stratege."
La Repubblica: "Vettel macht Fehler, die er sich nicht erlauben kann, will er wieder einen WM-Titel erobern. Jetzt muss Ferrari Zusammenhalt beweisen."
La Stampa: "Ein weiteres beim Start ruiniertes Rennen. Tolle Aufholjagd, doch zehn verschwendete Punkte wegen zu viel Impulsivität."
Corriere della Sera: "Vettel zahlt einen hohen Preis für seine Impulsivität. Er entschuldigt sich zwar, doch sein fünfter Platz genügt nicht, um Ferrari auf Erfolgskurs zu halten. Nächste Woche wird Vettel nachholen müssen."

SPANIEN

Marca: "Im wahrsten Sinne des Wortes ein Spaziergang für Hamilton in Frankreich. Pech für Vettel, als er Bottas beim Start touchierte, trotzdem leistete er eine erstaunliche Aufholjagd. Wie man Vettel kennt, wird er sich durch den Ausgang in Le Castellet sicherlich nicht entmutigen lassen."
As: "Vettel schafft eine bewundernswerte Aufholjagd, er kämpft weiterhin um seinen fünften WM-Titel. Diesmal allerdings war das Malheur am Anfang des Rennens sein Schicksal. Es darf in der Formel 1 einfach nicht sein, dass die Lücke zwischen den drei Topteams und dem Rest so groß ist. Das ist beschämend."
Sport: "Vettel holt sich die Probleme selbst ins Haus. Doch er wurde nicht nervös."
El Mundo Deportivo: "Hamilton gewinnt im großen Stil. Er holte an diesem Wochenende den Hammer raus. Vettel ruiniert sein Rennen. Dem Deutschen muss man trotzdem hoch anrechnen, dass er am Ende nach einer brisanten Aufholjagd noch Fünfter wurde."

FRANKREICH

L'Equipe: "Hamilton, der neue König von Frankreich. Mit dem neuen Motor war der Engländer unantastbar. Niemand kam ihm nahe. Vettel verlor im vergangenen Jahr den Titel wegen einiger folgenschwerer Fehler. Am Sonntag haben wir den 2017er-Vettel wieder gesehen. Kein französischer Fahrer in den Top 10, das war enttäuschend. Noch schlimmer ist, dass sie sich gegenseitig rausgehauen haben."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Lewis Hamilton umfährt die Problemzone. Mit einem neuen Mercedes-Motor hat sich der alte Lewis Hamilton zurückgemeldet. Der Weltmeister kontrolliert in Frankreich auch deshalb, weil er sich aus dem Startchaos heraushielt, das Sebastian Vettel verursacht hatte."

ÖSTERREICH

Kronenzeitung: "Knapp zwei Stunden nach dem 6:1-Erfolg der Three Lions bei der Fußball-WM vollendete Lewis Hamilton einen Freudentag für England. Der Mercedes-Mann hatte alles unter Kontrolle."

aho/sid

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