GP von Spanien - Alles rund um die Strecke

Kurven, Asphalt, Tests: Der Circuit de Catalunya

Formel 1 - 09.05. 12:14

Mit dem Grand Prix von Spanien kommt der Formel-1-Zirkus an diesem Wochenende nach Europa. Mit dem Circuit de Catalunya bewegen sich die Piloten auf bekanntem Terrain - wenn die Bedingungen in diesem Jahr auch etwas verändert sind. Die wichtigsten Infos zum Kurs von Barcelona.

Auftakt in Europa: der Circuit de Catalunya. © imago

Der Kurs

Der 4,655 km lange Kurs wurde 1991 nördlich von Barcelona bei Montmelo gebaut, nachdem die spanische Motorsportbehörde beschlossen hatte, dass der Grand Prix von Spanien nur noch auf einem Kurs veranstaltet werden soll. Zuvor fanden die Rennen abwechselnd in Jerez, Jarama, Montjuich und Pedralbes statt. Seit 1991 wurde auf der neuen Strecke jedes Jahr ein WM-Lauf ausgetragen. Es werden 66 Runden gefahren, die Renndistanz beträgt gut 307 Kilometer. Die Zielgerade verfügt über eine der besten Tribünen der Formel 1. Von hier aus sieht man zwei Drittel der Strecke.

Die Charakteristik

Auf dem Circuit de Catalunya gibt es viele schnelle und langsame Kurven, deshalb ist aerodynamische Effizienz besonders wichtig. Es geht auf und ab. Es gilt: Der Wagen, der auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya funktioniert, funktioniert überall. Nicht zuletzt deshalb ist dieser Kurs eine der beliebtesten Teststrecken bei den Teams. Teams und Fahrer kennen die Piste also in- und auswendig. Diesmal wird es dennoch ein bisschen anders beim Rennen: Die Strecke bekam eine neue Asphaltdecke. Das sorgte bei den Tests bei Lewis Hamilton schon nicht gerade für Begeisterung, weil dadurch auch die Charakteristik des Kurses beeinflusst wird. In der Vorbereitung auf die aktuelle Saison setzte Sebastian Vettel hier die Bestzeit .

Die Streckenführung

Die Rennstrecke in Barcelona war vor dem GP 2007 wieder einmal umgebaut worden. In der Gegend der New Holland Kurve ist die Streckenführung geändert. Der Grund: Man wollte die Geschwindigkeit vor der Boxeneinfahrt und auch für die letzte Kurve vor Start und Ziel reduzieren. Es gibt seitdem asphaltierte Auslaufzonen; die alte Streckenführung blieb bestehen für den Moto-GP.

Die bereits zuvor umgebaute Passage von "La Caixa" hat sich schon als Überholstelle bewährt, allerdings auch viele Fahrer dazu verleitet, zu spät zu bremsen, was für die Zuschauer an dieser Stelle natürlich sehr unterhaltsam ist.

Das Ende der langen Start-Ziel-Geraden gibt es eine der wenigen Überholmöglichkeiten. Die Fahrer müssen sowohl auf ihre eigene, optimale Linie achten als auch eventuelle Angriffe der nachfolgenden Fahrzeuge im Auge behalten. Um auf der langen Geraden vor der S-Kurve möglichst schnell zu sein, fahren die Teams meist mit wenig Flügel. Allerdings fehlt den Autos dann der nötige Grip in den Kurven. Das macht die Abstimmung besonders schwierig.

Verstappens Glanzstunde

2016 sorgte der damals erst 18-jährige Niederländer Max Verstappen auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona für eine der größten Sensationen der Formel 1. In seinem ersten Rennen für Red Bull nach dem Cockpittausch mit Daniil Kvyat nutzte der Youngster den Ausfall der beiden Silberpfeile von Nico Rosberg und Lewis Hamilton und feierte seinen ersten Grand-Prix-Sieg vor den Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel.

Rekordsieger

Rekordsieger in Spanien ist Michael Schumacher, der 2004 zum sechsten und letzten Mal triumphierte. Seitdem konnten deutsche Piloten nur noch zweimal dort gewinnen. Vettel gelang es 2011, dem zurückgetretenen Weltmeister Nico Rosberg 2015.

Das sagen die Fahrer

Nico Hülkenberg (Renault): "Es ist eine Strecke, die wirklich alle Teams sehr gut kennen, weil wir dort in den Wintertests immer viele Runden drehen. Die Ingenieure haben dadurch viele Daten und ein großes Wissen, so dass wir in der Vorbereitung bereits das Maximum rausholen und Freitag beim Training direkt bereit sein können." Daniel Ricciardo (Red Bull): "Das Rennen in Barcelona ist immer eine aufregende Zeit im Jahr; es ist der Start in die Europa-Saison, die Autos haben sich noch mal weiter entwickelt und es ist die Sommerzeit, die anfängt und die ich liebe. Die Strecke hat von allem ein bisschen."

mas/dpa

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