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24.02.2016, 14:07

FIA prüft das neue Konstrukt - Rosberg begrüßt Änderungen

"Spannender": F1-Qualifikationsmodus vor Reform

Der Formel 1 steht eine tiefgreifende Änderung des Qualifikationsmodus bevor. Das neue Format kann nach einer Sitzung von Teamchefs und Chefvermarkter Bernie Ecclestone schon zum ersten Grand Prix dieses Jahres am 20. März in Melbourne Realität werden. Der geplante Modus wird nach Angaben des Automobilweltverbandes FIA vom Mittwoch derzeit zur Einführung geprüft.

Weltmeister Lewis Hamilton
Muss er beim Qualifying künftig öfter auf die Strecke? Weltmeister Lewis Hamilton.
© Getty ImagesZoomansicht

Wie bisher soll die neue Qualifikation bei 22 Fahrern auch künftig insgesamt 60 Minuten dauern. In der ersten 16-minütigen K.o.-Phase, dem sogenannten Q1, soll nach 7 Minuten der langsamste Fahrer ausscheiden. Alle 90 Sekunden fliegt ein weiterer Pilot raus. Danach bleiben noch 15 Fahrer übrig.

Das neue Q2 soll 15 Minuten dauern. Nach bereits 6 Minuten muss der Pilot am Ende der Zeitentabelle ausscheiden. Alle 90 Sekunden fliegt wieder ein Fahrer, bis am Ende dieser K.o.-Phase noch 8 übrig bleiben.

Wir brauchen Wettbewerb im Racing.F1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone

Im 14-minütigen Q3 beginnt das Ausleseverfahren schon nach 5 Minuten. Auch hier fliegt anschließend alle 90 Sekunden ein weiterer Fahrer raus. In die letzten 90 Sekunden starten demnach noch zwei Piloten, die unter sich den Mann für die Pole Position ermitteln.

Rosberg begrüßt Änderungen

Vize-Weltmeister Nico Rosberg würde die Reform begrüßen. "Es ist immer gut, wenn wir den Sport hinterfragen", sagte er am Rande der Testfahrten in Barcelona. Die Qualifikation werde durch dieses Countdown-System sicherlich "spannender". Genau das ist das Ziel von Ecclestone, der sich für einen neuen Modus stark gemacht hat und zuletzt geklagt hatte: "Wir brauchen Wettbewerb im Racing."

Das überholte Format soll für mehr Spannung sorgen und das Feld etwas durcheinanderwirbeln. Der Vorteil der geplanten Änderung wäre, dass die Autos deutlich länger auf der Strecke bleiben als bislang. Nach dem alten Modus verharrten viele Fahrer zuschauerunfreundlich lange in der Box, da das Ausleseverfahren nicht so streng war.

"Wir werden immer sehr früh rausfahren und eine Zeit setzen müssen", sagte Rosberg zur geplanten Reform. Voraussetzung für das neue Format ist eine Absegnung durch den Motorsport-Weltrat am 4. März in Genf.

"Halo"-Konzept und ein aggressiveres Design

Auf ihrer Sitzung am Dienstag berieten Teamchefs und Ecclestone noch über weitere Themen. So soll es wie schon lange avisiert ab 2017 einen Cockpit-Kopfschutz geben. Favorisiert werde das "Halo"-Konzept ("Heiligenschein"), das auf einem ringförmigen Bügel beruht, der über dem Helm des Piloten gespannt ist und mittig an einer vertikalen Strebe fixiert wird. Zudem sollen ab nächstem Jahr die Autos ein aggressiveres Design erhalten und schneller werden. Dazu wurden entsprechende Änderungen in den Karosserie-Regularien vorgenommen.


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dpa

 

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