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14.01.2016, 13:41

Zürcher Obergericht erteilt provisorische Rechtsöffnung

Sauber droht wegen Sutil eine Millionen-Klage

Ex-Formel-1-Pilot Adrian Sutil darf sich Hoffnungen auf eine Millionen-Entschädigung machen. Im juristischen Streit mit seinem ehemaligen Rennstall Sauber hat das Zürcher Obergericht die Beschwerde Sutils angenommen und eine provisorische Rechtsöffnung erteilt. Dies geht aus einem Urteil vom 5. Januar hervor. Der 33-Jährige pocht auf seinen Vertrag und verlangt von Sauber mehr als 3,5 Millionen Franken, umgerechnet etwa 3,2 Millionen Euro.

"Ich bleibe ruhig, ich habe nichts falsch gemacht": Ex-Formel-1-Pilot darf auf Millionenzahlung von Sauber hoffen.
"Ich bleibe ruhig, ich habe nichts falsch gemacht": Ex-Formel-1-Pilot darf auf Millionenzahlung von Sauber hoffen.
© imagoZoomansicht

Sauber hatte die Zahlung abgelehnt und Sutil schlechte Leistungen vorgeworfen. Zudem kritisierte der Rennstall, der Pilot habe mündlich Sponsorengelder über rund 40 Millionen Franken zugesichert, die Zusage aber nicht eingehalten. Sutil war 2014 Stammfahrer bei Sauber. Trotz Vertrags wurde der Bayer ab 2015 aber nicht mehr weiterbeschäftigt und schloss sich Williams als Testfahrer an.

Das Bezirksgericht Hinwil hatte sich im März vergangenen Jahres noch gegen eine Rechtsöffnung ausgesprochen. Das Zürcher Obergericht entschied nun dagegen. Sauber muss Sutil schon mal eine Prozessentschädigung von 10 000 Franken bezahlen.

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Sauber kann die Entscheidung des Zürcher Obergerichts noch anfechten. Unterlässt dies der Rennstall, wird die Rechtsöffnung offiziell. "Ich bleibe ruhig, ich habe nichts falsch gemacht", zitierte der Schweizer "Blick" Sutil nach der Verhandlung am Mittwoch.

Sauber befand sich bereits am Rande des Saisonstarts 2015 mit dem Niederländer Giedo van der Garde in einem Rechtsstreit. Der frühere Sauber-Ersatzpilot hatte für 2015 einen Vertrag als Stammfahrer bekommen. Dann meldete das Team jedoch den Brasilianer Felipe Nasr und den Schweden Marcus Ericsson als Einsatzpiloten, weil diese offenbar mehr Sponsorengelder mitbrachten und so das Überleben des Rennstalls sicherten. Van der Garde erhielt nach einer außergerichtlichen Einigung angeblich rund 15 Millionen Euro.

dpa

 

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