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28.06.2013, 18:12

Motorsport-Weltrat verändert den Strafenkatalog

FIA führt Strafpunkte für Formel-1-Piloten ein

In der Formel 1 herrschen künftig Flensburger Verhältnisse. In einem neuen Sündenregister erhalten die Fahrer von 2014 an Strafpunkte für Regelverstöße, bei zwölf Punkten folgt eine automatische Sperre für das nächste Rennen. Diesen Beschluss verkündete der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA am Freitag.

Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA verändert den Strafenkatalog.
Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA verändert den Strafenkatalog.
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Im Vorfeld der Entscheidung hatte sich vor allem Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel gegen die Pläne der FIA ausgesprochen und vor überzogenen Konsequenzen gewarnt. Die FIA aber ließ sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Die Anzahl der Strafpunkte wird sich nach dem jeweiligen Vergehen bemessen. So wird das Verschulden von Unfällen deutlich härter bestraft als Verstöße gegen das Tempolimit. Nach einem Jahr werden die Strafpunkte aus dem Register des Fahrers getilgt. "Ich mag das nicht", hatte Red-Bull-Pilot Vettel noch im Mai beim Bekanntwerden der Idee gesagt.

Seine Kritik: In der Formel 1 könne es nun "mehr Strafen geben, als wir wollten. Das ist ein bisschen ein Teufelskreis." So könnte die Verschärfung dazu führen, dass Fahrer für Verstöße bestraft werden, für die sie gar nicht verantwortlich sind. So kann ein Pilot eher nichts dafür, wenn ihm nach einem Boxenstopp zu früh das Zeichen zum Losfahren gegeben wird und er dadurch einen Konkurrenten gefährdet. Dennoch dürfte dies im Punkteregister vermerkt werden.

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Eine Anpassung an das im normalen Straßenverkehr übliche Strafensystem sei daher nicht unbedingt der richtige Weg, befand Vettel seinerzeit. "Wir fahren doch nicht auf der Straße, wir fahren Rennen", meinte Vettel. Die Teammanager und FIA-Rennleiter Charlie Whiting hatten den umfassenden Strafenkatalog im Mai in Barcelona verabschiedet.

Demnach hat das Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse um zehn Stundenkilometer das Abdrängen eines Konkurrenten oder das Überfahren der weißen Linie nach der Boxenausfahrt einen Punkt zur Folge. Für das Verschulden einer Kollision, einen Frühstart oder das Überholen bei einer Safety-Car-Phase kassiert der Verkehrssünder zwei Zähler. Wer einen gefährlichen Crash verursacht, die schwarze Flagge ignoriert oder in der Boxengasse mehr als 20 Stundenkilometer zu schnell ist, muss mit drei Punkten rechnen. Für eine Rennsperre soll es zusätzlich fünf Strafpunkte geben.

FIA beschließt weitere Änderungen

In der Formel 1 darf im kommenden Jahr wieder während der Saison getestet werden. Insgesamt erlaubt der Weltverband FIA von 2014 an vier zweitägige Übungsfahrten nach Saisonbeginn. Diese Tests sollen jeweils am Dienstag und Mittwoch nach Rennen in Europa gefahren werden, entschied der Motorsport-Weltrat der FIA am Freitag. Auch in Hockenheim soll die Formel 1 in der nächsten Saison wieder Proberunden drehen. Gestrichen sind dafür die Nachwuchsfahrertests und die acht erlaubten Streckentage für Werbeaufnahmen mit den Autos.

Zudem darf wegen der Motorenreform für 2014 schon im Januar auf der Strecke getestet werden. Allerdings beschloss der Weltrat auch stärkere Beschränkungen für die Nutzung von Windtunneln und Simulatoren, um die Kosten zu senken. Künftig ist es jeweils zwei Teams erlaubt, sich einen Windtunnel zu teilen.

Auf Wunsch von Mercedes darf ein Motoren-Hersteller im kommenden Jahr vier statt wie bisher drei Teams ausrüsten. Neben seinem Werksteam beliefert der schwäbische Autobauer 2014 McLaren, Williams und Force India. Der langjährige Partner McLaren wechselt allerdings im Jahr 2015 zu Honda-Motoren.

(dpa)

28.06.13
 
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