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21.03.2013, 11:44

Das zweite Saisonrennen findet in Malaysia statt

Unterhemd im Gefrierfach: Die Formel 1 im Schwitzkasten

Die Tropensauna von Sepang ist eine der härtesten Bewährungsproben für Formel-1-Fahrer. Das zweite Saisonrennen führt die Piloten an ihre Belastungsgrenze. Um damit fertig zu werden, hat jeder sein eigenes Rezept.

"Du kannst der Hitze nicht entkommen": Sebastian Vettel zeigt sich in Sepang gelassen.
"Du kannst der Hitze nicht entkommen": Sebastian Vettel zeigt sich in Sepang gelassen.
© Getty ImagesZoomansicht

Fernando Alonso schwitzt. Dunkle Flecken bilden sich auf seinem ferrari-roten T-Shirt, unter der Sponsorenkappe klebt das Haar, die Klimaanlage ist chancenlos. Willkommen bei der Formel 1 in Malaysia, wo die Stars der Branche schon bei zehnminütigen PR-Terminen mächtig Schweiß vergießen. "Mach dir keinen Stress, du kannst der Hitze sowieso nicht entkommen", rät Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel.

Der Kurz-Auftritt seines Titelrivalen Alonso bei der Fragestunde des Formel-1-Bremsenherstellers am Donnerstag im Fahrerlager von Sepang liefert einen Vorgeschmack auf das, was die Piloten am zweiten Grand-Prix-Wochenende der Saison erwartet. Tropische Hitze mit Temperaturen von über 30 Grad und extreme Luftfeuchtigkeit machen das Rennen vor den Toren von Kuala Lumpur zu einem der härtesten des Jahres. "Du hast null frische Luft", beschreibt Mercedes-Mann Nico Rosberg die Verhältnisse im Cockpit.

Die großen Risiken heißen Flüssigkeitsmangel und Überhitzung. Bis zu vier Litern Flüssigkeit verlieren die Fahrer während des Rennens. Der feuerfeste Anzug, der Helm und der dem Körper eng angepasste Sitz treiben den Schweiß aus allen Poren. Viel trinken ist deshalb das oberste Gebot. "So fünf bis sechs Liter", sagt Neuling Giedo van der Garde - und fügt schmunzelnd hinzu: "Da muss man ziemlich viel pinkeln."

Doch wer nicht genug trinkt, bekommt erst recht ein Problem. Wenn der Wasserhaushalt in Unordnung gerät und der Körper überhitzt, leiden Konzentration, Koordination und Reaktion. Das kann sich im Vollgas-Kreisverkehr niemand erlauben.

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Wasser trinken allein aber genügt nicht. Elektrolytgetränke sollen den Verlust von Salz und Mineralstoffen ausgleichen. So mancher Fahrer setzt deshalb auf spezielle Cocktails mit Kalium, Magnesium und Kohlehydraten.

Zudem versuchen sich die Piloten, in der kurzen Zeit nach der Ankunft aus Australien auf schnellstem Wege zu akklimatisieren. "Ich spiele ein, zwei Stunden Tennis in der prallen Sonne", verrät Sauber-Neuzugang Nico Hülkenberg. Landsmann Rosberg meidet klimatisierte Räume und hält sich möglichst viel im Freien auf, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen.

Fernando Alonso
Gewinner im Vorjahr: Fernando Alonso.
© Getty Images

Kurz vor dem Start hat dann jeder seinen eigenen Trick, um sich noch etwas Kühlung vor der knapp zweistündigen Fahrt durch die Tropensauna zu verschaffen. Trockeneis in den Handschuhen und Kühlwesten helfen für ein paar Minuten. Hülkenberg lässt ein nasses Hemd im Gefrierschrank vereisen und zieht es kurz vor der Abfahrt an. Jedes Grad zählt.

Das Rennen wird dann zur Grenzerfahrung, zum Extremtest für die Fitness. Kurze Abkühlung verspricht nur der tropische Regenschauer, der ziemlich zuverlässig am späten Nachmittag hereinbricht. Dann wird der Sepang International Circuit zum Dampfbad. Ansonsten aber brennt buchstäblich der Asphalt - und die Piloten merken das hautnah. "Ich spüre mit meinem Hintern den Boden", sagt Silberpfeil-Fahrer Rosberg. Keine angenehme Erfahrung bei einer Streckentemperatur von bis zu 50 Grad. (dpa)

21.03.13
 
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weitere Infos zu S. Vettel

Vorname:Sebastian
Nachname:Vettel
Nation: Deutschland
Team:Red Bull Racing
Rennen/Siege:123/39

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