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25.11.2012, 19:02

Kommentar von kicker-Redakteur Stefan Bomhard

Der Superbegabte

Beim ersten Mal war Glück dabei. Als sich 2010 im Saisonfinale von Abu Dhabi vermeintlich Fernando Alonso und Mark Webber um den Titel balgten, griff Sebastian Vettel zu, weil sich Ferrari mit der Alonso-Taktik komplett verzockte, während Webber unter dem Druck, Weltmeister werden zu können, einknickte.

kicker-Redakteur Stefan Bomhard.

Beim zweiten Mal gab es von der ersten Rennsekunde des Jahres an keinen Zweifel am späteren Champion. Das Formel-1-Jahr 2011 geriet zu einer erstaunlichen Solofahrt: Allenfalls Michael Schumacher hat in seinen besten Zeiten jemals die Konkurrenz derart blass aussehen lassen wie Vettel.

Beim dritten Mal hat Sebastian Vettel am heutigen Sonntagnachmittag seine größte Leistung vollendet. Sein 6. Platz beim letzten Rennen der Saison im brasilianischen Sao Paulo macht ihn nicht nur zum dritten Mal zum Weltmeister. Das Resultat seines erst 101. Formel-1-Rennens erhebt ihn schon jetzt in die höchste Etage der Allzeitgrößen dieser Sportart, denn nur Juan Manuel Fangio und Michael Schumacher gelang es vor ihm, drei Titel in Serie zu gewinnen. Kleiner Unterschied: Wozu Fangio 45 Jahre alt werden musste und Schumacher immerhin 31, das realisierte Vettel mit gerade mal 25 Lebensjahren.

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Das Besondere aber an Vettels erneutem Weltmeistertitel ist weniger sein Alter oder der Hattrick als solcher, sondern die Art, wie er ihn vollendete. Im Sommer wurden die ersten Abgesänge auf ihn geschrieben: "Nur" Dritter war Vettel nach dem Deutschland-Grand-Prix - 44 Punkte betrug sein maximaler Rückstand auf Alonso, immerhin zehn fehlten ihm da auch auf Teamkollege Webber. Doch zu einer Serie von vier Siegen in Folge war nur einer fähig: Vettel. Allein die Art, in der er zwischen Singapur und Indien allen davonzog, macht seinen neuerlichen Titelgewinn mehr als verdient.

Trotzdem gibt es immer noch den Vorwurf, Vettel nutze nur die Überlegenheit seines Autos. Wenn das stimmt, dann bliebe dennoch festzuhalten, dass Vettel jetzt dreimal hintereinander dem Australier Mark Webber im identischen Auto dessen Grenzen aufzeigte. Oder anders ausgedrückt: Was Webber abgeliefert hat, entsprach dem Vermögen des brillanten Red-Bull-Renault, was Vettel aus diesem Auto holen konnte, war Ausdruck seiner Superbegabung. Die erst macht aus guten Fahrern Weltmeister.

25.11.12
 
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