Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
18.10.2016, 10:23

Grand Prix der USA in Texas

Austin - "Eine richtig coole Fahrerstrecke"

Nach fünfjähriger Unterbrechung kehrte die Formel 1 2012 zurück in die Vereinigten Staaten. Das Rennen in Austin im Bundestaat Texas erlebt am 23. Oktober (LIVE!-Ticker ab 21 Uhr bei kicker.de) nun also seine fünfte Auflage. Lewis Hamilton gewann im McLaren das Premierenrennen vor Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Pilot sicherte sich den Sieg 2013. In den vergangenen beiden Jahren stand wieder Hamilton ganz oben auf dem Podest. Auf die Fahrer wartet am "Circuit of the Americas" eine Strecke, die es in sich hat.

Strahlender Sieger: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton triumphierte 2012, 2014 und 2015 in Austin.
Strahlender Sieger: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton triumphierte 2012, 2014 und 2015 in Austin.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Piloten müssen auf dem vom Aachener Architekten Hermann Tilke entworfenen Kurs 56 Runden à 5,513 Kilometer absolvieren, was einer Gesamtdistanz von 308,4 Kilometern entspricht. Das Layout wurde von Traditions-Grand-Prix-Strecken inspiriert, unter anderem Silverstone (Becketts), Hockenheim (Motodrom) und Istanbul (Kurve acht).

20 Kurven gibt es pro Runde, neunmal geht's rechts herum, elfmal links. Als eines der Markenzeichen gilt der Anstieg zur Kurve eins, dem höchsten Punkt der Strecke.

Waren in früheren Jahren Rennstrecken, die entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren wurden, die Seltenheit (Imola, Sao Paulo), so ist Austin nun neben Singapur, Abu Dhabi und Sao Paulo die nächste Piste im Kalender, die "linksherum" führt. Vor allem die Nackenmuskulatur der Fahrer reagiert darauf nicht selten empfindlich.

Berg- und Talbahn in Texas

Der ehemalige Formel-1-Pilot Alexander Wurz war in die Planungen involviert, hat Tilke dabei unterstützt, den Kurs aus Fahrersicht zu optimieren. "Wir haben sehr viel Aufwand dafür betrieben, in den USA eine richtig coole Fahrerstrecke, eine Berg- und Tal-Bahn zu bauen", sagt Wurz. "Und ich glaube, das ist gelungen."

Es gibt Höhenunterschiede von 40 Metern sowie überhöhte Kurven. "Es geht nach Start und Ziel extrem hoch in eine blinde Haarnadelkurve, danach den Berg runter in eine Kompression", erklärt Wurz. "Und wir haben S-Kurven, eine Mischung aus Silverstone und Suzuka."

US-Grand-Prix mit großer Tradition

Die neue Strecke in Austin weist 20 Kurven auf und ist 5,516 KIlometer lang.
Die neue Strecke in Austin weist 20 Kurven auf und ist 5,516 KIlometer lang.
© kickerZoomansicht

Nach fünf Jahren Pause kehrte die Formel 1 2012 also zurück in die USA. Der Grand Prix in Austin 2016 ist das insgesamt 67. Gastspiel der Königsklasse in den Vereinigten Staaten. Nur in Deutschland (74) und Großbritannien (70) wurden mehr Formel-1-Rennen ausgetragen, in Italien machte die Rennserie bis dato ebenfalls 67-mal Station.

In den USA war die Formel 1 ein echter Wanderzirkus. Austin ist bereits die zehnte Station der Formel 1 in den Vereinigten Staaten. Von 1950 bis 1960 waren die 500 Meilen von Indianapolis Bestandteil der WM, obwohl hier nicht die Formel-1-Regeln galten. Später kamen dann Sebring, Riverside, Watkins Glen, Long Beach und Las Vegas sowie Detroit, Dallas und Phoenix als Gastgeber hinzu.

Im Jahr 2000 kehrte die Königsklasse dann auf eine neue Strecke in Indianapolis zurück. Sieben Jahre später lief der Indy-Vertrag aus, danach machte die Formel 1 bis 2012 einen Bogen um die USA.

2012: Ferrari sorgte für heftige Diskussionen

Das Premierenrennen im texanischen Austin gewann 2012 McLaren-Pilot Lewis Hamilton vor Weltmeister Sebastian Vettel, der den Grand Prix lange angeführt hatte. Ferrari-Pilot Fernando Alonso wahrte damals seine WM-Chance und komplettierte das Podium. Obwohl Vettel alle Trainingssessions und das Qualifying dominiert hatte, musste er sich am Sonntag im Rennen dem bärenstarken McLaren von Lewis Hamilton geschlagen geben. Es war der 21. Grand-Prix-Sieg des Briten.

Gut behütet: Sieger Lewis Hamilton (li.) und der drittplatzierte Fernando Alonso bei der Siegerehrung nach dem Premierenrennen.
Gut behütet: Sieger Lewis Hamilton (li.) und der drittplatzierte Fernando Alonso bei der Siegerehrung nach dem Premierenrennen.
© Getty ImagesZoomansicht

Ferrari hatte schon vor dem Start mit einer strittigen Aktion für heftige Diskussionen gesorgt. Eine eigentlich als Bestrafung gedachte Regel des Automobil-Weltverbandes FIA machte sich die Scuderia nun zunutze, um Alonso in eine bessere Position zu bringen. Bei Teamkollege Felipe Massa wurde vor dem Rennen mutwillig das Siegel am Getriebe verletzt, was wie der Tausch des Getriebes eine Rückversetzung um fünf Plätze nach sich zog. Massa startete von P11, Alonso statt vom achten Rang von P7 und auf der besseren Seite.

2013: Rekordjäger Vettel

Der viermalige Champion Vettel triumphierte 2013 erstmals beim Grand Prix der USA und stellte mit seinem achten Saisonsieg in Folge einen neuen Rekord auf. "Unglaublich", sagte Vettel mit leiser Stimme via Boxenfunk. "Wir müssen diese Zeit genießen, solange es geht. Wir haben keine Garantie, dass diese Tage so bleiben. Ich bin so stolz auf euch. Ich liebe euch", so Vettel und brannte einige Donuts auf den Asphalt. Wie recht er hatte, zeigte sich in der folgenden Saison. Der Red-Bull-Pilot kam als in dieser Saison noch siegloser Außenseiter nach Austin.

2014: Doppelsieg für Mercedes

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hatte 2014 den Großen Preis der USA gewonnen und seinen Vorsprung zwei Rennen vor dem Saisonende auf 24 Punkte ausgebaut. Der Mercedes-Pilot siegte vor seinem Teamkollegen und einzigen Titelkonkurrenten Nico Rosberg. Für Hamilton war es der zehnte Saisonsieg und der 32. seiner Karriere. Dritter wurde Daniel Ricciardo (Australien) im Red Bull. Sein Teamkollege, Weltmeister Sebastian Vettel, belegte den siebten Platz.

2015: Hamilton vorzeitig Weltmeister

Mercedes-Pilot Hamilton hat 2015 bereits im 16. WM-Lauf dieser Saison in Austin seinen dritten WM-Titel gewonnen. Der Brite gewann das Rennen in Austin/Texas, weil der in Führung liegende Nico Rosberg im Finish einen Fahrfehler beging und den Stall-Kollegen passieren lassen musste. Aufgrund des Rennausgangs konnte weder der in den USA zweitplatzierte Rosberg noch der Dritte Sebastian Vettel die vorzeitige Titelverteidigung Hamiltons verhindern.

Britischer Mercedes-Pilot macht den Sack zu
Hamiltons Weg zum 3. WM-Titel
Titelverteidiger Lewis Hamilton feierte einen Auftakt nach Maß, setzte sich beim ersten Rennen in Australien durch und gleich wieder an die Spitze des Tableaus.
Australien: Auftaktsieg

Titelverteidiger Lewis Hamilton feierte einen Auftakt nach Maß, setzte sich beim ersten Rennen in Australien durch und gleich wieder an die Spitze des Tableaus.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

Renninfo

Ort:Austin
Runden:56
Rundenlänge:5,513 km
Renndistanz:308,405 km
Kurven:9 rechts, 11 links

Rennkalender der Saison 2016

TerminRennenOrt
20.03.16 06:00GP von AustralienMelbourne
 
03.04.16 17:00GP von BahrainManama-Sakhir
 
17.04.16 08:00GP von ChinaShanghai
 
01.05.16 14:00GP von RusslandSochi
 
15.05.16 14:00GP von SpanienBarcelona
 
29.05.16 14:00GP von MonacoMonte Carlo
 
12.06.16 20:00GP von KanadaMontréal
 
19.06.16 15:00GP von EuropaBaku
 
03.07.16 14:00GP von ÖsterreichZeltweg-Spielberg
 
10.07.16 14:00GP von GroßbritannienSilverstone
 
24.07.16 14:00GP von UngarnBudapest
 
31.07.16 14:00GP von DeutschlandHockenheim
 
28.08.16 14:00GP von BelgienSpa-Francorchamps
 
04.09.16 14:00GP von ItalienMonza
 
18.09.16 14:00GP von SingapurSingapur
 
02.10.16 09:00GP von MalaysiaKuala Lumpur
 
09.10.16 07:00GP von JapanSuzuka
 
23.10.16 21:00GP der USAAustin
 
30.10.16 20:00GP von MexikoMexico City
 
13.11.16 17:00GP von BrasilienSao Paulo
 
27.11.16 14:00GP von Abu DhabiAbu Dhabi

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun