Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel hat mit einer tollen Vorstellung im Qualifying zum Großen Preis von Indien den Grundstein zum vierten Sieg in Folge gelegt. Der Weltmeister unterstrich seine hervorragende Form mit der Bestzeit und startet auf dem Buddh International Circuit von Platz eins. Es ist bereits Vettels 35. Pole Position. Lediglich Rekordweltmeister Michael Schumacher (68) und der legendäre Ayrton Senna (65) liegen in dieser Wertung noch vor dem Heppenheimer.
"Das war bisher ein tolles Wochenende, deshalb bin ich sehr zufrieden", sagte Vettel, für den vor den Toren der indischen Hauptstadt Neu Delhi bisher wirklich alles nach Plan lief. Bereits in allen drei Trainingseinheiten war er Schnellster. "Das Auto macht einen fantastischen Eindruck", sagte Vettel zufrieden: "Das ganze Team kämpft zusammen in eine Richtung, das ist richtig super. Aber es wird ein langes Rennen, wir müssen alles richtig machen, um die Position zu halten."
Zweiter wurde Vettels Teamkollege Webber, der die McLaren-Piloten Hamilton und Button auf die Ränge drei und vier verwies. Vettels härtester WM-Rivale Alonso geht als Fünfter ins Rennen.
Der Spanier schob anschließend kräftig Frust, sieht aber nicht Vettel selbst, sondern Chef-Designer Adrian Newey als das entscheidende Element für dessen Erfolg. "Wir fahren nicht gegen Vettel, wir fahren gegen Newey", sagte Alonso, der trotzdem mit dem Ziel ins Rennen geht, "vor Sebastian ins Ziel zu kommen. Dafür werde ich vom Start weg Druck machen. Ich hoffe auf unsere Zuverlässigkeit - und darauf, dass sie einen Fehler machen."
In der WM-Gesamtwertung liegt Alonso (209 Punkte) sechs Zähler hinter Vettel (215), der die vergangenen drei Rennen allesamt gewann. Dritter ist Lotus-Pilot Kimi Räikkönen (167), der im Qualifying auf Rang sieben landete.
Mercedes-Pilot Nico Rosberg startet als Zehnter, er verzichtete in der dritten Qualifikationsphase auf eine gezeitete Runde, um Reifen für das Rennen zu sparen. "Es ist natürlich doof, nicht fahren zu können. Aber es macht einen Riesenunterschied, ob man mit neuen oder gebrauchten Reifen fährt", sagte er: "Wir müssen lange fahren, das dürfte mit frischen Reifen dann ein Vorteil sein. Wenn ich die anderen morgen dann wegbügele, dann habe ich die Antwort. Wenn nicht, habe ich keine."
Nico Hülkenberg verpasste beim Heimrennen seines Teams Force India als 12. ebenso Q3 wie Rekordchampion Schumacher, der als 14. fast eine halbe Sekunde zu langsam war. Marussia-Pilot Timo Glock startet von Platz 21.
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