
"Ich hatte drei schöne Jahre beim Mercedes-F1-Team, die leider sportlich nicht so gelaufen sind, wie wir uns das alle gewünscht hatten", kommentierte Schumacher in der Pressemitteilung seines Noch-Arbeitgebers. Am 25. November sitzt Schumacher beim Großen Preis von Brasilien letztmals im Silberpfeil.
McLaren-Pilot Lewis Hamilton, Weltmeister von 2008, tritt die Nachfolge Schumachers als Teamkollege von Rosberg an und erhält bei den Schwaben einen Dreijahres-Kontrakt. Alles in allem steht ein Vertragsvolumen von über 75 Millionen Euro im Raum. "Ich wünsche Lewis alles Gute und der gesamten Mannschaft den Erfolg, für dessen Aufbau wir so hart gearbeitet haben", meinte Schumacher.
Die Nachfolge von Hamilton bei McLaren wird der erst 22-jährige Mexikaner Sergio Perez vom Schweizer Sauber-Team übernehmen. Schumacher will sich indes mit einem Wechsel zu einem anderen Rennstall momentan nicht beschäftigen. "Das ist heute einfach kein Thema", sagte seine Managerin Sabine Kehm gegenüber der dpa.
Mercedes hat sich mit der Unterschrift unter das Concorde Agreement zu seinem Engagement in der Königsklasse generell bekannt und zudem den dreimaligen Weltmeister Niki Lauda als Aufsichtsratsvorsitzenden des Teams verpflichtet.
"Ich habe mir das gut überlegt und werde meine Aufgabe in den nächsten Wochen mit voller Kraft angehen", sagte der 63-jährige Lauda dem SID, "ich sitze als Chairman über dem Team und werde so gut es geht meine Erfahrungen einbringen, damit wir möglichst bald ein richtig schnelles Auto kriegen."
Schumacher war 2010 nach einer dreijährigen Pause in die Formel 1 zurückgekehrt. Von Erfolg war die Zeit des siebenmaligen Weltmeisters bei Mercedes aber nicht geprägt. Nach 91 Siegen und 68 Pole Positions in seiner ersten Laufbahn von 1991 bis zu seinem ersten Rücktritt 2006 schlugen von 2010 bis jetzt null Siege zu Buche. Immerhin gelang ihm in diesem Jahr beim Klassiker in Monaco die Bestzeit in der Qualifikation. Aufs Podium kam Schumacher nur einmal: Beim Großen Preis von Europa wurde er in Valencia Dritter.
Vor allem zu Beginn dieser Saison musste sich Schumacher mit einer bemerkenswerten Pannenserie herumplagen. Der Wahl-Schweizer stand aber stets zu seiner Mannschaft, kein Wehklagen, keine öffentlichen Vorwürfe. "Seine Energie und sein Einsatz haben nie nachgelassen, auch dann nicht, wenn unsere Resultate nicht unseren Erwartungen entsprachen", lobte Teamchef Ross Brawn. Er, der ihn zurückgeholt hatte in die Formel 1. Er, der Wegbegleiter bei allen sieben Titeln Schumachers war, fügte hinzu: "Es war und ist ein Vergnügen mit Michael zusammenzuarbeiten."
Der siebenmalige Weltmeister machte jedoch auch durch ungestüme Manöver auf sich aufmerksam, wie zuletzt bei seinem Crash beim Nachtrennen in Singapur, als er ins Heck des Toro Rosso von Jean-Eric Vergne krachte.
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