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23.09.2012, 20:39

GP von Singapur: Vettel musste sich erklären - Webber nur 11.

Schumacher: Erst zu spät und dann bestraft

Ein Rennen zum Vergessen erlebte Michael Schumacher beim Formel-1-Nachtrennen in Singapur. Nach einem von ihm selbst verschuldeten Unfall schied der Rekordweltmeister in der 40. Runde aus und wurde zudem von den Rennkommissaren belangt. Beim Großen Preis von Japan muss der 43-Jährige für seine Verfehlung in Singapur büßen. Auch Weltmeister Sebastian Vettel musste sich am Sonntag nach dem Rennen erklären, behält aber seinen Sieg.

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Mercedes-Pilot Michael Schumacher
Verbremst: Mercedes-Pilot Michael Schumacher.
© Getty Images Zoomansicht

Zunächst verpasste Schumacher die Schweigeminute für den langjährigen Rennarzt "Doktor Sid" Watkins, weil er auf die Toilette musste, dann bremste der Kerpener zu spät und krachte in das Auto von Toro-Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne und nun fliegt er noch mit einer Strafe belegt zum nächsten Grand Prix nach Japan. In Suzuka wird der Rekordchampion um zehn Plätze nach hinten versetzt, da er wegen des Zwischenfalls mit Bruno Senna in Barcelona als "Wiederholungstäter" gilt. Das gaben die Rennkommissare am Sonntagnacht Ortszeit bekannt.

"Tut mir leid, dass das passiert ist. Ich muss analysieren, was da passiert ist", meinte Schumacher: "Ich habe nicht zu spät gebremst, sondern eher einen Tick früher als normalerweise. Die Verzögerung kam viel zu spät, keine Ahnung, warum." Fakt ist, das der Mercedes-Pilot wie schon ein Jahr zuvor in Singapur die Zielflagge nicht sah und nun in Suzuka zehn Startplätze verliert.

Auch Vettel beschäftigte die Rennkommissare. Am Ende der zweiten Safety-Car-Phase konnte der zweitplatzierte McLaren-Pilot Jenson Button nur knapp einen Unfall verhindern, weil Vettel im Red Bull plötzlich langsamer wurde. Der Doppelweltmeister wurde zu einer Anhörung geladen und musste ebenso wie Button seine Sichtweise des Geschehens darlegen. Nach einer 40-minütigen Anhörung des Deutschen und des Briten, der beim Nachtrennen Zweiter geworden war, verzichteten die Stewards auf eine Bestrafung Vettels. Button hatte sich über Vettels plötzliches Langsamerwerden beschwert.

Kein Punkt für Webber

Mit Rang zehn ergatterte Mark Webber auf der Strecke noch einen WM-Punkt, der wurde ihm aber nach dem Rennen auf dem Marina Bay Street Circuit wieder abererkannt. Der Australier, Teamkollege von Vettel, wurde von den Rennkommissaren mit einer 20-Sekunden-Zeitstrafe belegt, weil er im Rennen die Strecke kurzfristig verlassen hatte. Damit habe sich der Red-Bull-Teamkollege einen Vorteil verschafft, lautete das Urteil. Webber fiel durch die Strafe auf Platz elf zurück. Sauber-Fahrer Sergio Perez rückte dafür auf Rang zehn vor und erhält Webbers Zähler.

23.09.12
 
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