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23.09.2012, 16:08

Maldonado und Schumacher scheiden aus

Zweiter Saisonsieg: Vettel profitiert von Hamiltons Ausfall

Sebastian Vettel hat sich unter Flutlicht in Singapur den zweiten Saisonsieg nach Bahrain gesichert. Der Weltmeister profitierte vom Ausscheiden des Polesetters Lewis Hamilton und machte Boden auf den Führenden Fernando Alonso gut, der hinter Jenson Button auf den dritten Rang fuhr. Michael Schumacher krachte in Vergnes Toro Rosso und musste wie im Vorjahr das Rennen frühzeitig beenden. Nico Rosberg wurde Fünfter.

Abkühlung in der Sauna Singapur: Jenson Button verpasst Sieger Sebastian Vettel die gebührende Dusche.
Abkühlung in der Sauna Singapur: Jenson Button verpasst Sieger Sebastian Vettel die gebührende Dusche.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach einem anfangs eher ereignislosen Grand Prix auf dem Stadtkurs von Singapur steht fest: Es wird wieder enger an der Spitze der Fahrerwertung. Satte 2:00:26,144 Stunden waren in einem taktisch geprägten Rennen in der Sauna Singapur nötig, um den Sieger zu ermitteln. Vor den ausstehenden sechs Rennen hat Sebastian Vettel nun noch 29 Punkte Rückstand. "Es war heiß und extrem schwierig, aber alles in allem war es ein fantastisches Wochenende", resümierte der glückliche Champion nach zuvor schwierigen Wochen - und ließ die Gedanken in Richtung einer verstorbenen Formel-1-Institution wandern. "Wir denken natürlich alle an Sid Watkins, der letzte Woche verstorben ist und gerade für die Sicherheit in der Formel-1 ein Meilenstein war. Solche Leute braucht es in Zukunft wieder, damit wir auf Strecken wie dieser auch unseren Spaß haben können."

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Hinter dem Heppenheimer, Button und Alonso belegte Paul di Resta Rang vier vor Rosberg. Die weiteren Deutschen: Während Schumacher ausschied, holte sich Timo Glock (Marussia) mit Rang zwölf sein bestes Saisonresultat ab, Nico Hülkenberg wurde trotz schnellster Runde nur 14. im Klassement.

Zum Rennverlauf: Beim Start zum 14. Grand Prix des Jahres ging alles glatt. Hamilton zog von der Spitze weg. Dahinter verlor Maldonado nach einem kleinen Fehler in der ersten Kurve zwei Plätze. Vettel und Button profitierten und machten sich auf dem zweiten und dritten Platz auf den Weg. Dahinter quetschte sich der Rest des Feldes durch die ersten Kurven. Alle Fahrer behielten dabei die Nerven und brachten die Startphase unfallfrei hinter sich.

Nach den ersten zwei Runden hatten die Piloten ihre Positionen bezogen. Reifen schonen war nun angesagt, da die Strecke in Singapur dafür bekannt ist, vor allem die Hinterreifen stark zu beanspruchen. An der Reihenfolge sollte sich dadurch zunächst nichts ändern.

Trotz aller Schonung mussten die beiden Red Bull mit Webber und Vettel bereits in der neunten bzw. elften Runde als erste Fahrer neue Pneus abholen. Damit wurden die beiden natürlich erst einmal weit nach hinten durchgereicht. Von dort startete Vettel aber eine erste Aufholjagd. Die neuen Reifen brachten ihm eine bessere Traktion und damit die Möglichkeit, schnell wieder an einigen Konkurrenten vorbeizukommen.

Nachdem sich das Rennen nach 18 Runden "boxenstoppbereinigt" hatte, fuhr der Titelverteidiger wieder auf dem zweiten Platz. Der Red Bull schien mit den jetzt aufgezogenen härteren Reifen besser zu laufen. Kontinuierlich holte Vettel auf den führenden Hamilton auf. Dahinter hatte sich das Feld sortiert. Button hielt im zweiten McLaren den dritten Platz vor Maldonado und dem WM-Führenden Alonso. Hülkenberg als Sechster und Perez als Achter fuhren als Letzte noch mit dem ersten Reifensatz und versuchten damit eine Zwei-Stopp-Strategie.

In der 23. Runde konnte Vettel, der bis dahin den McLaren von Hamilton vor sich um den Kurs gehetzt hatte, kampflos die Spitzenposition erobern. Hamiltons Wagen wurde plötzlich langsam. Der Brite musste seinen McLaren mit Getriebeschaden parken und trat fassungslos zu Fuß den Rückweg zur Box an.

Hamiltons Ausfall war für eine längere Phase der letzte Aufreger des Singapur-GP. Alle Piloten konzentrierten sich Mitte des Rennens darauf, die eigene Position zu halten und die Reifen nicht zu kaputt zu fahren.

Eine Safety-Car-Phase ab der 33. Runde nach einem Unfall von Karthikeyan sorgte dann für Hektik an der Box. Fast alle Fahrer nutzten die Verzögerung des Rennens für den zweiten Boxenstopp. Pech hatten dabei Maldonado und Alonso, die bereits kurz zuvor gewechselt hatten.

Maldonado traf es allerdings während der Safety-Car-Phase noch härter. Mit einem Problem an der Hydraulik musste der Venezolaner seinen Williams abstellen. Glück hatte dagegen Vettel kurz vor dem Restart. Button nahm offenbar zu früh an, dass der Führende beschleunigen wollte und konnte nur im letzten Moment einen Auffahrunfall vermeiden. Dahinter freute sich Alonso über den dritten Platz, den er auf Grund der Reifenwechsel und des Ausfalls von Maldonado kampflos geerbt hatte.

Das Rennen war aber nur von kurzer Dauer. Schumacher war im Feld schnell unterwegs und versuchte Plätze gut zu machen. Dabei übersah er beim Anbremsen auf eine Kurve offenbar Vergne, der im Überholvorgang die Außenbahn blockierte. Mit blockierenden Reifen krachte der Mercedes ins Heck des Toro Rosso. Für beide Piloten, die unverletzt aus ihren geschrotteten Autos kletterten, bedeutete dies das Aus. Schumacher, der schon im Vorjahr in Singapur durch einen Auffahrunfall ausgeschieden war, äußerte nachher sein Bedauern für Vergne und deutete ein Bremsproblem bei seinem Fahrzeug an. Damit war das Safety-Car abermals gefordert.

Nach Hamiltons Ausfall war der Weg weitgehend frei: Sebastian Vettel holt sich in Singapur den zweiten Saisonsieg.
Nach Hamiltons Ausfall war der Weg weitgehend frei: Sebastian Vettel holt sich in Singapur den zweiten Saisonsieg.
© Getty ImagesZoomansicht

Der zweite Restart des Rennens verlief unspektakulärer. Alle Piloten verteidigten ihre Positionen. Die nachlassenden Reifen bei allen Fahrzeugen hielten allerdings die Spannung im Rennen. Erst jetzt holten die Piloten alles aus ihren Boliden heraus und zeigten elektrisierende Überholmanöver im Mittelfeld.

An der Spitze war alles klar: Vettel hielt einen beruhigenden Vorsprung von drei Sekunden auf Button. Alonso wollte auf Platz drei nicht weiter pushen und sicherte lieber seinen Podestplatz gegen den stark aufkommenden di Resta ab.

Das Rennen wurde dann wegen der zahlreichen Safety-Car-Phasen vor Ablauf der eigentlichen Distanz von 61 Runden nach exakt zwei Stunden beendet.

23.09.12
 
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weitere Infos zu S. Vettel

Vorname:Sebastian
Nachname:Vettel
Nation: Deutschland
Team:Red Bull Racing
Rennen/Siege:136/39

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