Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

02.09.2012, 19:36

300. Grand-Prix-Wochenende des Rekordweltmeisters

Vettel: "Schumacher fährt wie die Hölle"

Mit 43 Jahren ist er der Methusalem der Formel 1. Doch auch an seinem 300. Grand-Prix-Wochenende präsentierte sich Mercedes-Pilot Michael Schumacher in seinem "Wohnzimmer" in den belgischen Ardennen wie ein junger Heißsporn. Selbst bei Kumpel Sebastian Vettel kannte der siebenmalige Weltmeister Schumacher kein Pardon.

Jubilar: Rekordweltmeister Michael Schumacher bestritt in Belgien sein 300. Grand-Prix-Wochenende.
Jubilar: Rekordweltmeister Michael Schumacher bestritt in Belgien sein 300. Grand-Prix-Wochenende.
© Getty ImagesZoomansicht

Für ein paar Minuten war wieder alles ein bisschen wie früher. Zehn Kamerateams und rund 30 Fotografen hatten sich vor dem Mercedes-Motorhome versammelt, selbst Formel-1-Boss Bernie Ecclestone war gekommen, um Michael Schumacher seine Aufwartung zu machen. Der Rekordweltmeister sonnte sich etwas im Glanz der Vergangenheit und hatte vor dem Großen Preis von Belgien anlässlich seines 300. Rennens zu einer kleinen Feier geladen. Und wenn Schumacher ruft, kommen noch immer alle. Der 43-Jährige ist einer der wenigen Fahrer im Feld, die noch für richtig Aufmerksamkeit sorgen können.

Und Aufmerksamkeit ist im PS-Zirkus der Formel 1 fast noch wichtiger als WM-Punkte. Kein Wunder, dass der Autohersteller mit dem Stern lieber heute als morgen den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit seinem Superstar Schumacher verlängern würde. Einen besseren Werbe- und Sympathieträger werden sie so schnell nicht finden. Doch das "größte Renntier aller Zeiten", wie Mercedes-Sportchef Norbert Haug seinen Vorzeige-Fahrer nennt, ziert sich noch.

Auf der Piste ist Schumacher aber so heißblütig wie eh und je. Das musste auch der amtierende Champion Vettel in Spa-Franchorchamps erfahren. Mit rauchenden Reifen nach einem Verbremser bog Schumacher haarscharf vor dem Red-Bull-Piloten noch in die Boxengasse in ein. Beide wollten Reifen wechseln, die Mannschaft von Vettel stand auch schon parat. Der Heppenheimer wich aber gerade noch aus und drehte eine weitere Runde.

Sogar in seinem 300. Formel-1-Rennen (299 Starts, 1996 in Frankreich war er in der Einführungsrunde ausgefallen) wurde Schumacher ein Fall für die Rennkommissare. Nur wenige Minuten nach dem Manöver kündigte die Rennleitung eine Untersuchung des Vorfalls mit dem frisch gebackenen Ehrenbürger von Spa an. Letztlich blieb das Manöver jedoch folgenlos und wurde von den Rennkommissaren nicht bestraft. Die FIA gab die Entscheidung drei Stunden nach der Zieldurchfahrt bekannt. Red Bull habe erklärt, dass Vettel selbst nicht mehr auf dem Weg in die Box gewesen sei, hieß es.

- Anzeige -

"Es war von Anfang an klar, dass ich in die Box kommen wollte. Er kann das natürlich nicht wissen, aber ich habe ihn nicht abgedrängt", hatte Schumacher beteuert. "Egal, ob du mit Michael um Platz 1 oder 15 kämpfst, er fährt wie die Hölle", bemerkte Vettel.

Wenn nicht in Spa, wo dann? Schumacher war in seinem Element. "War sehr abwechslungsreich. Hat sehr viel Spaß gemacht", sagte er nach dem Rennen. Noch am Vorabend hatte er mit Kollegen im Fahrerlager mit Kölsch auf sein Jubiläum angestoßen. Ecclestone war eigens zum Motorhome von Mercedes gekommen, um auch ein Stück vom Kuchen in Form des speziell angefertigten Platin-Helms von Schumacher zu naschen. Mit seinem weißen Hemd polierte Ecclestone die 300 auf der Nase samt Frontflügel, die der siebenmalige Weltmeister von seinem Team geschenkt bekam.

Bilder aus Spa-Franchorchamps
Grand Prix von Belgien 2012
Ein jubelnder Jenson Button ließ seiner Freude auf dem Podest freien Lauf.
Geschafft!

Ein jubelnder Jenson Button ließ seiner Freude auf dem Podest freien Lauf.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild

In dem packenden Rennen auf dem Kurs, auf dem Schumacher vor 21 Jahren am 25. August seinen ersten Grand Prix bestritt und zwölf Monate später seinen ersten Sieg bejubelte, war es dann vorbei mit Streicheleinheiten. Der 91-malige Grand-Prix-Sieger kämpfte mit allen Mitteln. Schob sich nach dem chaotischen Beginn durch den Startcrash bis auf Platz fünf vor, lag zwischenzeitig sogar auf zwei. "Dass noch so viel Bowling vor mir gespielt wurde, damit hätte ich nicht gerechnet", meinte er zum heftigen Startunfall.

Lange fuhr Schumacher auf Podiumskurs - und das mit einem Mercedes, der im Qualifying für nicht mehr als den bescheidenen 13. Platz gereicht hatte. Im Rennen sprang nach der Umstellung von Ein- auf Zweistopp-Strategie Rang sieben heraus. "Am Ende mussten wir dann doch erkennen, dass wir mit den älteren Reifen Hasenfutter waren. Sieben Runden vor Schluss hat dann auch noch mein sechster Gang den Geist aufgegeben", erklärte der Routinier.

Wer wird Weltmeister 2012 - Sie entscheiden
Wer wird Weltmeister 2012 - Sie entscheiden
02.09.12
 
- Anzeige -
- Anzeige -

Schlagzeilen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
00:30 SKYS1 Golf: European Tour
 
01:00 EURO Schwimmen
 
01:30 SKYBU Fußball: Bundesliga
 
02:00 SKYS2 Fußball: DFB-Pokal
 
02:00 SDTV Urawa Red Diamonds - Sanfrecce Hiroshima
 

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re: Mit einem Wort: von: Hoellenvaaart - 22.08.14, 00:06 - 2 mal gelesen
Re: Wäre ich Tah... von: Barbar-S - 21.08.14, 23:39 - 17 mal gelesen
- Anzeige -

- Anzeige -