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02.09.2012, 18:25

GP von Belgien: Spektakulärer Startunfall

Button siegt souverän, Vettel rast auf Platz zwei

Ein schlimmer Startunfall ohne Verletzte, tolle Fights, viele Überholmanöver - Spa lieferte einmal mehr alles, was das Racer-Herz begehrt. Polesetter Jenson Button fuhr zu einem überlegenen und ungefährdeten Sieg. Weltmeister Sebastian Vettel kämpfte sich mit viel Herzblut von Startplatz zehn auf Rang zwei vor. Lotus-Pilot Kimi Räikkönen komplettierte das Podium.

Startunfall: Hamilton und Alonso (li.) fliegen mit ihren Boliden durch die Luft.
Startunfall: Hamilton und Alonso (li.) fliegen mit ihren Boliden durch die Luft.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach fünf Wochen Sommerpause ging's in der Formel 1 endlich wieder um Punkte. Schon vor der ersten Kurve krachte es gewaltig in Spa-Franchorchamps. Romain Grosjean kollidierte nach Pastor Maldonados Frühstart mit Lewis Hamilton und flog dann spektakulär über Sergio Perez hinweg. Hamilton krachte in Fernando Alonsos Ferrari. Für alle vier kam das Aus. Es gleicht beinahe einem Wunder, dass alle ihre Boliden unverletzt verlassen konnten. Die FIA griff nach der Startkollision hart durch und sperrte Grosjean für das kommende Rennen in Monza. Zudem muss der Lotus-Pilot 50.000 Euro Strafe zahlen.

Nach ersten Informationen überstand auch der Spanier Alonso den Unfall unverletzt. "Hi! Danke für all die unterstützenden Nachrichten. Mir geht es gut und ich denke schon zu 100 Prozent an Monza", gab Alonso später per Twitter Entwarnung. Alonso, der zuletzt 23-mal in die Punkte gefahren war, verpasste somit unverschuldet den Rekord von Michael Schumacher, der zwischen 2001 und 2003 24-mal in die Punkteränge kam.

Red-Bull-Pilot Vettel nutzte Alonsos Nuller und holte in der WM-Gesamtwertung 18 Punkte auf. Der Ferrari-Pilot führt noch immer mit 164 Punkten vor Vettel (140) und dem heute sechstplatzierten Webber (132). Räikkönen hat nun 131 Zähler.

Nachdem die deutschen Piloten am Samstag im Qualifying durch die Bank enttäuschten, zeigten sie am Sonntag im Rennen eine umso stärkere Performance. Force-India-Pilot Nico Hülkenberg wurde Vierter auf der Berg- und Talfahrt in den Ardennen. Michael Schumacher schaffte von Startplatz 13 an seinem 300. GP-Wochenende in seinem "Wohnzimmer" in den Ardennen einen guten siebten Platz. Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg verpasste als Elfter die Punkte. Timo Glock (Marussia) landete auf P15.

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Rennverlauf

Große Aufregung gab es bereits beim Start. Maldonado donnerte von Position sechs mit einem Frühstart los und wirbelte das Feld durcheinander. Fast gleichzeitig schob Grosjean den McLaren von Hamilton von der Strecke, der sich daraufhin drehte und in Grosjeans Lotus verhakte. Die Kettenreaktion setzte sich in der ersten Kurve fort. Grosjean und Hamilton krachten mit voller Wucht in die Autos von Alonso und Perez. Alle vier Fahrer blieben unverletzt, mussten das Rennen aber beenden. Bis der Schrott von der Strecke geschafft werden konnte, übernahm für fünf Runden das Safety Car die Spitze. Das Feld hatte sich durch den Unfall naturgemäß völlig neu sortiert.

Button führte beim Re-Start vor Räikkönen und Hülkenberg. Schumacher war auf Rang fünf vorgespült worden, während Vettel auf Position zwölf festsaß. Der Heppenheimer war beim Startunfall in der Logenposition gesessen, musste jedoch stark abbremsen und hatte einige Positionen eingebüßt. In der Folgezeit griffen die deutschen Piloten weiter an. Hülkenberg überholte Räikkönen für Position zwei, und Schumacher drückte sich außen an di Resta für Platz vier vorbei.

Bilder aus Spa-Franchorchamps
Grand Prix von Belgien 2012
Ein jubelnder Jenson Button ließ seiner Freude auf dem Podest freien Lauf.
Geschafft!

Ein jubelnder Jenson Button ließ seiner Freude auf dem Podest freien Lauf.
© Getty Images

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Im Mittelfeld sah Vettel nach dem Ausfall von Alonso seine Chance, WM-Punkte aufzuholen und machte sich hoch motiviert auf die Jagd. Innerhalb weniger Runden überholte der Titelverteidiger mit teils klasse Manövern Kovalainen, Massa und Webber, um sich zwischenzeitlich auf Position acht festzusetzen. Dort war hinter Senna aber zunächst einmal Ende mit der Aufholjagd.

Währenddessen konnte sich Schumacher mit einem sauberen Überholmanöver an Räikkönen vorbei schieben und Platz drei erobern. An der Spitze schienen die Positionskämpfe Button nicht zu beeindrucken. Der Brite zog einsam seine Runden und hatte sich nach 15 Umläufen deutlich vom Rest des Feldes abgesetzt.

In der 22. Runde holte sich Vettel als letzter des Feldes neue Reifen. Dadurch war die Reihenfolge wieder Stopp-bereinigt. Button führte sicher vor dem stark auftrumpfenden Räikkönen und Hülkenberg. Vettel sortierte sich auf Position sechs ein, Schumacher war nur noch Achter. Allerdings schienen die beiden Deutschen auf einer Ein-Stopp-Strategie unterwegs, während Webber, Massa und Ricciardo, die die Top Acht komplettierten, zu einem zweiten Stopp antreten mussten.

Wer wird Weltmeister 2012 - Sie entscheiden
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Die Strategie der beiden Ein-Stopper schien nach der 30. Runde aufzugehen. Alle vor Vettel und Schumacher platzierten Piloten mussten sich neue Reifen besorgen, und die beiden Deutschen rückten auf die Podestplätze vor. Button an der Spitze war aber zu weit weg und nicht mehr zu gefährden. Allerdings hatte Schumacher auf Platz drei Räikkönen im Lotus hinter sich hängen.

In der Folgezeit entwickelte sich ein spannender Kampf um Platz drei. Schumacher konnte Räikkönen für mehrere Runden blockieren, doch mit einem gewagten Manöver bei Höchstgeschwindigkeit in Eau Rouge zog der Finne in der 34. Runde vorbei. Wenig später folgte auch Hülkenberg. Dies führte zu einer Planänderung bei der Mercedes-Crew, die Schumacher doch noch zu einem zweiten Reifenwechsel an die Box holte. Der Wechsel ließ den Rekord-Weltmeister auf Position sieben zurückfallen.

In den Top Ten blieben nur noch drei Fahrer übrig, die mit einem Stopp auskommen wollten. Senna verteidigte zu Beginn der Schlussphase mit Zähnen und Klauen Platz acht, musste in der 40. Runde aber ebenfalls seinen nachlassenden Pneus Tribut zollen. Einzig die beiden Führenden, Button und Vettel, lieferten mit den "alten" Reifen noch akzeptable Rundenzeiten ab und hielten ihren jeweiligen Vorsprung auf die Konkurrenz.

02.09.12
 
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