"Wenn so etwas einem jungen Fahrer passieren würde, würde man sagen, der ist nicht reif für die Formel 1 und hat dort nichts verloren", so Danners scharfe Kritik.
Schumacher unterliefen auf dem Hungaroring tatsächlich nicht für möglich gehaltene Irrtümer. Erst stellte der Rekordweltmeister seinen Mercedes auf dem falschen Startplatz ab, dann offenbarte er durch das Ausschalten des Motors Schwächen im Regelwerk. Ungewöhnliche und eigentlich unglaubliche Patzer für einen Perfektionisten wie Schumacher.
"Seinen Platz in der Startaufstellung zu finden, ist eigentlich idiotensicher. Aber Michael hat ganz offensichtlich nicht einmal bemerkt, dass er falsch steht", sagte Danner.
So prägten Pleiten, Pech und Pannen das Rennen des 43-Jährigen, der nach dem verursachten Startabbruch auch einen Plattfuß und eine Durchfahrtsstrafe hinnehmen musste, nach der Hälfte der Strecke überrundet wurde und am Ende zum sechsten Mal im elften Rennen ausfiel.
Mehr Demütigung geht nicht für einen siebenmaligen Weltmeister, in dessen Bilanz des Wochenendes auch ein Unfall im Training und ein verpatztes Qualifying stehen.
Irritierend, dass Schumacher nach dem Parken auf Platz 19 statt 17 ("Ich dachte, ich stehe richtig") auch noch den Motor abstellte, weil er dachte, das Rennen werde nun für fünf Minuten angehalten. "Das war früher immer so", sagte er verwirrt. Doch es wurde 2006 geändert. Was Schumacher in der dritten Saison nach seinem Comeback offenbar noch nicht wusste.
Über die Gründe des von ihm verursachten Rennabbruchs herrschte in der Tat lange Zeit Rätselraten. "Im ersten Moment war es gar nicht zu erkennen und in der Mercedes-Pressemitteilung war gar nichts davon zu finden, dass Michael auf dem falschen Platz stand", erklärte Danner: "Es wurde nur der überhitzende Motor erwähnt. Daher haben erst einmal alle gedacht, das wäre der Grund für den Abbruch."
Mercedes-Sportchef Norbert Haug sprach derweil von einem "Missverständnis" und erklärte, Schumacher habe die Gelbe Flagge in der Startaufstellung auf einen anderen Fahrer bezogen. In der Tat hatte Renndirektor Charlie Whiting sie geschwenkt, weil der Finne Heiki Kovalainen sich per Funk darüber beschwert hatte, dass der siebenmalige Champion auf seinem Platz stehe. Und Pedro de la Rosa sich statt auf Startplatz 23 hinter das Feld stellen musste. "Zum Glück ist in Budapest auch Platz 25 eingezeichnet", meinte der Spanier schmunzelnd.
Zu alledem kam für Schumacher aber wirklich auch noch Pech dazu. So beim Plattfuß und der unberechtigten Durchfahrtsstrafe: Die 11,4 km/h Geschwindigkeitsübertretung in der Box passierten ihm nämlich vor Rennbeginn, damit hätte er nur eine Geldstrafe bekommen dürfen. Offenbar war nicht nur der Altmeister am Sonntag nicht ganz regelfest.
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Re: Schluß mit lustig...
von:
SirStan
- 23.05.13, 11:30 - 4 mal gelesen
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Re (2): Schluß mit lustig...
von:
jekimov
- 23.05.13, 11:27 - 3 mal gelesen
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Re: Sonntagsplanung
von:
ChiliSzabo
- 23.05.13, 11:26 - 10 mal gelesen
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