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24.07.2012, 12:18

Wie ein Elfmeter, den man nicht geben muss

Vettel fühlt sich weiter unschuldig

Weltmeister Sebastian Vettel hat sich erstmals ausführlich zu seiner Strafe wegen Überholens neben der Strecke geäußert. Der Red-Bull-Pilot sieht den 20-Sekunden-Penalty als unfair an. "Aus meiner Sicht ist eigentlich alles richtig abgelaufen, aber man kann nichts tun, wenn das die Verantwortlichen anders sehen", schreibt der 25-Jährige auf seiner Website.

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Beharrt auf seiner Unschuld: Weltmeister Sebastian Vettel.
Beharrt auf seiner Unschuld: Weltmeister Sebastian Vettel.
© Getty Images Zoomansicht

"Es ist wie im Fußball: Der eine Schiedsrichter gibt Elfmeter, der andere nicht. Damit muss man dann leben", so Vettel, bekennender Anhänger des Bundesliga-Aufsteigers Eintracht Frankfurt: "Nun bin ich 20 Sekunden nach hinten versetzt worden, was bedeutet, dass ich auf den fünften Platz hinuntergerutscht bin."

Vettel verlor dadurch acht wichtige Punkte in der WM-Wertung. Der Weltmeister ist mit 110 Zählern weiterhin Dritter hinter Ferrari-Pilot und Hockenheimsieger Fernando Alonso (154) und seinem Teamkollegen Mark Webber (120).

Zudem musste er sich nach seiner Kritik am forsch fahrenden Lewis Hamilton ("Es ist dumm, die Führenden zu stören") vom britischen Boulevardblatt Mirror auch noch als "Heulsuse" bezeichnen lassen. "Vettel verlässt den Hockenheimring mit gebrochenem Herzen", spottete die Sun.

"Mir tut das besonders wahnsinnig für das Team und die Fans leid, die uns mit ganzer Kraft angefeuert haben, aber wir können leider nichts an diesem Urteil ändern", schreibt Vettel weiter.

Der 25-jährige Champion der letzten beiden Jahre hätte seine Strafe nach dem Überholmanöver gegen Ex-Weltmeister Jenson Button wohl verhindern können, wenn er den Briten danach vorbeigelassen hätte. "Vettel hätte sich nach dem Überholen einfach zurückfallen lassen müssen. Das hat er aber nicht gemacht", hatte Ex-Rennfahrer Alex Wurz, selbst gelegentlich Rennkommissar, erklärt. Auch vom Funk hatte der Red-Bull-Pilot aber keine Aufforderung bekommen, Button passieren zu lassen.

Ärger mit den Rennkommissaren will Vettel künftig tunlichst vermeiden. "Wir werden uns für die nächsten Rennen noch mehr ins Zeug legen und darauf achten, nichts mehr zu tun, was unsere Platzierung auch nur irgendwie gefährden würde." Am Sonntag auf dem Hungaroring geht's weiter.

Bilder vom Hockenheimring
GP von Deutschland 2012
Ein glücklich grinsender Alonso lässt sich nach der Siegerehrung von Vettel und Button mit Champagner duschen.
Doppeldusche

Ein glücklich grinsender Alonso lässt sich nach der Siegerehrung von Vettel und Button mit Champagner duschen. Vettel wurde nach dem Rennen eine 20-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt, er geht als Fünfter in die Wertung ein.
© Getty Images

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24.07.12
 
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