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29.04.2012, 12:01

Drei Tage auf der Ferrari-Hausstrecke

Vettel, Schumacher und Co. testen in Mugello

Elf der zwölf Formel-1-Teams gehen von Dienstag bis Donnerstag im italienischen Mugello an den Start. Erstmals seit 2008 dürfen die Rennställe auch während der Saison testen. Nach den Erfahrungen der ersten vier Saisonrennen wollen die Teams aus ihren Boliden vor der Europa-Premiere in Barcelona noch einige Zehntel rauskitzeln.

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WM-Spitzenreiter: Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel testet in Mugello.
WM-Spitzenreiter: Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel testet in Mugello.
© Getty Images Zoomansicht

"Es wird schwer, ein Wunder zu vollbringen", meint allerdings Weltmeister Sebastian Vettel, der jüngst in Bahrain seinen ersten Saisonsieg einfuhr und sich an die Spitze der WM-Gesamtwertung setzte. "Das machen die Regeln in diesem Jahr kaum möglich. Aber sicher hat jedes Team etwas auf der Liste."

Die Scuderia Ferrari hat auf dem Kurs in der Nähe von Florenz einen Heimvorteil. Die 5,245 Kilometer lange Strecke gehört dem Traditionsrennstall, der sich wegen seines missglückten Boliden ganz besonders viel von den Übungsrunden erhofft. "Wir müssen das Beste aus jeder verfügbaren Minute machen, um den F2012 zu verbessern", fordert Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. Zahlreiche neue Bauteile wollen die "Roten" testen.

Basis für die Arbeit in Mugello sind die Erfahrungen aus Melbourne, Kuala Lumpur, Shanghai und Manama-Sakhir. Die ersten Rennen waren geprägt war von Turbulenzen und wechselhaften Darbietungen. Seit den letzten Tests vor WM-Start sind fast zwei Monate vergangen. Inzwischen haben die Fahrer und Ingenieure ihre Autos besser kennengelernt und können sich nun in der Toskana den Problemzonen widmen. "Dank Mugello haben wir etwas Bedenkzeit und werden sehen, was wir aus den Daten der ersten vier Rennen lernen können", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Hamilton und Button haben frei

McLaren ist zwar in Mugello dabei, gewährt aber seinen Stammpiloten Lewis Hamilton und Jenson Button eine Pause. Stattdessen sollen die Ersatzfahrer Gary Paffett und Oliver Turvey ans Steuer. "Für uns ist es nicht notwendig, vor Ort zu sein", versichert Button. McLaren wolle ohnehin keine ganz großen Neuerungen testen. "Ich denke daher nicht, dass wir wirklich ein Gewinn wären", sagt Button.

Dagegen schickt WM-Rivale Red Bull ebenso seine Stammbesetzung Vettel und Mark Webber auf die Strecke wie Mercedes. Nico Rosberg und Michael Schumacher teilen sich die drei Tage. Bei Ferrari darf Fernando Alonso an zwei Tagen fahren, Felipe Massa nur am Mittwoch. Für das zuletzt überraschend starke Lotus-Team beginnt Ersatzmann Jerome D'Ambrosio, dann folgen Kimi Räikkönen und Romain Grosjean.

Wer wird Weltmeister 2012 - Sie entscheiden
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Piloten und Teams sind auf der Suche nach Winzigkeiten. "Schon zwei Zehntelsekunden Verbesserung pro Runde im Vergleich zur Konkurrenz wären heutzutage gewaltig", sagt Bob Fernley, Vize-Teamchef bei Force India. Und doch blickt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gespannt nach Mugello: "Da kann es zu einer Verschiebung der Kräfteverhältnisse kommen."

Nur HRT wird in Italien komplett fehlen, weil sich das Team auf den Umzug der Firmenzentrale konzentrieren will.

Das nächste Rennen findet am 13. Mai in Barcelona statt. Der Grand Prix von Spanien auf dem Circuit de Catalunya ist das erste Rennen 2012 auf europäischem Boden.

29.04.12
 
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