Nach dem Comeback von Kimi Räikkönen bei Lotus nach zwei Jahren Rallye-WM werden in der am 18. März beginnenden Saison die Champions der vergangenen zwölf Jahre an den Start gehen: Rekordchampion Michael Schumacher (sieben Titel), der aktuelle Champion und Doppelweltmeister Sebastian Vettel, der zweimalige Titelträger Fernando Alonso, die beiden je einmal erfolgreichen McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button sowie Räikkönen.
Exakt ein Viertel der Starter in Down Under hat also bereits mindestens einen WM-Titel in der Tasche. Dass eine Schar von Weltmeistern aber nicht gleichbedeutend mit einer spannenden Saison ist, zeigte das vergangene Jahr, als Vettel turmhoch überlegen war und drei Rennen vor dem Ende als Champion feststand.
Für Vettel ist die Zahl der Weltmeister nur ein Verweis auf Vergangenes. "Eine erfolgreiche Vergangenheit ist toll, doch man sollte sicherstellen, dass es bis ins Hier und Jetzt reicht", sagt er: "Da es noch nie vorher der Fall war, ist es schon etwas Besonderes. Dann auch noch einer der sechs zu sein, fühlt sich noch besser an. Dennoch sollte man bedenken, dass es etwas ist, das sich auf die Vergangenheit bezieht. Es hat nichts mit den nächsten 20 Rennen zu tun und macht einen nicht schneller. Mit dem ersten Rennen in Melbourne beginnt das Spiel von vorne."
Dennoch: Sechs - wenn auch durchweg europäische Weltmeister - sind in der immer globaler werdenden Formel 1 nicht nur ein Novum in der Geschichte, sondern auch das beste Vermarktungsargument. Das zeigte nicht zuletzt das Comeback von Schumacher vor zwei Jahren, das der Königsklasse trotz bisher ausbleibender sportlicher Erfolge einen erneuten Schub verpasste.
Vor dem Auftakt in Melbourne ist der siebenmalige Champion überzeugt, mit dem neuen Mercedes F1 W03 den nächsten Schritt machen zu können. "Wir haben die Weichen für eine Zukunft auf höchstem Niveau gestellt. Das Auto ist besser als sein Vorgänger", sagt Schumacher. Seine Zielsetzung ist klar: "Es ist unbestritten, dass ich aufs Podium will. Nach den zwei vierten Plätzen der vergangenen Saison hoffe ich, dieses Ziel zu erreichen."
Ob es die Stuttgarter in ihrer dritten Saison nach der Übernahme des Weltmeister-Teams Brawn Ende 2009 schaffen, das Weltmeister-Team von Sebastian Vettel zu ärgern, ist fraglich. Darin sind sich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und Schumacher einig. "Die Leute dürfen nicht erwarten, dass wir sofort gegen Red Bull kämpfen. Unser Team war 2010 neu, auch Red Bull und Ferrari haben Zeit gebraucht, bevor sie gewinnen konnten", erklärte der Kerpener.
Mercedes hat personell aufgerüstet. Jetzt sind gleich fünf frühere Technikchefs an Bord. "Wir wurden gezwungen, uns etwas anzugleichen, um die notwendigen Voraussetzungen für gute Ergebnisse zu schaffen", sagte Haug über die Neuzugänge wie Aldo Costa (früher Ferrari) oder Geoff Willis (früher Red Bull).
Bei Schumacher stieß die Maßnahme auf Zustimmung. Zur Verpflichtung von Aldo Costa sagte er: "Es ist ein Glück, dass er bei uns ist. Er ist ein Techniker von großer Kompetenz. Ross Brawn schätzt ihn sehr, und er ist mit offenen Armen empfangen worden." Brawn, das ist der Boss. Zu seinem "Superhirn" hat Haug weiter volles Vertrauen: "Er ist der erfolgreichste Teamchef der Branche, der mehr Weltmeisterschaften gewonnen hat als jeder andere."
Dies gilt auf Fahrerseite für Michael Schumacher, und der fühlt sich beileibe noch nicht zu alt für weitere Erfolge in der Königsklasse. "Ich bin 43, ich weiß nicht, ob ich mich mit dem 30-jährigen Schumacher vergleichen kann. Doch ich weiß, dass ich immer noch zu den Besten der Welt zähle, dass ich motiviert bin, dass mir die Formel 1 Spaß macht und dass die Mehrheit der Leute glücklich ist, dass ich noch dabei bin", sagte der 91-malige Grand-Prix-Sieger.
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Re (6): Naja........
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JAF99
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Re (3): Tick....Tick....Tick....
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Sandro_1956
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Re (2): Arnesen soll gehen - Schmadtke der Nachfolger?
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Tasmania_comes_back
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