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30.01.2012, 17:55

Prozess wird fortgesetzt - Einigung möglich

Sutil entschuldigt sich bei Lux

Der deutsche Formel-1-Fahrer Adrian Sutil muss sich seit Montag vor dem Amtsgericht München wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung verantworten. Gleich zum Auftakt entschuldigte sich Sutil bei seinem mutmaßlichen Opfer, dem luxemburgischen Geschäftsmann Eric Lux. Zwischen Sutil und Lux scheint auch eine außergerichtliche Einigung möglich zu sein, ein Urteil wird für die kommenden Tage erwartet.

Adrian Sutil
Adrian Sutil während des Prozesses vor dem Amtsgericht München.
© picture allianceZoomansicht

Auf der Siegesfeier des Großen Preises von China am 17. April 2011 in Shanghai soll es zu Streitigkeiten zwischen Sutil und Lux gekommen sein. Jedenfalls erlitt Lux im Verlauf der Auseinandersetzungen eine Wunde am Hals, die mit mehreren Stichen genäht werden musste. Die Verletzung stammt von einem Glas, Sutil beteuert jedoch, ohne Absicht gehandelt zu haben und sprach von einer "unabsichtlichen Bewegung".

Jedenfalls habe Sutil mehrfach versucht, sich bei Lux zu entschuldigen. Dieser blockte die Kontaktaufnahme aber jeweils ab. Lux habe erwartet, dass Sutil bei ihm persönlich vorstellig werden wird.

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Erst im Herbst letzten Jahres sei es dann zu einer Begegnung der beiden Streithähne gekommen. Eine außergerichtliche Einigung scheiterte aber an den finanziellen Vorstellungen, wie Sutil sagte. Dabei ging es "um einen zweistelligen Millionenbetrag", sagte der 29-Jährige.

Alle Schlichtungsversuche verliefen also im Sand, so sah man sich vor dem Amtsgericht München wieder. Am ersten Verhandlungstag wurde noch keine Entscheidung getroffen, die Vorsitzende Richterin Christiane Thiemann setzte für den Dienstag einen weiteren Verhandlungstag an.

Zum Auftakt entschuldigte sich Sutil für den Vorfall: "Ich habe das niemals gewollt. Ich habe das auch schon versucht, zu erklären. Es tut mir wahnsinnig leid", betonte Sutil am ersten von zwei geplanten Verhandlungstagen. "Es muss schon eine intensive Bewegung mit dem Glas auf den Körper gewesen sein, eine En-passant-Bewegung war es nicht", sagte allerdings ein als Experte geladener Gutacher über die mögliche Bewegung Sutils.

Hamilton erinnert sich nicht mehr

Allerdings arbeiten die Anwälte nach dem Ende des ersten Verhandlungstages nun doch an einer außergerichtlichen Einigung. Noch am Montagabend wolle man sich zusammensetzen, um über eine mögliche Übereinkunft zu reden.

Keine große Hilfe war am Montag Ex-Weltmeister Lewis Hamilton. Einer der besten Kumpels Sutils im Formel-1-Zirkus ließ schriftlich mitteilen, dass er sich an den betreffenden Abend nicht mehr erinnern könne. Anwesend war der Brite aber auf jeden Fall, immerhin war es seine Siegesfeier.

30.01.12
 
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