
Triumphator Vettel kehrt in Südkorea auf die Strecke zurück. Die restlichen vier Rennen der Saison will der Red-Bull-Pilot schon zur Vorbereitung für 2012 nutzen. Ein Titel aber ist auch 2011 noch zu vergeben.
"Wir haben jetzt noch diese vier Rennen, um viel zu lernen. Wir haben gewisse Freiheiten, bestimmte Dinge zu erforschen und sicherzustellen, dass wir nächstes Jahr noch stärker zurückkommen", geht Vettel schon jetzt seine nächste Mission, den Titel-Hattrick, an.
Der Red-Bull-Pilot gönnte sich nicht viel Zeit zum Feiern. Nach dem dritten Platz in Suzuka ließ er seine partywilligen Helfer nach dem Rennen sogar noch zwei Stunden warten und analysierte mit den Ingenieuren die Gründe für den verpassten Sieg. Genauso akribisch und zielorientiert will der Hesse auch die Saison zu Ende bringen: "Wir müssen weiter sehr hart arbeiten und mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben."
Das Team des Getränkeherstellers rast zudem schon in Südkorea der nächsten Titelsause entgegen. Red Bull führt in der Konstrukteurswertung derzeit mit 518 Punkten nach 15 Rennen. Holt das McLaren-Team (388 Zähler) am Sonntag (LIVE!-Ticker bei kicker online ab 8 Uhr MESZ) nicht mehr Punkte als Vettel und Teamkollege Mark Webber, ist Red Bull auch erneut Konstrukteurs-Weltmeister. Es wäre auch eine erneute Bestätigung für Red Bulls Stardesigner Adrian Newey, der bereits zum achten Mal einen Team-Triumph mit einem von ihm entworfenen Boliden feiern dürfte.
Red-Bull-Teamchef Christian Horner sagt denn auch klipp und klar: "Der Fahrertitel war der erste Teil, jetzt wollen wir auch den Konstrukteurstitel behalten. Im Team ist das fast noch wichtiger, es geht um das Prestige in der Boxengasse. Und schließlich wird auch der Bonus danach ausgezahlt." Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schüttet die Zuschüsse an die Teams aus dem Vermarktungstopf nach dem Ranking der Konstrukteurswertung aus.
1998 triumphierte McLaren letztmals in diesem Klassement. Ein erneuter zweiter Platz entspricht nicht dem Selbstverständnis der Briten. Auf der im Vorjahr eröffneten Strecke von Yeongam wollen Japan-Sieger Jenson Button und Kollege Lewis Hamilton zumindest den 700. Grand Prix für McLaren zu einem Erfolg machen. "Auch wenn die Fahrer-WM entschieden ist, haben wir nichts von unserem Ehrgeiz eingebüßt", erklärte Teamchef Martin Whitmarsh.
Auch Ferrari-Pilot Fernando Alonso hat trotz seiner erneuten WM-Niederlage gegen Vettel in diesem Jahr noch einiges vor. Dem Spanier gab Platz zwei in Suzuka wieder Auftrieb. Zudem gewann er in der vergangenen Saison die Südkorea-Premiere, wenn auch nur dank eines Motorschadens des souverän führenden Vettel. "Wir sind immer noch konkurrenzfähig. Also warum sollten wir nicht in den verbleibenden Rennen um den Sieg mitfahren können", gibt sich Alonso weiter angriffslustig.
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