Im zweiten Trainingsabschnitt am Freitag zum Grand Prix von Singapur herrschte nicht mehr so viel Durcheinander wie noch im 1. Freien Training. Die Kerbs hielten, Schrauben standen auch nicht mehr im Weg.
Die Bestzeit sicherte sich Vettel vor Alonso und Hamilton. Die Zeitabstände waren aber weitaus geringer als noch im ersten Freitagstraining.
Alonso war nur gut zwei Zehntel langsamer als Vettel, aber immerhin fünf Zehntel schneller als Hamilton. Deutlich wurde der Abstand zwischen den drei Topteams Red Bull, Ferrari und McLaren gegenüber dem Rest des Feldes. Dieser wurde von Michael Schumacher auf P6 angeführt, allerdings mit über zwei Sekunden Rückstand auf Vettel. Direkt hinter Schumacher platzierte sich Adrian Sutil im Force India, er hatte als Siebter eine knappe halbe Sekunde Rückstand auf den Mercedes-Piloten. Nico Rosberg im zweiten Mercedes kam auf P 15, verzichtete aber auf die superweichen Reifen.
Viele Teams nutzten zunächst einen Großteil des 2. Freien Trainings für Longruns mit den etwas härteren Reifen. Kamui Kobayashi im Sauber und Felipe Massa mit dem Ferrari schlugen auf der Anderson-Bridge seitlich an, fuhren aber unbeschadet weiter. Nicht so gut ging's für Jenson Button in Kurve 14 nach 40 Minuten aus. Der McLaren-Mercedes-Pilot ist dort nach einem Fahrfehler stehengeblieben, bekam den Rückwärtsgang nicht rein. Die Bremsen qualmten, der Brite stieg aus.
In den letzten 45 Minuten wurden nach und nach die Super-Soft-Reifen ausgepackt. Michael Schumacher "küsste" mit seinem Mercedes hinten rechts in Kurve 3 die Bande, hatte aber Glück und konnte ohne Schaden weiterfahren. Toro-Rosso-Pilot Sebastien Buemi schlug an der Mauer an und riss sich die Radaufhängung vorne rechts ab.
Dann setzten zunächst die Ferrari mit den neuen Pneus Ausrufezeichen in Form von schnellsten Runden. Es dauerte aber nicht lange, ehe Vettel zurückschlug und sich wieder an P1 setzte.
Während sich Hamilton noch zwischen die beiden Ferrari setzte, kassierte Webber mal wieder eine ernüchternde Niederlage. Er konnte nicht nur den Speed seines Teamkollegen nicht halten, sondern kam auch an Massa, Hamilton und Alonso nicht vorbei.
Fazit: Im Renntrimm war die Performance von Red Bull - zuvorderst die von Vettel - überragend und für die Konkurrenz beinahe erschreckend überlegen, mit den superweichen Reifen aber war der Vorsprung auf McLaren und Ferrari nicht so klar wie mit den Soft-Pneus.
Einige Fahrer lagen außerhalb der 107-Prozent-Marke. Für HRT und Virgin wird die Qualifikation schwierig, wenn Red Bull an der Spitze ein solches Tempo vorlegt.
Weltmeister Vettel hat vor dem 14. von 19 Rennen 284 Punkte auf dem Konto und 112 Zähler Vorsprung auf den neuen Gesamtzweiten Fernando Alonso (172). Mit anderen Worten: Sollte es Vettel in Singapur gelingen, seinen Vorsprung auf die Konkurrenz auf 125 Punkte auszubauen, ist dem Heppenheimer der zweite WM-Titel nicht mehr zu nehmen! Matchball Vettel!
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Re: Wie vergeigt es der Nivea-Man dies mal?
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Re (2): sisi
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Hyzenthlay
- 24.05.12, 02:58 - 7 mal gelesen
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