Das Jubiläum des siebenmaligen Weltmeisters Schumacher fand nach dem verpatzten Qualifying mit dem losen Hinterrad ein tolles Finish. "Ich habe viel Spaß gehabt. Der fünfte Platz ist das Maximum unserer Möglichkeiten", sagte Schumacher. Kurz vor Schluss überholte er auch noch seinen Teamkollegen Nico Rosberg, der somit als Sechster ins Ziel kam. "Das war ganz bestimmt kein Jubiläumsgeschenk", beteuerte Rosberg, der am Ende Sprit sparen musste.
In seinem "Wohnzimmer" in Spa ist Michael Schumacher auch nach 20 Jahren Formel 1 immer noch zu Höchstleistungen fähig. Mit seinem goldenen Jubiläums-Helm und angespornt von einem ungewöhnlichen Geschenk seines ersten Teamchefs Eddie Jordan erinnerte Schumacher an frühere Glanztaten.
"Ich hätte nicht allzu viele Einwände", antwortete der Rekordweltmeister nach seiner erfolgreichen Aufholjagd auf die Frage, ob er nicht gerne jedes Rennen in Spa fahren würde. Dort hatte am 25. August 1991 alles begonnen, dort schloss sich am Samstagabend bei Schumachers Jubiläums-Party im Mercedes-Motorhome auch endgültig der Kreis.
"Nach 20 Jahren: Ich habe ihm heute die Kupplung mitgebracht, die Michael damals gebraucht hätte", sagte Eddie Jordan, in dessen Auto Schumacher bei seinem Debüt am 25. August 1991 schon nach wenigen hundert Metern ausgerollt war - weil Jordan an einer neuen Kupplung gespart hatte.
Den Siegerschampus genoss jedoch wieder einmal Vettel. Der 24-Jährige blieb zu jeder Zeit des packenden Grand Prix Herr der Lage und fuhr eiskalt den verdienten Lohn ein.
Vettel genoss das Glücksgefühl als Fast-schon-Weltmeister, Jubilar Michael Schumacher erntete nach seiner 19-Plätze-Aufholgala Lobeshymnen. Im turbulenten Ardennen-Rennen ließ Formel-1-Champion Vettel bei seinem ersten Erfolg auf der belgischen Berg-und-Tal-Bahn seine WM-Rivalen Mark Webber, Jenson Button und Fernando Alonso hinter sich. "Ich bin sehr glücklich. Ich habe jede Runde genossen", sagte Vettel.
Nach zuletzt drei Rennen ohne Sieg baute der Red-Bull-Pilot durch seinen siebten Saisonerfolg seinen ohnehin riesigen Vorsprung in der Gesamtwertung aus, zumal Verfolger Lewis Hamilton nach einem Unfall ohne Punkte blieb. "Wir hatten große Sorgen, bevor wir ins Rennen gegangen sind. Wir sind ein großes Risiko eingegangen", verriet Vettel mit Blick auf seine Reifenprobleme. "Das Auto hat brillant funktioniert. Ich denke, es war das beste Rennen, das wir in diesem Jahr hatten", urteilte der Hesse daher erleichtert.
Im Gesamtklassement liegt er sieben Rennen vor Schluss mit 259 Punkten schon 92 Zähler vor seinem Stallrivalen Mark Webber (167), der am Samstag nicht nur seinen 35. Geburtstag feierte, sondern auch einen Vertrag für die kommende Saison erhielt.
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