Nur wenige Minuten zuvor hatte Heidfeld, der noch immer den verletzten Robert Kubica vertritt, großes Glück gehabt. Nur 71 Tage nach dem Schock von Barcelona, als er im dritten freien Training zum Grand Prix von Spanien im letzten Moment aus seinem brennenden Auto geklettert war, gab es für Heidfeld auf dem Hungaroring ein Deja-vu-Erlebnis - aber offenbar in noch schlimmerem Ausmaß.
"So eine Explosion habe ich bei einem Formel-1-Auto noch nie gesehen. Die Flammen kamen ein bisschen zu nah, das war extremer als damals in Barcelona. Zum Glück ist mir nichts passiert", sagte der Routinier nach seinem 183. Formel-1-Rennen.
Offenbar war eine Explosion der KERS-Batterie der Grund für den Brand an Bord des Renault. Heidfeld war gerade aus der Box gekommen, als auf der linken Seite Funken aus dem Renault schossen, nur wenige Meter später musste er seinen dann bereits brennenden Wagen abstellen. Streckenposten löschten den Brand umgehend mit Feuerlöschern.
"Der Stopp hat sehr lange gedauert. Ich glaube, hinten links hat irgendetwas geklemmt. Dadurch ist das Auto wahrscheinlich heiß geworden. Bei der Herausfahrt hat es schon ein bisschen gequalmt", berichtete Heidfeld, der dennoch auf die Strecke wollte: "Ich dachte, wenn ich Glück habe, hört es vielleicht auf. Aber es wurde mehr und mehr und da musste ich anhalten." In Barcelona Ende Mai hatte sich Öl am Auspuff entzündet.
Mit 34 WM-Zählern belegt Heidfeld derzeit Rang acht in der Gesamtwertung. Der nächste Grand Prix findet am 28. August im belgischen Spa-Franchorchamps statt.
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