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24.07.2011, 17:53

GP von Deutschland: Vettel rettet Rang vier

Hamilton triumphiert in der "grünen Hölle"

McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton schnappte sich in einem unterhaltsamen, abwechslungsreichen und spannenden Rennen am Nürburgring mit einer überzeugenden Vorstellung den Sieg vor Ferrari-Ass Fernando Alonso und Red-Bull-Fahrer Mark Webber. Weltmeister Sebastian Vettel holte sich beim Heimspiel in letzter Sekunde Rang vier vor dem Brasilianer Felipe Massa (Ferrari).

Toller Auftritt: McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton triumphierte in der "grünen Hölle" am Nürburgring.
Toller Auftritt: McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton triumphierte in der "grünen Hölle" am Nürburgring.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Formel-1-Weltmeisterschaft ist nach dem Großen Preis von Deutschland wieder ein Stück spannenender geworden. McLaren-Mercedes und Ferrari waren Red Bull in der Eifel überlegen, Nürburgringsieger Hamilton und der zweitplatzierte Alonso halten die Hoffnungen auf eine Aufholjagd in der WM aufrecht.

Hinter Vettel und Massa kamen mit Adrian Sutil (Force India) und den beiden Mercedes-Piloten Nico Rosberg und Michael Schumacher drei weitere deutsche Piloten auf den Plätzen sechs bis acht ins Ziel.

Timo Glock, der seinen Vertrag bei Virgin bis 2014 verlängert hat, kam auf Position 17 ins Ziel. Kein Glück hatte dagegen Nick Heidfeld. Der Renault-Pilot schied nach einer Kollision mit dem Schweizer Sebastien Buemi in der Anfangsphase des Rennens aus. Der Toro-Rosso-Pilot Buemi wird dafür beim nächsten Formel-1-Rennen am kommenden Sonntag in Budapest um fünf Startplätze nach hinten gesetzt. Die Rennkommissare sahen den Schweizer als Schuldigen des Unfalls mit Heidfeld, der spektakulär ins Kiesbett geflogen war.

Weltmeister Sebastian Vettel muss sich also weiter in Sachen Heimsieg gedulden. Der Gesamt-Führende der WM zeigte die bisher schwächste Performance in diesem Jahr, rettet mit einem Husarenstreich allerdings in der vorletzten Runde Rang vier. Schon beim Start büßte der Red-Bull-Pilot ein, kurze Zeit später leistete er sich einen Dreher und hatte mit dem spannenden Kampf um die Spitze nie etwas zu tun. Kurz vor Rennende aber kam er zusammen mit dem bis dahin viertplatzierten Massa zur Box und vor dem Brasilianer zurück auf die Strecke.

Trotz dieses Rückschlags führt Vettel die WM-Wertung nach zehn von 19 Grand Prix mit 216 Punkten weiterhin klar an. Sein Teamkollege Webber (139) weist nun noch 77 Zähler Rückstand auf. Hamilton (134) ist neuer Gesamtdritter vor Alonso (130).

Der Rennverlauf

Beide Red Bull erwischten nicht den besten Start und verloren jeweils eine Position. Hamilton übernahm im McLaren die Spitze, und Alsonso drückte sich an Vettel vorbei auf Platz drei. Der Spanier konnte sich aber nicht lange über den Podest-Platz freuen. In der zweiten Runde geriet sein Ferrari kurz neben die Strecke, Vettel schlupfte innen durch. Auch Rosberg und Schumacher machten am Start Boden gut. Beide Mercedes-GP-Piloten verbesserten sich auf Platz fünf bzw. acht. Großer Verlierer waren Heidfeld und di Resta, die nach der ersten Schikane aneinander gerieten, viel Boden verloren und das Rennen von hinten wieder aufnehmen mussten.

Vettel rutscht auf dem Gras aus

Vettel konnte sich nur bis zur achten Runde gegen den stark aufkommenden Alonso wehren und wurde vom Spanier mit einem klassischen Ausbremsmanöver wieder passiert. Kurze Zeit später wurde es für den Titelverteidiger noch bitterer. Beim Anbremsen einer Kurve kam er mit den beiden rechten Reifen auf das nasse Gras und drehte sich. Gerade noch vor den Kampfhähnen Rosberg und Massa auf Platz fünf und sechs kam er auf die Strecke zurück.

Schlechter erging es Renault-Pilot Heidfeld, der nach einer spektakulären Kollision mit Buemi ausschied. Der ramponierte Bolide stand im Kiesbett.

Heißer Dreikampf um die Spitze

Ab der zwölften Runde entwickelte sich an der Spitze ein packender Dreikampf zwischen Hamilton, Webber und Alonso. Auch nach den jeweiligen Reifenwechsel der Konkurrenten - mit Webber als neuem Führenden - konnten sich die Zuschauer über eine Fortsetzung des Grand-Prix-Krimis freuen. Vettel hatte aber seinen vierten Platz an Massa verloren und kämpfte mehr mit einem unwilligen Red Bull als mit der Konkurrenz.

Bilder vom GP von Deutschland 2011
Hamiltons Triumph in der Eifel
Regen war am Nürburgring immer ein Thema. Letztendlich blieb das befürchtete Wetterchaos aber aus.
Wolkenverhangen

Regen war am Nürburgring immer ein Thema. Letztendlich blieb das befürchtete Wetterchaos aber aus.
© picture alliance

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Mittlerweile ging es auch im Mittelfeld hoch her. Petrov entpuppte sich in seinen Lotus-Renault als eine Art Hindernis-Wagen, an dem alle vorbei wollten und mussten. In dieser Phase musste Schumacher seine durchaus vorhandenen Chancen auf eine gute Platzierung mit einem Dreher begraben.

Führungswechsel nach dem zweiten Stopp - Hamilton vor Alonso

Der Kampf an der Spitze hatte sich gegen Rennmitte beruhigt. Die Abstände zwischen Webber, Hamilton und Alonso waren über eine Sekunde angewachsen, so dass das DRS-System nicht mehr zum Einsatz gebracht werden durfte. Das Spitzen-Trio hatte sich aber vom Rest des Feldes fast eine halbe Minute abgesetzt. Die zweite Runde der Reifenwechsel wirbelte die ersten drei aber wieder durcheinander. Plötzlich führte Hamilton vor Alonso und Webber, der Dreikampf um den Sieg konnte weiter gehen.

Dabei setzte sich Hamilton im McLaren-Mercedes sukzessive von Alonsos Ferrari ab. Auch Webber hatte Probleme, Alonsos Speed mitzugehen und fiel um gut fünf Sekunden zurück. In der Zwischenzeit versuchte Vettel sich per Boxenstopp, an Massa vorbeizuquetschen. Die Crew war jedoch einen Hauch zu langsam, so dass der Heppenheimer weiterhin das Heck von Massas Ferrari besichtigen durfte.

Wer wird Weltmeister 2011 - Sie entscheiden
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Die Positionen schienen bis zur 50. von 60 zu fahrenden Runden bezogen. Alle Spitzenfahrer hatten bis dahin aber nur auf weichen Reifen gestanden. Der Pflichtwechsel zu den harten Pneus stand für alle noch an. Dabei konnte Alonso zwei Runden länger auf den weichen bleiben als der Brite. Doch es nützte nichts. Hamilton konnte seine beiden Runden mit den frischen harten Reifen nutzen und Alonso hinter sich lassen. Webbers Rückstand war schon zu groß geworden, als dass der Australier im Kampf um den Sieg noch hätte eingreifen können.

 

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