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07.06.2011, 19:15

Die Kritik an der Neuansetzung wird immer lauter

Ecclestone: "Am besten schieben wir Bahrain"

Die Kritik an der Neuansetzung des Grand Prix von Bahrain hat Bernie Eclestone auf den Plan gerufen. Der Formel-1-Boss regt sogar eine erneute Verschiebung des Rennens an. "Am besten schieben wir Bahrain auf das Ende der Saison und, wenn es sicher und in Ordnung ist, dann gehen wir hin. Wenn nicht, dann gehen wir nicht und es gibt keine Probleme", sagte der Brite. Auch die Teams sprachen sich gegen den 30. Oktober aus.

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Kehrtwende: Bernie Ecclestone, links neben Sebastian Vettel, denkt an eine Verschiebung des Bahrain-GP.
Kehrtwende: Bernie Ecclestone, links neben Sebastian Vettel, denkt an eine Verschiebung des Bahrain-GP.
© picture alliance Zoomansicht

Nach Angaben des "Daily Telegraph" habe Ecclestone bereits in einem Brief die Teams zum Protest gegen den Weltverbands-Beschluss aufgefordert und ein erneutes Votum ins Spiel gebracht. Der Motorsport-Weltrat hatte den wegen blutiger Unruhen abgesagten Grand Prix für den 30. Oktober neu terminiert. Das eigentlich für den 30. Oktober geplante Rennen in Indien soll nun als Saisonabschluss voraussichtlich am 11. Dezember ausgetragen werden.

Doch die Kritik an der Neuansetzung des Bahrain-Grand-Prix wird immer massiver, die Sicherheitsbedenken wachsen. Der britische Sportminister Hugh Robertson warnte vor einem "Desaster", da mit Protesten am Rande des Rennens zu rechnen sei. "Und das ist eine Gefahr", sagte Robertson dem "Daily Telegraph". Politik dürfe nicht über den Sport bestimmen. "Wenn das passiert, führt das zum Desaster", sagte Robertson.

Der Präsident des Zentrums für Menschenrechte in Bahrain, Nabeel Rajab, hatte bereits zuvor vor Aufruhr gewarnt. Die Menschen sind erschüttert und haben am Renntag zum Tag des Zorns aufgerufen, um in jeder Stadt Bahrains ihren Ärger über die Regierung darüber kundzutun, wie sie mit ihrem eigenen Volk umgeht", sagte Rajab.

"Es ist sehr traurig zu hören, dass Profitstreben und wirtschaftliche Interessen einen höheren Stellenwert haben als die Menschenrechte in dieser Region", vermutet Rajab reine Profitgier hinter der Entscheidung des Motorsport-Weltrats.

Auch im Fahrerlager sorgt die Neuansetzung immer mehr für Kopfschütteln. Williams-Pilot Rubens Barrichello verlangte im Namen aller Kollegen auf der brasilianischen Internetseite "Totalrace" Gewissheit über die Sicherheit. "Alle Fahrer haben Bedenken und wollen Sicherheit", sagte der Sprecher der Fahrervereinigung GPDA. "Natürlich müssen wir alle mehr reisen und arbeiten. Die Teams haben insgesamt mehr zu tun. Aber das, was für uns Fahrer wirklich zählt, ist die Sicherheit. Der Rest interessiert nicht", sagte Barrichello.

Auch die Teams wollen am 30. Oktober nicht starten. Die zwölf in der Teamvereinigung FOTA organisierten Rennställe hätten sich in einem Schreiben gegen den Nachholtermin ausgesprocehn, berichtete das Fachmagazin "Autosport".

07.06.11
 
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