Der Australier will nach Platz fünf zum Auftakt in Melbourne, Platz vier in Malaysia, Platz drei in China und zuletzt dem zweiten Rang in der Türkei endlich siegen. Wie im letzten Jahr, als der 34-Jährige nach schwierigem Saisonstart in Barcelona erstmals triumphierte. "Das wäre eine schöne Zugabe an die schönen Erinnerungen, die ich hier habe", sagte Webber.
Vettel reist als klar Führender der WM-Gesamtwertung mit drei Siegen aus vier Rennen zum Circuit de Catalunya. Technisch aufgerüstet wollen Lokalmatador Fernando Alonso (Ferrari), Lewis Hamilton und Jenson Button (McLaren) sowie Vettels Red-Bull-Teamkollege Mark Webber dem Spitzenreiter endlich Paroli bieten.
Für Mercedes-Pilot Michael Schumacher wäre es nach frustrierenden ersten vier Rennen schon ein Erfolg, in Podest-Reichweite zu fahren. "Ich war mit meinem Wochenende in der Türkei nicht zufrieden, aber als Team haben wir deutliche Anzeichen von Verbesserungen gesehen - das gibt meiner Motivation einen frischen Schub", sagte der siebenmalige Champion, der mit bislang sechs Punkten Stallrivale Nico Rosberg (20 Zähler) ebenso hinterherfährt wie den eigenen Ansprüchen.
Das Maß der Dinge ist inzwischen Vettel. Der 23-Jährige fährt nach drei Siegen aus vier WM-Läufen und 93 von 100 maximal möglichen Punkten in einer eigenen Liga. "Auto und Fahrer sind bärenstark. Der Einzige, der ihm zur Zeit gefährlich werden kann, ist aus meiner Sicht Lewis Hamilton", sagte Force-India-Pilot Adrian Sutil, dem eventuell noch juristischer Ärger ins Haus steht.
Um Vettel zu gefährden, muss Sutil-Kumpel Hamilton aber schnell wieder auf Touren kommen. Nach seinem Sieg in China verpasste der 26-Jährige bei der diesjährigen Europa-Premiere zuletzt in Istanbul das Podest. "Wir haben in der Türkei nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft. Ich hoffe, dass wir diesmal wieder einen Schritt nach vorne machen können", sagte Hamilton.
Auch Alonso, für den der dritte Platz in Istanbul zumindest ein Hoffnungsschimmer war, ist angesichts seiner vielen Fans in Barcelona zuversichtlich. "In Barcelona den Heim-Grand-Prix zu bestreiten, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Die Motivation ist besonders hoch und es gibt mehr Druck, weil die Fans viel erwarten", sagte der zweimalige Weltmeister, der mit einem neuen Unterboden und veränderten Flügeln vor heimischem Publikum siegen will.
Einbremsen könnte die Red Bulls indes der Automobil-Weltverband FIA, der das komplexe Auspuffsystem nach dem Spanien-Lauf verbieten will. Bei Red Bull soll diese Technik besser als bei den Konkurrenten funktionieren und einer der Gründe für die bisherige Überlegenheit sein.
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