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28.02.2011, 13:47

Daimler hält nun 60, Aabar 40 Prozent

Brawns letzte Anteile gehen an Mercedes

Der Formel-1-Rennstall Mercedes Grand Prix befindet sich künftig zu 100 Prozent in Händen der Daimler AG und Aabar Investments. Damit hat Mercedes die komplette Kontrolle über sein Formel-1-Team. Gemeinsam mit Daimler-Großaktionär Aabar aus Abu Dhabi übernahmen die Stuttgarter die restlichen 24,9 Prozent der Anteile von Vorbesitzer Ross Brawn, der weiterhin Teamchef bleibt.

Künftig ein 100-prozentiges Mercedes-Produkt: Der MGP W02, hier mit Michael Schumacher am Steuer beim Test in Barcelona.
Künftig ein 100-prozentiges Mercedes-Produkt: Der MGP W02, hier mit Michael Schumacher am Steuer beim Test in Barcelona.
© imagoZoomansicht

Daimler hat seinen Kapitalanteil von bisher 45,1 Prozent auf 60 Prozent aufgestockt, Aabar erhöhte auf 40 Prozent. Die Transaktion erfolgt vorbehaltlich der Freigabe durch das Bundeskartellamt.

"Unsere Mehrheitsbeteiligung zeigt unsere Entschlossenheit, das Formel-1-Engagement langfristig auf eine noch erfolgreichere Basis zu stellen", sagte der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche: "Unsere Unternehmensgründer haben vor 125 Jahren das Auto erfunden, und der erste Mercedes war ein Rennwagen. Wir sehen unser Formel-1-Programm deshalb auch als wichtigen Bestandteil unserer Marken-Geschichte."

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Mercedes, das erneut mit dem Stammpiloten-Duo Michael Schumacher und Nico Rosberg an den Start geht, hatte im November 2009 gemeinsam mit Aabar 75,1 Prozent der Anteile des damaligen Weltmeisterteams Brawn GP übernommen. Ross Brawn hatte knapp ein Jahr zuvor gemeinsam mit Team-Geschäftsführer Nick Fry und weiteren Geldgebern nach dem Formel-1-Ausstieg von Honda den Rennstall der Japaner gekauft. 2009 gewann Brawn in Eigenregie mit Jenson Button den Fahrertitel sowie den WM-Titel bei den Konstrukteuren.

Weil das Team bislang im Bereich Simulator deutlichen Nachholbedarf im Vergleich zu Weltmeister Red Bull oder McLaren-Mercedes hat, wird im Laufe dieses Jahres ein solcher gebaut. Der neue Simulator kostet bis zu zehn Millionen Euro. Bei solchen Investitionen müssen die Stuttgarter die englischen Partner um Brawn künftig nicht mehr fragen, ob sie die Kosten gemäß ihrer Beteiligung mittragen wollen.

28.02.11
 
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