Nach einer von zahlreichen Problemen belasteten Premierensaison, die der Rennstall des britischen Milliardärs Sir Richard Branson auf dem letzten Platz der Konstrukteurswertung abgeschlossen hat, soll im zweiten Jahr der Anschluss zum Mittelfeld hergestellt werden.
Dabei setzt Teamchef John Booth vor allem auf den Wersauer Timo Glock: "Timo hat in der vergangenen Saison trotz schwieriger Umstände einen ausgezeichneten Job gemacht. Er hat über den Winter hart an sich gearbeitet und ist physisch wie psychisch in einer Top-Verfassung." An der Seite von Glock geht der Belgier Jerome D'Ambrosio an den Start. Der 25-Jährige war in der vergangenen Saison in der GP2 und als Testfahrer für Virgin im Einsatz.
Wie beim Vorgängermodell "VR-01" zog Virgin bei der aerodynamischen Entwicklung ein Computerprogramm dem Windkanal vor. "Wir haben in der vergangenen Saison bewiesen, dass man mit einem Auto konkurrenzfähig sein kann, das komplett am Computer entworfen wurde", so der Technische Leiter Nick Wirth, der sich überzeugt zeigte, in der Entwicklung "einen Schritt nach vorne gemacht" zu haben.
Der neue Wagen hat eine etwas nach unten gezogene Nase. Farblich kommt das erste Auto wieder in Rot und schwarz daher. Erstmals getestet wird es von diesem Donnerstag an, wenn in Jerez die zweite Runde der offiziellen Formel-1-Testfahrten beginnt.
Virgin gab zudem bekannt, im neuen Jahr mit einer russischen Lizenz an den Start zu gehen. Darauf habe man sich nach einer Absprache mit der britischen Motor Sports Association (MSA) geeinigt, sagte Teampräsident Graeme Lowdon. "Es ist unseren Investoren sehr wichtig", sagte Lowdon mit Blick auf den neuen Teilhaber Marussia, einen Sportwagenhersteller aus Russland.
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