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09.09.2010, 13:59

Red-Bull-Pilot vor dem richtungsweisenden Rennen in Monza

Sebastian Vettel: "Jammern lenkt nur ab"

Wenn Sebastian Vettel im WM-Titelkampf noch ein Wörtchen mitreden möchte, dann darf er sich keinen Ausrutscher mehr leisten. Ohne die Patzer und das viele Pech in dieser Saison würde Vettel möglicherweise mit einem großen Vorsprung die Fahrerwertung anführen. Nun will der Heppenheimer in Monza wieder Boden gut machen. "Wenn und Aber bringt mir nichts", so Vettel.

Ist der Traum vom Titel schon bald ausgeträumt? Für Sebastian Vettel geht es in Monza um viel.
Ist der Traum vom Titel schon bald ausgeträumt? Für Sebastian Vettel geht es in Monza um viel.
© imagoZoomansicht

In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte Vettel: "Was hätte ich davon zu jammern. Das lenkt einen nur vom Wesentlichen ab." Das Wesentliche - das ist zum Beispiel die Ausgangslage vor dem Großen Preis von Italien: 31 Punkte liegt Vettel hinter dem WM-Führenden Lewis Hamilton, 28 Punkte hinter seinem Teamkollegen Mark Webber. Ein erneutes Verfehlen der Punkteränge wie zuletzt in Belgien würde wohl das endgültige Aus aller übriggebliebenen Titelhoffnungen bedeuten.

Boden gut machen, heißt es also - und dass, obwohl der Hochgeschwindigkeitskurs in Monza gewissermaßen eine "Anti-Red-Bull-Strecke" ist. "Ich denke, wir werden es nicht leicht haben aufgrund der langen Geraden, aber wir werden versuchen, das Beste herauszuholen", so Vettel.

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Das milde Urteil gegen Ferrari nimmt Vettel nüchtern hin: "Die Entscheidung ist gefallen. Ich konzentriere mich jetzt voll auf die letzten sechs Rennen. Da will ich das Maximum herausholen." Hätte die FIA durchgegriffen und wegen der vermeintlichen Stallorder beim Rennen in Hockenheim die Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa disqualifiziert, wäre Vettel zum Sieger erklärt worden und hätte nun zehn Punkte mehr auf dem Konto.

Im Kampf um die teaminterne Hackordnung weist Vettel die Ansprüche von Mark Webber zurück. Der Australier hatte vorgeschlagen, sich im WM-Interesse auf ihn als die Nummer 1 zu konzentrieren. Doch Vettel sieht dazu solange keinen Grund, "solange jeder noch die Möglichkeit hat, den Titel zu holen". Davon abgesehen gelte auch hier, dass Stallorder natürlich verboten sei.

Webber selbst äußerte sich gegenüber der BBC zum gemeinsamen Ziel der beiden Red-Bull-Fahrer, die Konstrukteursweltmeisterschaft zu gewinnen. Das Team hätte "noch einige Entwicklungen in der Pipeline", so der 34-Jährige.

09.09.10
 
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