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09.09.2010, 14:14

Pressestimmen zum Urteil gegen Ferrari in der Teamorder-Affäre

"Ferrari hat gesiegt. Die FIA hat die richtige Entscheidung getroffen."

Zum Urteil gegen Ferrari in der Teamorder-Affäre zeigte sich die internationale Presse mit unterschiedlichen Meinungen. In Italien wurde die Entscheidung der FIA als "Sieg" gefeiert, in Monza werde jetzt "das Rennen der Wahrheit gefahren", so der Corriere dello Sport. Kritik kommt vor allem aus Frankreich und Großbritannien.

Felipe Massa
Aufatmen bei Ferrari und Felipe Massa: Das Team aus Maranello muss keine weiteren Strafen befürchten.
© imagoZoomansicht

Italien

La Gazzetta dello Sport: "Ferrari, ein Mannschaftssieg. Jetzt wird die Stallorder genehmigt."

Tuttosport: "Ferrari ist freigesprochen. Die Teamorder-Heuchelei hat ein Ende."

Corriere dello Sport: "Ferrari hat gesiegt. Die FIA hat die richtige Entscheidung getroffen. In Monza wird das Rennen der Wahrheit gefahren."

Großbritannien

Daily Telegraph: "Ob man für oder gegen die Teamorder ist: Wenn die FIA selbst in einem so offensichtlich Fall ihre eigenen Regeln nicht durchsetzen kann, dann muss man diese Regel überdenken."

The Guardian: "Der Motorsport-Weltrat hat richtig gehandelt und nicht eine spannende Formel-1-Saison durch den Abzug von den 25 Punkten zerstört, die Alonso in Deutschland eingesammelt hat. Damit wäre er aus dem Titel-Fünfkampf gefallen. Allerdings waren allgemein eine Erhöhung der Geldstrafe und Punktabzüge für das Team - statt für den Fahrer - erwartet worden. Am Ende kann man sagen, dass sich der gesunde Menschenverstand durchgesetzt hat."

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The Times: "Das Feuerwerk eines der größten politischen Streits der Saison innerhalb der Formel 1 entpuppte sich als Rohrkrepierer der Verzögerungen und Verbeugungen gegenüber einem der größten Teams des Sports."

Daily Mail: "Die Formel 1 hat ihr Regelwerk in drei Stunden zerrissen, indem sie Ferraris Manipulation des deutschen Grand Prix erstaunlicherweise entschuldigt hat. Es gibt den Gesetzgeber des Sports dem Hohn preis."

Frankreich

Le Figaro: "Das milde Urteil der FIA wird keine allgemeine Zustimmung finden. Das Thema Stallorder ist sensibel, weil es vor allem darum geht, das Publikum zu überzeugen, dass der Formel-1-Zirkus und die Fahrer nicht von geheimen Absprachen gelenkt werden."

09.09.10
 
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