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30.07.2010, 17:05

Freies Training zum GP von Ungarn

Vettel vor Alonso und Webber

Sebastian Vettel war am Freitag zum Trainingsauftakt beim Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring nicht zu schlagen. Der Heppenheimer im Red Bull legte in 1:20,087 Minuten die schnellste Runde hin. Hockenheim-Skandalsieger Fernando Alonso schob sich im Ferrari zwischen Vettel und dessen Teamkollegen Mark Webber auf Platz zwei. Der Spanier hatte knapp eine halbe Sekunde Rückstand auf Vettel.

Sebastian Vettel, Red Bull Racing
Erfolgreich im Kampf gegen die Uhr: Sebastian Vettel.
© picture-allianceZoomansicht

Vettel ist damit heißer Kandidat für den Sieg im Qualifikationstraining am Samstag. Bereits in Hockenheim hatte Vettel das entscheidende Zeittraining gewonnen und sich die Pole Position gesichert. Am Ende sprang Rang drei hinter den beiden Ferraris heraus.

Gut lief es für den Emmericher Nico Hülkenberg, der im Williams mit Rang acht überzeugte. Abermals gehörigen Abstand zu den Topzeiten hatte Rekordweltmeister Michael Schumacher. Als Zehnter war der 41-Jährige im Silberpfeil 1,686 Sekunden langsamer als Vettel. Sein Mercedes-Stallkollege Nico Rosberg aus Wiesbaden musste sich gar mit Rang 13 begnügen.

Für den bei Renault gehandelten Gräfelfinger Adrian Sutil reichte es im Force India nur zu Platz 16. Der Wersauer Timo Glock kam im weiterhin überforderten Virgin nicht über Rang 20 hinaus.

Im 100. Grand Prix von Red Bull will Vettel am Sonntag (14.00 Uhr) den Druck auf das WM-Führungsduo Lewis Hamilton und Jenson Button von McLaren erhöhen. "Wir sollten schon längst an der Spitze sein. Budapest ist eine weitere gute Gelegenheit", sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko. "Es wäre gut, wenn wir mit einem Vorsprung oder wenigstens Gleichstand in die Sommerpause gehen könnten", forderte der Österreicher.

Vor dem Rennen am Sonntag hat der konstant punktende Hamilton 21 Zähler Vorsprung auf Webber und Vettel. "Wir hätten viel mehr Punkte mitnehmen können", trauerte Vettel am Freitag vergebenen Chancen nach. "Jetzt müssen wir uns darauf konzentrieren, dass es bei den nächsten Rennen eben viel mehr werden."

Ich bewerte diese Zeiten nicht über, auch wenn das bei Betrachtung der Zahlen leicht passieren könnte.Trainingsweltmeister Sebastian Vettel.

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Vor der kurzen Sommerpause will derweil Mercedes nach zuletzt schwachen Resultaten noch einmal Selbstvertrauen gewinnen. "So schwierig wie in diesem Jahr war es noch nie", gestand Motorsportchef Norbert Haug. Das Auto "ist am Limit", so Haug. "Das hat gar nichts mit den Fahrern zu tun."

Drei Geldstrafen - Force Indias Reifenchaos

Die FIA verhängte nach dem Trainingstag drei Geldstrafen. Ferrari-Pilot Fernando Alonso (1200 Euro für 65,2 statt 60 km/h) und Lotus-Fahrer Heikki Kovalainen (6000 Euro für Tempoüberschreitung) wurden ebenso zur Kasse gebeten wie Adrian Sutils Team Force India. Der Rennstall hatte zum zweiten Mal in Folge falsche Reifen aufgezogen und bekam nach einer Verwarnung am Hockenheimring nun eine Geldbuße von 5000 Euro aufgebrummt. In Hockenheim war Sutils Auto mit den Reifen des Wagens von Teamkollege Vitantonio Liuzzi bestückt worden und umgekehrt. Diesmal fuhr Testpilot Paul di Resta im freien Training am Freitag mit nicht für diesen Tag zugelassenen Reifen.


Freies Training (Kombination aus beiden Sessions)

1. Sebastian Vettel (Heppenheim) Red-Bull-Renault 1:20,087 Minuten, 2. Fernando Alonso (Spanien) Ferrari 1:20,087, 3. Mark Webber (Australien) Red-Bull-Renault 1:20,597, 4. Felipe Massa (Brasilien) Ferrari 1:20,986, 5. Witali Petrow (Russland) Renault 1: 21,195, 6. Lewis Hamilton (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:21, 308, 7. Robert Kubica (Polen) Renault 1:21,375, 8. Nico Hülkenberg (Emmerich) Williams-Cosworth 1:21,623, 9. Jenson Button (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:21,730, 10. Michael Schumacher (Kerpen) Mercedes 1:21,773, 11. Pedro de la Rosa (Spanien) Sauber-Ferrari 1:21,809, 12. Rubens Barrichello (Brasilien) Williams-Cosworth 1:21,844, 13. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1: 22,039, 14. Kamui Kobayashi (Japan) Sauber-Ferrari 1:22,212, 15. Jaime Alguersuari (Spanien) Toro-Rosso-Ferrari 1:22,469, 16. Adrian Sutil (Gräfelfing) Force-India-Mercedes 1:22,507, 17. Sebastien Buemi (Schweiz) Toro-Rosso-Ferrari 1:22,602, 18. Vitantonio Liuzzi (Italien) Force-India-Mercedes 1:23,138, 19. Paul di Resta (Großbritannien) Force-India-Mercedes 1:23,520, 20. Jarno Trulli (Italien) Lotus-Cosworth 1:24,553, 21. Heikki Kovalainen (Finnland) Lotus-Cosworth 1:25,210, 22. Timo Glock (Wersau) Virgin-Cosworth 1: 25,376, 23. Lucas di Grassi (Brasilien) Virgin-Cosworth 1:25,669, 24. Bruno Senna (Brasilien) Hispania-Cosworth 1:26,745, 25. Sakon Yamamoto (Japan) Hispania-Cosworth 1:26,798 (Paul di Resta war am Vormittag anstelle des Stammpiloten Vitantonio Luzzi im Einsatz)

30.07.10
 
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