Ecclestone hat im Fahrerlager weiter einige Sorgenkinder. "Ich wäre nicht überrascht, wenn es ein bis zwei Teams nicht bis zum Ende der Saison durchhalten." Für den Formel-1-Chef sind offensichtlich vor allem die neuen Teams gefährdet. "Es hat viel Geld gekostet, einige angeschlagene Teams zu halten", erklärte er.
Von den drei Neulingen würde Ecclestone lediglich Lotus ungern wieder verlieren. Dagegen machte er deutlich, auf Timo Glocks Virgin-Rennstall und das spanische Projekt HRT durchaus verzichten zu können. "In Wahrheit haben sie uns keinen Gegenwert gebracht. Wenn diese Teams nicht mehr da wären, würden die Zuschauerzahlen nicht sinken, keiner würde den Fernseher abschalten, keine Zeitung würde aufhören zu berichten", befand Ecclestone vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag.
Keinem der drei neuen Teams gelang es bisher, auch nur einen einzigen WM-Punkt einzufahren.
Angesichts von derzeit zwölf Teams macht sich der Formel-1-Boss aber auch keine Sorgen, dass das Starterfeld künftig zu klein sein könnte. Die FIA werde bald den 13. Startplatz vergeben. "Außerdem wollen wir zehn Teams als Mindestzahl", so der 79-Jährige.
Nicht mehr zu den aktuellen Sorgenkindern gehört offenbar Renault. "Es war bei denen einfach so, dass ein Anteilseigner kein Geld aus einem anderen Unternehmen seiner Gruppe abziehen wollte, weil man dafür extra eine Vorstandssitzung hätten einberufen müssen", erklärte Ecclestone: "Sie haben das Geld von mir nicht bekommen. Und sie haben diese kleine Krise überwunden. Alles ist gut."
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