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22.03.2010, 20:28

Mercedes-Sportchef Haug erwartet keine Wunderdinge

Schumacher will Vettel ärgern

Mercedes-Pilot Michael Schumacher, mehrfacher Rekordhalter in Melbourne, freut sich auf den kommenden Grand Prix von Australien. Nach dem sechsten Platz in Bahrain bei seinem Renncomeback nach über dreijähriger Pause, will der Rekordweltmeister am Sonntag (LIVE!-Ticker ab 8 Uhr MESZ) in Melbourne die Favoriten Sebastian Vettel und Fernando Alonso ärgern.

Volle Konzentration auf Melbourne: Mercedes-GP-Pilot Michael Schumacher.
Volle Konzentration auf Melbourne: Mercedes-GP-Pilot Michael Schumacher.
© picture allianceZoomansicht

Mit dem Auftakt in Bahrain kann Schumacher nach eigener Aussage hervorragend leben. "Der sechste Platz war gut für mich, vor allem wenn man bedenkt, wie selten ich seit meinem Rücktritt ein Formel-1-Auto gefahren bin", sagt der Mercedes-Pilot: "Melbourne wird mir sicher helfen, noch mehr in den Rhythmus zu kommen. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf."

Australien sei für ihn immer ein Highlight im Formel-1-Kalender gewesen, sagt der 41-Jährige: "Das hat sich für mich in all den Jahren nie geändert." Kein Wunder, denn Schumacher triumphierte in Down Under bereits viermal, so häufig wie kein anderer Pilot. Zudem stellte er bei seinem letzten Sieg im Jahre 2004 den bis heute gültigen Streckenrekord auf dem Albert Park Circuit auf. Mit seinem damaligen Ferrari benötigte der heutige Mercedes-Pilot 1:24,125 Minuten für die schnellste Umrundung und erreichte dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 226,933 km/h.

Haug erwartet keine Wunderdinge von Schumacher

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug erwartet trotz aller Zuversicht aber noch keine Wunderdinge von Schumacher: "Ich erwarte in Melbourne ein schwieriges Rennen für uns. Die Basis unseres Autos ist gut, und jeder im Team arbeitet hart und konzentriert, aber es wird trotzdem eine Weile dauern, um die nächsten Entwicklungsschritte umzusetzen und die Lücke zur Spitze des Feldes zu schließen."

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Die Spitze bildeten in Bahrain Ferrari und vor allem Red Bull. Sebastian Vettel will seinem einstigen Idol erneut einen Strich durch die Rechnung machen. "Wäre alles normal verlaufen, hätte ich in Bahrain gewonnen", sagt Vettel. Der Red-Bull-Pilot musste wegen einer defekten Zündkerze den schon sicher geglaubten Sieg aus den Händen geben und letztlich mit einem vierten Rang zufrieden sein.

Vettel: "Ich glaube, es kommt viel Positives"

"Ich habe mir nichts vorzuwerfen", sagt Vettel und blickt nach vorn: "Ich glaube, es kommt diese Saison sehr viel Positives. Unser Auto funktioniert - im Qualifying und im Rennen. Und das stimmt mich optimistisch." Durch Vettels Pech war für Fernando Alonso (Spanien) und Felipe Massa (Brasilien) der Weg zum Ferrari-Doppelsieg frei. Das Team aus Maranello sieht Vettel auch in Melbourne als seinen schärfsten Rivalen.

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