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05.01.2010, 15:04

Franzose ist neuer Renault-Teamchef

Boullier beerbt Bell

Eric Boullier übernimmt als Teamchef bei Renault. Der Franzose tritt damit indirekt die Nachfolge von Flavio Briatore an, der nach dem Crash-Skandal von Singapur entlassen wurde. Übergangsweise hatte der technische Direktor Bob Bell den Posten des Teamchefs inne. Boullier kündigte nun an, sich ausschließlich um sportliche und Wettbewerbsaspekte zu kümmern. Bell ist für das Design, den Bau und die technische Entwicklung des Autos zuständig.

Intermezzo beendet: Bob Bell war übergangsweise Teamchef bei Renault.
Intermezzo beendet: Bob Bell war übergangsweise Teamchef bei Renault.
© imagoZoomansicht

Der Franzose Eric Boullier ist neuer Teamchef des Formel-1-Teams Renault. Das gab der Rennstall, an dem im Dezember die Luxemburger Kapitalgesellschaft Genii von Gerard Lopez die Mehrheit übernommen hatte, am Dienstag bekannt.

Der 36-Jährige Boullier, der von 2003 bis 2009 Direktor des GP2-Teams DAMS war, hatte zuletzt die Geschäfte der Managementfirma Gravity geleitet, die auch zu Genii gehört.

Bollier: "Die Spitze herausfordern"

"Ich bin sehr stolz darauf, als Teamchef zu Renault zu stoßen. Renault ist einer der berühmtesten und erfolgreichsten Namen im Motorsport und ich freue mich darauf, das Team in die neue Saison zu führen", sagte Boullier: "In der Vergangenheit hat Renault demonstriert, dass es eines der Top-Teams der Formel 1 ist. Und ich bin sicher, dass wir mit harter Arbeit und Hingabe die Spitze wieder herausfordern können."

Die große Formel-1-Umfrage

Renault hat nach dem Abgang des Spaniers Fernando Alonso zu Ferrari bislang lediglich den Polen Robert Kubica von BMW Sauber unter Vertrag genommen. Das zweite Cockpit ist noch frei.

"Der zweite Fahrer soll in der Lage sein, Punkte zu holen und Robert Kubica zu fordern. Das kann ein Gravity-Fahrer sein oder auch nicht. Für Fahrer von Gravity wird es in Zukunft sicher schwieriger, denn sie müssen besonders beweisen, dass sie es wert sind, ein Renault-Fahrer zu werden."

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Vietoris und Wittmann im Kader

Zum Fahrerkader von Gravity gehören unter anderem der Chinese Ho-Pin Tung, der zuletzt schon für Renault getestet hat, oder die deutschen Formel-3-Piloten Christian Vietoris (Gönnersdorf) und Marco Wittmann (Markt Erlbach).

Boullier ist nun Nachfolger von Bob Bell, der das Amt des entlassenen Flavio Briatore während der vergangenen Saison übernommen hatte. Die Ära des Italieners war zu Ende, als die Singapur-Affäre bekannt wurde: Briatore soll 2008 Nelson Piquet Junior angewiesen haben, einen Unfall zu bauen. Nutznießer der anschließenden Saftey-Car-Phase war der damalige Teamkollege und zweimalige Weltmeister Fernando Alonso. Briatore war vom Weltverband bis auf Weiteres ausgeschlossen worden.

05.01.10
 
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