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17.12.2009, 13:58

Michael Schumacher ein Rivale wie jeder andere

Massa: Glücklich trotz Schmerzen

Ferrari-Pilot Felipe Massa ist zurück auf der Rennstrecke. Die Testfahrten in einem 2007er-Ferrari waren für den Brasilianer wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Der Vize-Weltmeister von 2008 schöpft nach seinem Comeback im Cockpit trotz Nackenschmerzen Zuversicht für eine Renn-Rückkehr. Seinen Ex-Kollegen Michael Schumacher sieht Massa im Falle eines Comebacks nicht als Hauptkonkurrenten.

Comeback im Cockpit: Felipe Massa im 2007er-Ferrari in Mugello.
Comeback im Cockpit: Felipe Massa im 2007er-Ferrari in Mugello.
© picture allianceZoomansicht

143 Tage nach seinem Horrorcrash auf dem Hungaroring in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn stieg Massa am Dienstag wieder in ein Formel-1-Cockpit. Genau wie Michael Schumacher im Sommer, als der versuchte, Massa zu vertreten, pilotierte der 28-Jährige einen 2007er-Ferrari, um nicht gegen das Testverbot zu verstoßen. Die circa 90 Runden an zwei Tagen auf der teameigenen Strecke in Mugello waren für Massa wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: "Ich bin happy", sagt der Pilot aus Sao Paulo.

Massa: "Ich war auf Anhieb sehr schnell"

Mit einem "guten Gefühl", aber auch Schmerzen im Nacken endeten die ersten Testfahrten von Felipe Massa seit seinem schlimmen Unfall am 25. Juli 2009. "Obwohl ich in den letzten Monaten hart trainiert habe, sind noch einige Muskeln eingeschlafen. Ansonsten habe ich aber keinen Unterschied wie zu Zeiten vor meinem Unfall gemerkt", sagte der Ferrari-Pilot und war zudem zufrieden mit der Performance: "Ich war auf Anhieb sehr schnell."

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Bilder vom Hungaroring
Massas Horrorcrash
Langsam und extrem vorsichtig wird Massa aus seinem Boliden gehoben.
Bergung

Langsam und extrem vorsichtig wird Massa aus seinem Boliden gehoben.
picture alliance

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Massa war auf dem Hungaroring in einen schweren Unfall verwickelt. Eine rund 800 Gramm schwere Stahlfeder hatte sich durch den Helm von Massa gebohrt und ihn am Kopf getroffen. Massa lag zwischenzeitlich sogar im künstlichen Koma.

Einer möglichen Rückkehr seines einstigen Teamkollegen Michael Schumachers sieht Massa mit gemischten Gefühlen entgegen. "Es wäre komisch, Schumacher wieder in einem Auto zu sehen. Jeder soll jedenfalls das tun, was er für sein Leben für besser hält. Ich habe Michael sehr gern. Wenn er zufrieden ist, bin ich es auch. Auf der Rennbahn wird er dann ein Rivale wie jeder andere sein, der besiegt werden muss", so Massa. Allerdings müsse sich der Kerpener "auf große Änderungen gegenüber den Erfahrungen gefasst machen, die er bisher gemacht hat".

Massa warnt vor McLaren und Red Bull

Massa sieht Mercedes auch im Falle eines Comebacks Schumachers nicht als größten Konkurrenten der Italiener für die kommende Formel-1-Saison. "Zusammen könnten sie Großes erreichen, doch ich erwarte mir mehr von McLaren und Red Bull. Die Engländer sind sehr stark, mit Lewis Hamilton und Jenson Button haben sie ein wirklich wettbewerbsfähiges Team auf die Beine gestellt. Red Bull war der beste Rennstall in der zweiten Hälfte der Meisterschaft", sagte Massa im Interview mit der römischen Tageszeitung La Repubblica.

17.12.09
 
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