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15.11.2009, 15:57

McLaren-Cockpit ist heiß begehrt

Nick Heidfeld oder Jenson Button?

Im McLaren-Werk im britischen Woking geben sich derzeit die Formel-1-Fahrer die Klinke in die Hand, das zweite Cockpit neben Lewis Hamilton ist heiß begehrt. Nach derzeitigem Stand sind Weltmeister Jenson Button sowie der Mönchengladbacher Nick Heidfeld die aussichtsreichsten Kandidaten auf die Nachfolge des Finnen Heikki Kovalainen. Doch auch Kimi Räikkönen hat sich schon umgesehen.

Konkurrenten abseits der Piste: Nick Heidfeld (li.) und Jenson Button wollen ein McLaren-Mercedes-Cockpit.
Konkurrenten auch abseits der Piste: Nick Heidfeld (li.) und Jenson Button wollen ein McLaren-Mercedes-Cockpit.
© imagoZoomansicht

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bestätigte der Deutschen Presse-Agentur dpa das Interesse des Formel-1-Rennstalls McLaren-Mercedes an einer Verpflichtung von Nick Heidfeld. "Auch mit Nick Heidfeld wird gesprochen. Mercedes-Benz unterstützt die Idee - sollte sich diese ergeben - einen routinierten und fähigen deutschen Fahrer zu verpflichten", sagte Haug. Der Schwabe betonte zugleich, dass noch nichts entschieden sei. "Es gibt allerdings keinen Grund, die Fahrerbesetzung überstürzt zu klären."

Button zu Besuch bei McLaren

Die Begierde nach dem silbernen Cockpit, das der Finne Heikki Kovalainen abgeben wird, ist groß. Haug bestätigt ebenfalls, dass Weltmeister Jenson Button sich jüngst das McLaren-Werk in Woking zeigen ließ: "Mir ist bekannt, dass Jenson Button am Freitagabend bei McLaren in Woking war. (Teamchef) Martin Whitmarsh und ich sind auch in Fahrerfragen stets abgestimmt."

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Buttons WM-Jahr

Button wird seit Wochen mit McLaren-Mercedes in Verbindung gebracht. Die Verhandlungen mit Brawn GP kamen noch immer nicht zu einem Abschluss. "Wir sprechen schon seit Monaten mit Brawn über einen möglichen Vertrag für 2010. Wir sind in unseren Forderungen für Jenson nicht schwierig oder unvernünftig teuer", zitierten britische Zeitungen am Wochenende Buttons Manager Richard Goddard. Vielmehr habe man sogar viele Zugeständnisse gemacht.

Auch Räikkönen war schon da

Vor Button hatte sich auch schon Kimi Räikkönen in Woking umgesehen. Der Finne, bereits von 2002 bis 2006 am Steuer eines Silberpfeils, ist wie Heidfeld noch vertragslos. Der "Iceman" musste seinen Platz bei Ferrari für den zweimaligen Champion Fernando Alonso aus Spanien räumen. Heidfeld, der 1997 seinen ersten Formel-1-Test in einem McLaren-Mercedes bestritten hat, steht derzeit noch ohne Arbeitgeber für 2010 da, nachdem sich BMW aus der Formel 1 zurückgezogen hat.

Die Übernahme des Sauber-Teams ist noch immer nicht perfekt, ein Startplatz in der nächsten Saison für Qadbak fraglich. Ein Engagement bei McLaren-Mercedes neben Ex-Champion Lewis Hamilton wäre die große Chance für Heidfeld, dessen Qualitäten unbestritten sind. Der 32-Jährige träumt weiter vom WM-Titel, wartet jedoch auch noch auf einen Sieg in der Formel 1.

Räikkönen hatte klar gestellt, dass nur McLaren-Mercedes eine Alternative für ihn darstelle. Sollten Button oder Heidfeld indes den Zuschlag von McLaren-Mercedes bekommen, könnte der Weltmeister von 2007 ein Jahr pausieren oder in die Rallye-WM wechseln.

15.11.09
 
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