Der drittletzte Grand Prix der Formel-1-Saison 2012 wird am Sonntag, 4. November 2012, um 14 Uhr in Abu Dhabi gestartet. Die Fahrer müssen auf dem 5,554 km langen Kurs insgesamt 55 Runden drehen, die Renndistanz beträgt rund 305 Kilometer.
Am Freitag ab 10 Uhr geht es los mit der ersten freien Trainingssession. Am Samstag ab 11 Uhr beginnt der zweite Trainingstag, ehe ab 14 Uhr das dreiteilige Qualifying ansteht.
Nach zweijähriger Vorbereitung feierte die Strecke im Jahr 2009 ihre Feuertaufe. Maßgeblich beteiligt an dem Projekt waren der Franzose Philippe Gurdjian und der ehemalige Toyota-Teammanager Richard Cregan. Angekündigt war der spektakulärste Grand Prix des Jahres. Und im TV bekamen die Zuschauer tatsächlich phantastische Bilder zu sehen.
In Abu Dhabi wird in der Dämmerung gestartet, die Zielankunft findet in stockfinsterer Nacht statt: Ein toller Schachzug für die Aber-Millionen TV-Zuschauer rund um den Globus, die atemberaubende Bilder vom Yas Marina Circuit geliefert bekommen.
Der ehemalige Force-India-Pilot Adrian Sutil sieht das jedoch differenziert. "Eine reine TV-Strecke, mehr Schein als Sein", kritisiert der Gräfelfinger. "Der Yas Marina Circuit sieht im Fernsehen ungeheuer spektakulär aus, ist im Auto aber sehr langweilig - sofern Formel-1-Fahren überhaupt langweilig sein kann. Alles ist einfach nur geradlinig, mit den immer gleichen Ecken - mir fehlen die schnellen Kurven und markanten Stellen", sagt Sutil.
Ein ganz anderes Verhältnis zum Yas Marina Circuit pflegt dagegen Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Pilot gewann das Premieren-Rennen 2009 in den VAE und kürte sich ein Jahr später in Abu Dhabi zum jüngsten Formel-1-Weltmeister. "Yas Marina, der Grand Prix in der Wüste, meine WM-Strecke", sagt Vettel. "Hier sind wir gegen den Uhrzeigersinn unterwegs, was durch die vielen Linkskurven immer wieder eine besondere Belastung für den Nacken bedeutet. Es gibt viele rechtwinklige Kurven, auf der ewig langen Geraden kann man sich ein wenig ausruhen - und am Ende fahren wir unter einem Hotel durch. Doch die Architektur in Abu Dhabi ist sicher spektakulärer als die Streckenführung."
Die Strecke mit schnellen und langsamen Kurven - ingesamt zwölf Links- und neun Rechtskurven - und der längsten Geraden im gesamten F1-Zirkus (1,2 Kilometer) bietet den Fahrern besondere Gelegenheiten zum Überholen. Vor der Geraden müssen sie eine sehr langsame 180-Grad-Linkskurve nehmen, an deren Ende dann von über 300 auf etwa 70 km/h herunter bremsen und anschließend gleich wieder beschleunigen.
Anschließend geht es durch den Yachthafen - Vergleiche zum Großen Preis von Monaco sind durchaus gewünscht -, ehe zum Abschluss eine Durchfahrt unter einem Hotel hindurch erfolgt. Letzteres gibt es sonst bei keinem anderen Formel-1-Rennen.
Die Boxenausfahrt verläuft durch einen Tunnel, der einen 90 Grad Linksknick macht und hinter Kurve 1 wieder auf die Strecke führt.
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| 14:00 | EURO | Radsport |
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