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23.09.2009, 11:40

Der Williams-Pilot fühlt sich betrogen

Rosberg fordert Sieg für sich

Williams-Pilot Nico Rosberg fühlt sich um den Sieg beim Grand Prix von Singapur 2008 betrogen. Der Wiesbadener reklamiert nach der Verurteilung des Renault-Teams den Sieg nachträglich für sich. Rosberg überquerte beim ersten Nachtrennen der Formel-1-Geschichte im vergangenen Jahr als Zweiter die Ziellinie hinter dem spanischen Renault-Piloten Fernando Alonso.

Podest 2008: Nico Rosberg feiert seinen zweiten Platz, im Hintergrund Singapur-Sieger Fernando Alonso.
Podest 2008: Nico Rosberg feiert seinen zweiten Platz, im Hintergrund Singapur-Sieger Fernando Alonso.
© picture allianceZoomansicht

Rosberg hält eine Disqualifikation des zweimaligen Weltmeisters Alonso aufgrund des vorsätzlich herbeigeführten Unfalls von Nelson Piquet jr. für die logische Konsequenz: "Renault hat betrogen. Dadurch gehören sie disqualifiziert, und der Sieg gehört mir", sagte Rosberg im Vorfeld des diesjährigen Singapur-Grand-Prix im Gespräch mit der dortigen Tageszeitung The Straits.

Der 24-jährige Sohn des Ex-Weltmeisters Keke Rosberg bestritt bis dato 66 Grand Prix in der Formel 1. Der zweite Rang in Singapur 2008 war seine bislang beste Grand-Prix-Platzierung.

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Bilder vom Nachtrennen
GP von Singapur 2008
Felipe Massa steuert für den ersten Routine-Stopp die Ferrari-Box an. Eine Fehlfunktion der Boxenampel schickte den Brasilianer zu früh wieder los. Mit abgerissenem Tankschlauch fuhr er bis zum Boxenende, musste auf seine Mechaniker warten, verlor viel Zeit und belegte am Ende nur den 13. Platz.
Fiasko

Felipe Massa steuert für den ersten Routine-Stopp die Ferrari-Box an. Eine Fehlfunktion der Boxenampel schickte den Brasilianer zu früh wieder los. Mit abgerissenem Tankschlauch fuhr er bis zum Boxenende, musste auf seine Mechaniker warten, verlor viel Zeit und belegte am Ende nur den 13. Platz.
© dpa

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Der Automobil-Weltverband FIA sieht bislang keine Möglichkeit zur Abänderung des Ergebnisses. FIA-Boss Max Mosley verwies bereits vor Renaults Verurteilung auf die Statuten, nach denen Ergebnisse zurückliegender Rennen nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres nicht mehr korrigiert werden dürfen.

Piquet "muss auch bestraft werden"

Rosberg zeigte außerdem wenig Verständnis angesichts der Straffreiheit für Piquet: "Er ist doch genauso darin verwickelt gewesen wie Flavio Briatore und Pat Symonds. Er muss auch bestraft werden, schließlich war er es, der den Unfall am Ende verursacht hat."

Alonso, der nach dem ominösen Unfall seines Teamkollegen Piquet zum Sieg gefahren war, ist nach den Erkenntnissen der FIA nicht in den Skandal verwickelt und wurde deshalb auch nicht bestraft. Auch Piquet blieb unbehelligt, da er als Kronzeuge zur Verfügung stand. Der Brasilianer hatte die FIA nach seiner Entlassung aus dem Renault-Team im Juli über den Singapur-Skandal in Kenntnis gesetzt.

Das Renault-Team wurde dagegen zu einer Sperre von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Der ehemalige Renault-Teamchef Flavio Briatore wurde als mutmaßlicher Drahtzieher des Skandals lebenslang aus der Rennserie ausgeschlossen.

23.09.09
 
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