Damit sorgte Renault, das in Italien wieder mit KERS fährt, auch wieder für sportliche Schlagzeilen. Alles bestimmend ist derzeit im Fahrerlager in Monza der Streit zwischen dem französischen Team und Ex-Rennfahrer Nelson Piquet junior um den Unfall-Skandal in Singapur.
Nach Giancarlo Fisichellas Pole Position in Spa und dem 2. Platz im Rennen in Belgien setzte nun Force-India-Pilot Adrian Sutil die Erfolgsgeschichte des indischen Rennstalls fort. Der Gräfelfinger benötigte am Freitagnachmittag in Monza 1:23,924 Minuten, Bestzeit im Königlichen Park, ein paar Tausendstel schneller als Weltmeister Lewis Hamilton, der am Vormittag die Bestzeit fuhr. "Das gibt mir ein gutes Gefühl", sagte Sutil.
"Wir mussten viel am Auto rumtüfteln und haben viele Sachen verändert", berichtete Sutil. "Ich habe lange drauf gewartet. Jetzt scheint es wirklich so zu sein, dass ich eine Chance habe. In der Qualifikation können wir einen der ersten fünf Startplätze anpeilen."
Timo Glock aus Wersau belegte im Toyota Rang sechs hinter Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes) und Robert Kubica (BMW Sauber), direkt vor Nick Heidfeld aus Mönchengladbach im BMW Sauber. Williams-Pilot Nico Rosberg wurde 17.
Der deutsche WM-Hoffnungsträger Sebastian Vettel erreichte im Red Bull den 18. Rang vor dem britischen WM-Spitzenreiter Jenson Button im Brawn-Mercedes. Allerdings schonte der Red-Bull-Pilot, der vor einem Jahr in Monza den ersten seiner bislang drei Formel-1-Siege gefeiert hatte, wie zuletzt schon in Belgien den Motor seines Autos.
Zufriedenheit herrschte bei den Silbernen. "Das sah gut aus, wir waren im Renntrimm konstant schnell, die Platzierungen vom Freitag müssen nicht die vom Samstag sein", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der seinem Fahrer-Gespann Hamilton und Kovalainen in der Qualifikation eine gute Rolle zutraut.
1. Adrian Sutil (Gräfelfing) Force India 1:23,924 Min.; 2. Romain Grosjean (Frankreich) Renault 1:24,163; 3. Fernando Alonso (Spanien) Renault 1:24,297; 4. Heikki Kovalainen (Finnland) McLaren-Mercedes 1:24,482; 5. Robert Kubica (Polen) BMW Sauber 1:24,622; 6. Timo Glock (Wersau) Toyota 1:24,634; 7. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) BMW Sauber 1:24,693; 8. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:24,796; 9. Kazuki Nakajima (Japan) Williams 1:24,799; 10. Sebastien Buemi (Schweiz) Toro Rosso 1:24,884; 11. Lewis Hamilton (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:24,902; 12. Vitantonio Liuzzi (Italien) Force India 1:24,921; 13. Jarno Trulli (Italien) Toyota 1:24,967; 14. Mark Webber (Australien) Red Bull 1:24,979; 15. Jaime Alguersuari (Spanien) Toro Rosso 1:25,003; 16. Rubens Barrichello (Brasilien) Brawn GP 1:25,140; 17. Nico Rosberg (Wiesbaden) Williams 1:25,215; 18. Sebastian Vettel (Heppenheim) Red Bull 1:25,386; 19. Jenson Button (Großbritannien) Brawn GP 1:25,424; 20. Giancarlo Fisichella (Italien) Ferrari 1:25,543
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