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01.09.2009, 16:05

Nachdem die FIA ermittelt:

Ecclestone befürchtet Renault-Ausstieg

Die Tatsache, dass der Automobil-Weltverband FIA wegen eines möglicherweise inszenierten Unfalls Ermittlungen gegen den Formel-1-Rennstall Renault eingeleitet hat, sorgt beim Geschäftsführer der Rennserie für Sorgenfalten auf der ohnehin schon tief zerfurchten Stirn. Bernie Ecclestone befürchtet, dass nach Honda und BMW ein weiterer Hersteller seinen Rückzug wahrmachen bzw. ankündigen könnte.

Bernie Ecclestone
Schwimmen ihm die Felle, sprich: Hersteller, davon? Bernie Ecclestone.
© imagoZoomansicht

"Dass sie den Sport verlassen könnten, ist offensichtlich eine Gefahr", sagte der Brite in einem Interview der Londoner "Times". Eine realistische Gefahr. Denn ein Ausstieg sei "etwas, das passieren kann", so Ecclestone weiter.

Die FIA hat den Unfall des damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet Junior vor rund einem Jahr in Singapur ins Visier genommen. Nach dem Crash und der folgenden Safety-Car-Phase habe dessen Teamkollege Fernando Alonso profitiert und das Rennen gewonnen.

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Allerdings hat der Weltverband noch nicht offiziell bestätigt, um welchen Zwischenfall es konkret geht. "Das ist nicht das, was wir im Moment gebrauchen können", meinte Ecclestone zu den neuerlichen Meldungen um einen möglichen Betrug. Mit Renault-Teamchef Flavio Briatore hatte Ecclestone sich bereits abgesprochen, doch der Italiener "weiß von nichts".

Sollten sich die Vorwürfe gegen Renault jedoch bestätigen, läge ein Verstoß gegen den Artikel 151 (c) des International Sporting Codes vor, der jede Rufschädigung des Sports unter Strafe stellt. Aufgrund dieses Paragraphen hatte McLaren-Mercedes im Jahr 2007 wegen der Verwicklungen in die Spionage-Affäre die Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar zahlen müssen und war aus der Konstrukteurswertung gestrichen worden.

Die Schwierigkeit für die FIA, den Verstoß zu beweisen, liegt nun darin, dass Piquet nicht mehr bei Renault beschäftigt ist. "Wenn es nur der junge Piquet ist, der es sagt, weil er es sagen will, ist das eine Sache", meinte Ecclestone über den ehemaligen Renault-Piloten, der mitten in der Saison nach dem Ungarn-Rennen entlassen worden war und daraufhin Briatore scharf kritisierte. "Wenn auf der anderen Seite etwas an der Sache dran ist, ist es etwas anderes. Es wird schwierig sein, das zu beweisen", so Ecclestone.

Bleibt nun abzuwarten, was bei den FIA-Ermittlungen herauskommt.

01.09.09
 
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