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12.08.2009, 16:40

Dr. Peil: "Schlimmste Verletzung seiner Karriere"

Schumi schließt Comeback nicht aus

Nach dem aus gesundheitlichen Gründen geplatzten Comeback lud Michael Schumacher zur offiziellen Konferenz in den Ballsaal B des Intercontinental Hotels in die Schweiz nach Genf. Mit dunkel geränderten Augen hat er sich bei seinen Fans für die Unterstützung bedankt und nach seiner Comeback-Absage von einem "sehr traurigen Moment" gesprochen, eine Rückkehr aber nicht ausgeschlossen.

Ernst, traurig: Michael Schumacher bei der Pressekonferenz, im Hintergrund Dr. Johannes Peil.
Ernst, traurig: Michael Schumacher bei der Pressekonferenz, im Hintergrund Dr. Johannes Peil.
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"Dass ich enttäuscht bin, ist selbstverständlich", sagte Schumacher bei der Pressekonferenz am Mittwoch in Genf. Er zollte einen "Riesendank an alle Fans, die mich wesentlich mehr motiviert und unterstützt haben, als ich mir das je erträumt hatte", sagte Schumacher, der am Dienstag seine Rückkehr in die Formel 1 aus gesundheitlichen Gründen absagen musste.

Michael Schumacher betonte, dass die Zeit für ein Comeback "sehr eingeschränkt" gewesen sei. Zudem hätte nur eine Fahrt in einem Formel-1-Wagen Auskunft darüber geben können, ob eine Rückkehr möglich sei oder nicht. Zuletzt waren teilweise Vorwürfe laut geworden, der siebenmalige Weltmeister hätte sich erst checken lassen und dann die Comeback-Pläne veröffentlichen sollen.

"Der meiste Schmerz ist der, dass ich nicht für Felipe einspringen kann."
Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher

Schumachers Leibarzt Dr. Johannes Peil, Leiter der Sportklinik Bad Nauheim, erklärt das wie folgt: "Michael war konditionell topfit. Aber eine der Unfallfolgen des Motorradunfalls hat sich unter der Belastung der Formel 1 zurückgemeldet." Und so etwas könne man eben nicht anders testen als mit dem Ernstfall.

"Es gab keine bessere Vorbereitung als die, die wir jetzt gemacht haben", meinte Schumacher, der sich zu Hause in der Schweiz sowie mit einem Test in einem alten Formel-1-Wagen und Runden im Kart auf eine Rückkehr nach fast drei Jahren vorbereitet hatte. Vier Kilo speckte er dabei ab.

Schumacher schloss eine künftige Rückkehr in die Königsklasse aber nicht kategorisch aus. "Spekulationen gibt es ständig", sagte Schumacher und wich einer entsprechenden Frage aus. Dr. Peil wollte einen späteren, zweiten Comeback-Versuch von Schumacher in der Formel 1 ebenfalls nicht ausschließen.

Rekordweltmeister und 91-maliger Grand-Prix-Sieger
Formel-1-Legende Michael Schumacher wird 50
Der erfolgreichste Formel-1-Pilot der Geschichte

Michael Schumacher, am 3. Januar 1969 in Hürth geboren, hält in der Formel 1 die Rekorde von sieben Weltmeistertiteln, 91 Siegen, 155 Podestplatzierungen und 77 schnellsten Rennrunden.
© picture alliance

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Michael Schumacher hat bei seinem Motorradunfall im Februar in Cartagena unter anderem einen Schädelbasisbruch erlitten und musste offenbar zeitweise sogar eine Lähmung befürchten. Wegen der schweren Verletzungen hatte der Rekord-Weltmeister am Dienstag sein Comeback in der Formel 1 abgesagt.

"Ich wäre gerne bereit gewesen zu helfen": Rekordweltmeister Michael Schumacher.
"Ich wäre gerne bereit gewesen zu helfen": Rekordweltmeister Michael Schumacher.
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"Es war die schlimmste Verletzung, die er in seiner Karriere erlitten hat - mit weitem Abstand", sagte Dr. Peil: "Es war ein extremer Aufschlag auf extremem Untergrund." Schumacher habe eine Fraktur des siebten Halswirbels und der oberen linken Rippe erlitten: "Wir hatten zusätzlich durch den enormen Aufprall und die enorme Stauchung eine Fraktur der Schädelbasis."

Laut des Schumacher-Leibarztes habe der Splitterbruch auch eine Arterie beschädigt, die das Kleinhirn versorgt. "Man ist froh, wenn man das zunächst mal ohne Folgeschäden übersteht. Das Kleinhirn ist verantwortlich für alle Leistungen des Bewegungsapparats. Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Reaktion. Da kann man sich leicht vorstellen, welche Fähigkeiten darunter leiden", so Peil.

"Wenn die Behandlungserfolge so weitergehen, dass auch die letzte Sache noch ausheilt, ist aus ärztlicher Sicht nicht auszuschließen, dass er wieder in einem Formel-1-Auto fahren kann."Dr. Johannes Peil, Leiter der Sportklinik Bad Nauheim

Nachgefragt von der Deutschen Presse-Agentur dpa erklärte Peil, dass die geborstene feine Struktur im Bereich der Schädelbasis noch das Problem der Belastbarkeit darstelle. Peil hofft, dass nach Wochen eine weitere Verbesserung der Belastbarkeit erreicht wird. "Die Entscheidung, ob dann eine weiterer Versuch zum Fahren in der Formel 1 unternommen wird, liegt allein bei Michael. Wenn die Behandlungserfolge so weitergehen, dass auch die letzte Sache noch ausheilt, ist aus ärztlicher Sicht nicht auszuschließen, dass er wieder in einem Formel-1-Auto fahren kann", sagte er.

 

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