Auch diesmal gilt in Fernost: Die Boliden heulen erst nach Sonnenuntergang auf. Die lokale Startzeit in Singapur ist 20 Uhr, durch den sechsstündigen Zeitunterschied ändert sich für Europas Formel-1-Fans jedoch nichts, das Rennen startet für sie wie gewohnt um 14 Uhr MESZ.
Singapur ist ein weiterer Stadtkurs wie auch Valencia und Monaco, die Strecke verlangt von den Piloten höchste Konzentration. Verschnaufpausen gibt es keine.
"Der Marina Bay Circuit", sagt Weltmeister Sebastian Vettel, "das heißt vor allem: Kurven, Kurven, Kurven. Eigentlich beginnt aber erst ab Kurve 9 der wahre Sinagpur-Charakter mit Gerdane, Schikanen, Spitzkehren und einer Art Fußball-Stadion, in dem man unter der Tribüne durchfährt."
Vettel hat zudem erkannt: "Das Auto will die ganze Zeit ausbrechen, man muss enorm aktiv sein am Lenkrad."
Nicht einzigartig, aber immer noch selten ist die Fahrtrichtung gegen den Uhrzeigersinn, wie man sie sonst auch in Istanbul, im südkoreanischen Yeongam, in Abu Dhabi und Sao Paulo findet. 61-mal müssen die Piloten den 5,073 km langen Kurs umrunden.
Auch für das Rennen auf dem "Marina Bay Circuit" werden die Formel-1-Boliden nicht mit Scheinwerfern ausgestattet. Für die ausreichende Ausleuchtung der Piste sorgen zahllose Lichtprojektoren, die von diversen einzeln abgesicherten Stromgeneratoren angetrieben werden.
So soll auch der GAU eines Stromausfalls ohne Auswirkungen bleiben. Immerhin erreichen die Rennwagen Spitzengeschwindigkeiten von knapp 300 km/h. Die langsamste Kurve wird mit circa 80 bis 90 km/h durchfahren. Damit ist Singapur im Gegensatz zu Monaco ein schneller Stadtkurs. Die engste Stelle ist zehn Meter breit, was der Maximalbreite im Fürstentum entspricht.
Jeder der nur vier Meter voneinander installierten Scheinwerfer besitzt eine Leistung von 2000 Watt. Der Gesamtstrombedarf liegt bei über drei Millionen Watt. Allein der Aufbau der Lichtanlage rund um die 80 000 Zuschauer fassende Strecke dauert Wochen.
Natürlich dürfen die Fahrer nicht geblendet werden, wofür ein ausgeklügeltes System sorgt. Doch auch die Fernsehkameras sind dafür empfindlich. Daher sind alle Scheinwerfer auf einer Seite der Strecke montiert, auf derselben wie die Objektive der TV-Anstalten.
Die Geschichte des Singapur-Grand-Prix ist noch jung. Der Streckenrekord datiert von der dritten Austragung im Jahr 2010. Fernando Alonso brauchte für seine schnellste Runde 1:47,976 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 169,137 km/h entspricht.
Von den bisherigen vier Rennen im Stadtstaat entschied Fernando Alonso zwei für sich, 2008 und 2010. Sein Premierenerfolg wurde allerdings vom sogenannten Crashgate überschattet - sein damaliger Renault-Stallrivale Nelson Piquet Junior hatte auf Geheiß von Verantwortlichen des Rennstalls einen Unfall verursacht. 2009 trug sich Lewis Hamilton in die Siegerliste ein, im Vorjahr gewann Vettel.
| Zeit | Sender | Sendung |
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| 13:50 | SKYS2 | Formel 1: Großer Preis von Monaco |
| 13:50 | SKYS2 | Formel 1: Großer Preis von Monaco |
| 13:50 | SKYS2 | Formel 1: Großer Preis von Monaco |
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| 14:20 | SDTV | Fenerbahce Istanbul - Trabzonspor |
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