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18.07.2012, 09:54

Grand Prix von Deutschland

Hockenheimring: Einzigartiges Motodrom

Nach einem Jahr Pause kehrt die Formel 1 nach Hockenheim zurück. Zurück zum in der Formel 1 einzigartigen Motodrom; auf keiner anderen Strecke gibt es einen vergleichbaren Streckenabschnitt. Viele Piloten mögen die einzigartige Atmosphäre, der sie Runde für Runde aufs Neue begegnen. Die Fans sorgen für eine tolle Stimmung - vergleichbar etwa mit einem Fußballstadion.

Überschäumend: Hockenheim-Sieger Fernando Alonso gönnt sich 2010 einen großen Schluck.
Überschäumend: Hockenheim-Sieger Fernando Alonso gönnt sich 2010 einen großen Schluck.
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Der zehnte Grand Prix der diesjährigen Formel-1-Saison wird am Sonntag, 22. Juli 2012, um 14 Uhr in Deutschland auf dem Hockenheimring gestartet (LIVE!-Ticker ab 13.45 Uhr). Die 24 Fahrer müssen auf dem 4,574 km langen Kurs insgesamt 67 Runden drehen, die Gesamtrenndistanz beträgt 306,458 Kilometer. Den bis dato letzten Grand Prix auf dem 2002 umgebauten Kurs gewann Ferrari-Pilot Fernando Alonso.

Weitere Informationen

Seit 2007 gibt es pro Jahr nur noch einen Großen Preis in Deutschland, Hockenheim und der Nürburgring alternieren. In diesem Jahr pausiert die Eifel, der Fokus liegt auf Nordbaden.

Historischer Rückblick

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Der Kurs in Hockenheim wurde 1932 gebaut, ursprünglich geplant als Teststrecke der Firma Mercedes. Das berühmte Motodrom kam allerdings erst Mitte der sechziger Jahre hinzu und bot mehr als 100 000 Zuschauern Platz. Das Formel-1-Debüt auf dem Hochgeschwindigkeitskurs fand 1970 statt, allerdings blieb es zunächst bei dem einmaligen Zwischenspiel. In den nachfolgenden Jahren hatte bei der Vergabe der Deutschland-GP immer der Nürburgring die Nase vorn. Sieben Jahre musste man sich gedulden, ehe der PS-Zirkus ein zweites Mal in Hockenheim seine Zelte aufschlug. Erst nach dem schlimmen Feuerunfall von Niki Lauda (1976) auf der Nordschleife zog die Formel-1-Karawane endgültig an den Hockenheimring. Von 1977 bis 2006 wurde jedes Jahr (außer 1985) ein Grand Prix von Deutschland auf diesem Rennkurs gestartet.

Wer wird Weltmeister 2012 - Sie entscheiden
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Die Strecke in der Nähe von Heidelberg war ein Kurs der Gegensätze. Auf der einen Seite gab es das stadionähnliche Motodrom mit den engen, verwinkelten Kurven. Andererseits verliefen endlos erscheinende Geraden mitten durch den Wald, lediglich durch drei Schikanen unterbrochen. Dies wurde 2002 geändert: Auf dem stark verkürzten Hockenheimring gibt es statt der beiden Waldgeraden eine neue Arena mit einer langgezogenen Linkskurve und zwei neuen Überholmöglichkeiten. Gut für die Fans, auch wenn der Kurs nun keine Hochgeschwindigkeitstrecke mehr ist, aber sie sehen die Fahrer jetzt viel öfter.

Rote Dominanz: Michael Schumacher als Sieger und Felipe Massa bescherten Ferrari 2006 einen Doppelerfolg.
Rote Dominanz: Michael Schumacher als Sieger und Felipe Massa bescherten Ferrari 2006 einen Doppelerfolg.
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Das Motodrom ist einzigartig in der Formel 1, auf keiner anderen Strecke gibt es einen vergleichbaren Streckenabschnitt. Viele Piloten mögen die einzigartige Atmosphäre, der sie Runde für Runde aufs Neue begegnen. "Das Stadion ist und bleibt das Highlight von Hockenheim. Riesenatmosphäre, du hörst die Zuschauer jubeln, die Fans sehen die Autos irrsinnig lange rumfahren", sagt Ex-Formel-1-Pilot und TV-Experte Alexander Wurz.

Die Rennstrecke

Der Hockenheimring sorgt immer wieder für Überraschungen, Action und Überholmanöver. Die asphaltierten Auslaufzonen verleiten zu riskanten Manövern, und wenn die gutgehen, ist es umso besser fürs Rennen. Die Piste sieht einfacher aus als sie ist, eben weil man die Auslaufzonen immer als Rennstrecke mitnehmen muss, um schnell zu sein.

Die Schwierigkeit besteht auf diesem Rennkurs einmal mehr in der Optimierung des Setups. Einerseits verlangen die schnellen Geraden viel Motorleistung und wenig Abtrieb. Andererseits müssen die Rennautos so abgestimmt werden, dass vor allem im Motodrom genügend Grip aufgebaut wird. Es muss ein Kompromiss gefunden werden zwischen Top-Speed auf den Geraden und einer guten Balance in den engeren Streckenteilen.

Die Bremsenverschließ ist ziemlich hoch in Hockenheim. Mehrmals pro Runde müssen die Piloten von absoluten Höchstgeschwindigkeiten hart abbremsen. Möglichkeiten zum Überholen gibt es speziell dann, wenn man von den gewöhnlichen Linien abweicht.

Der noch etwas neuere Streckenteil auf der Rückseite des Fahrerlagers ist ebenfalls sehr interessant. Eine extrem lang gezogene Linkskurve hin zur Spitzkehre erlaubt hohe Topspeeds und bietet beim Anbremsen eine gute Überholmöglichkeit aus dem Windschatten heraus.

Rekord

Der Streckenrekord datiert aus dem Jahr 2004, als Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes den Hockenheimring in 1:13,780 Minuten umrundete, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 223,182 km/h entspricht.

Bilder aus Hockenheim
GP von Deutschland 2010
: Mit dem Heimspiel für Schumacher, Rosberg, Vettel und drei weitere deutsche Piloten entwickelte sich der Hockenheimring wieder zum Zuschauermagneten.
Gut besetzte Tribünen

Mit dem Heimspiel für Schumacher, Rosberg, Vettel und drei weitere deutsche Piloten entwickelte sich der Hockenheimring wieder zum Zuschauermagneten.
picture alliance

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18.07.12
 
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