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GP von Japan: Alonso und Rosberg in Runde eins raus

Vettel siegt souverän, die WM ist wieder völlig offen

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel feierte auf dem Suzuka International Racing Circuit einen überlegenen und nie gefährdeten Start- und Zielsieg. Die WM ist dadurch wieder völlig offen, nachdem der Gesamtführende Fernando Alonso bereits in Runde eins ausgeschieden war. Das Podium komplettierten Ferrari-Pilot Felipe Massa und der japanische Lokalmatador Kamui Kobayashi im Sauber.

Start- und Zielsieg: Polesetter Sebastian Vettel zog dem Feld von Beginn an weg.
Start- und Zielsieg: Polesetter Sebastian Vettel zog dem Feld von Beginn an weg.
© picture allianceZoomansicht

Vettels 24. Grand-Prix-Sieg, sein dritter Erfolg in dieser Saison, bringt den Heppenheimer in der Gesamtwertung bis auf vier Punkte an Alonso heran, der nach einem unverschuldeten Unfall bereits in Runde eins ausschied. Es war bereits Vettels dritter Sieg beim Grand Prix von Japan, nachdem er bereits 2009 und 2010 ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte.

"Yes, Baby!", jubelte Vettel sofort über den Boxenfunk: "Danke Jungs für dieses tolle Auto." Frust herrschte dagegen bei Alonso. "Es ist eine Schande, wenn du noch nicht einmal über die erste Kurve hinauskommst", meinte der Spanier: "Aber es nützt nichts. Jetzt müssen wir uns wieder sammeln und uns auf nächste Woche konzentrieren - und keine Fehler mehr machen."

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Nach seinem zweiten Erfolg hintereinander rückt Vettel mit Riesenschritten Alonso auf die Pelle. Fünf Rennen vor Schluss führt der Ferrari-Pilot mit 194 Punkten nur noch knapp vor Vettel (190). Der Gesamtdritte Kimi Räikkönen (Finnland/157) hat 37 Zähler Rückstand auf Alonso.

Die Konkurrenz hatte gegen die Performance des Doppelweltmeisters im Red Bull nicht den Hauch einer Chance. Nach der Pole Position vom Samstag ließ Vettel die Schnellste Rennrunde folgen und distanzierte Massa, Kobayashi und Co. nach Belieben. Ein Erfolg auf ganzer Linie in einem bis auf die Startphase eher wenig unterhaltsamen Grand Prix.

Kobayashi frenetisch gefeiert

Der Brasilianer Felipe Massa deutete im zweiten Ferrari als Zweiter an, was für Alonso möglich gewesen wäre. Den dritten Rang sicherte sich unter dem Jubel der 103.000 Zuschauer Lokalmatador Kamui Kobayashi im Sauber, erstmals seit Aguri Suzuki vor 22 Jahren stand damit wieder ein Japaner beim Heimrennen auf dem Podium.

Die beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton landeten auf den Rängen vier und fünf, direkt dahinter kamen Kimi Räikkönen (Lotus) und Nico Hülkenberg (Force India) ins Ziel.

Japan-Rekordsieger Michael Schumacher (sechs Erfolge), der am Donnerstag seinen Rückritt zum Saisonende bekanntgegeben hatte, kämpfte sich vom vorletzten Startplatz aus bis auf Rang elf vor und verpasste damit die WM-Punkte knapp. Sein Teamkollege Nico Rosberg schied bereits in Runde eins nach einer Kollision mit Bruno Senna (Williams) aus. "Wieder der Grosjean", sagte Rosberg, "er hat Webber umgedreht, dann war Stau. Und dann ist mir einer reingerutscht. Ich werde wohl mal ein Wort mit ihm reden, schließlich hat er mein Rennen kaputtgemacht und das von vielen anderen auch. Ein Rennen auf diese Art und Weise in der ersten Kurve zu beenden, ist beschissen."

Der Rennverlauf

Ein Unfall kurz nach dem Start wirbelte das Klassement gründlich durcheinander. Räikkönen schlitzte Alonso den Reifen auf, worauf dieser von der Strecke flog und das Rennen aufgeben musste. Weiter vorne drehte Grosjean Webber herum, und Senna schoss Rosberg von der Strecke. Der Wiesbadener musste danach das Rennen ebenfalls aufgeben. Das Safety Car kam raus.

Der Startunfall spielte natürlich Vettel in die Karten. Der Heppenheimer gewann den Restart gegen einen verschlafenen Kobayashi auf Platz zwei locker und zog vom Feld weg. Dahinter drohte keine Gefahr für die Gesamtwertung, wohl aber für den Sieg im Rennen. Lokalmatador Kobayashi, Button, Massa und Räikkönen machten sich auf die Verfolgung.

Perez geht zu viel Risiko

Die ersten Boxenstopps, die zwischen Runde 12 und 19 fällig waren, brachten Massa auf Platz zwei nach vorne. Allerdings hatte Vettel einen sicheren Vorsprung herausgefahren und zog an der Spitze einsam seine Kreise. Von hinten kam Perez im Sauber stark auf und versuchte durch das Feld zu pflügen. Bei einem riskanten Überholmanöver gegen Hamilton drehte er sich allerdings von der Strecke und schied aus.

Während des zweiten Stints konzentrierte sich Vettel auf die Verteidigung seines Vorsprungs. Massa kam zwar einige Runden lang um Sekundenbruchteile heran, doch dann gab der Titelverteidiger wieder Gas und stellte den alten Zehn-Sekunden-Vorsprung wieder her.

Bilder aus Suzuka
Grand Prix von Japan 2012
Sebastian Vettel verneigte sich und zeigte sofort, nachdem er aus dem Cockpit geklettert war, den berühmten "Vettel-Finger".
Der Finger ist zurück

Sebastian Vettel verneigte sich und zeigte sofort, nachdem er aus dem Cockpit geklettert war, den berühmten "Vettel-Finger".
© Getty Images

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Die Luft schien in der Folgezeit aus dem Japan-Grand-Prix heraus zu sein. Während Vettel an der Spitze einsam seine Runden zog, sicherten die Piloten in der erweiterten Spitzengruppe ihre Positionen ab. Auch die zweite Runde der Boxenstopps brachte keine Bewegung in das Feld. Überholmanöver fanden gerade mal im Hinterfeld statt.

Erst gegen Ende des Rennens spitzten sich die Positionskämpfe wieder zu. Button holte auf Kobayashi, der Platz drei hielt, auf und setzte sich hinter dem Sauber fest. Dazu traten noch Räikkönen, Hülkenberg und Maldonado zum Kampf um Platz sechs an. Der Japaner verteidigte gegen Button allerdings bis zur Ziellinie seinen Podestplatz beim Heim-Grand-Prix.

Vettel reizt seine Chefs

Vorne waren die Messen gelesen. Vettel brachte einen beruhigenden Vorsprung ins Ziel und musste lediglich per Boxenfunk immer wieder zur Vorsicht gemahnt werden, da er einige Runden wesentlich schneller bewältigte als nötig gewesen wäre. Massa hatte sich dahinter früh mit dem zweiten Platz abgefunden. Diesen brachte er auch sicher vor Kobayashi nach Hause.

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23.09.14
 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 S. Vettel Red Bull ... 0 1:28:56,242
 
2 F. Massa Ferrari 0 + 20,639
 
3 K. Kobayashi Sauber 0 + 24,528
 
4 J. Button McLaren 0 + 25,098
 
5 L. Hamilton McLaren 0 + 46,490
 
6 K. Räikkönen Lotus F1 ... 0 + 50,424
 
7 N. Hülkenberg Force India 0 + 51,159
 
8 P. Maldonado Williams 0 + 52,364
 
9 M. Webber Red Bull ... 0 + 54,675
 
10 D. Ricciardo Scuderia Toro ... 0 + 1:06,919
 
11 M. Schumacher Mercedes 0 + 1:07,769
 
12 P. di Resta Force India 0 + 1:23,460
 
13 J. Vergne Scuderia Toro ... 0 + 1:28,645
 
14 B. Senna Williams 0 + 1:28,709
 
15 H. Kovalainen Caterham F1 ... 0 1 Rd. zurück
 
16 T. Glock Marussia F1 ... 0 1 Rd. zurück
 
17 V. Petrov Caterham F1 ... 0 1 Rd. zurück
 
18 P. de la Rosa HRT Formula 1 ... 0 1 Rd. zurück
 
19 R. Grosjean Lotus F1 ... 0 2 Rd. zurück
 
20 C. Pic Marussia F1 ... 0 Motorschaden, 38. Rd.
 
21 N. Karthikeyan HRT Formula 1 ... 0 Defekt am Chassis, 33. Rd.
 
22 S. Perez Sauber 0 Dreher, 19. Rd.
 
23 N. Rosberg Mercedes 0 Unfall, 1. Rd.
 
24 F. Alonso Ferrari 0 Unfall, 1. Rd.
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Schnellste Runde im aktuellen Rennen

Sebastian Vettel (Red Bull Racing)
Runde: 52
1:35,774
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