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GP von China: Der Weltmeister landet auf Rang zwei

Überragender Hamilton entzaubert Vettel

Nach einem harten Stück Arbeit, aber einer hervorragenden Vorstellung feierte Lewis Hamilton den ersten Saisonsieg und durchbrach damit die Erfolgsgeschichte von Weltmeister Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Pilot musste sich in Shanghai nach riskanter Strategie mit Rang zwei zufrieden geben. Teamkollege Mark Webber komplettierte das Podium.

Parkplatz des Siegers: Lewis Hamilton steigt nach seinem China-Triumph aus dem McLaren-Mercedes.
Parkplatz des Siegers: Lewis Hamilton steigt nach seinem China-Triumph aus dem McLaren-Mercedes.
© Getty ImagesZoomansicht

Drittes Rennen, dritte Pole, erstmals geschlagen: Sebastian Vettel wurde kurz vor Rennende in Shanghai Opfer seiner Strategie und verpasste den Sieg-Hattrick in dieser Saison. Riesenjubel dagegen bei McLaren-Mercedes. Der Brite Lewis Hamilton ist nach 2008 zum zweiten Mal der Kaiser von China und hat nicht zuletzt mit einem klasse Manöver bewiesen, dass Red Bull mit Vettel nicht unschlagbar ist. Für den Champion von 2008 war es der 15. GP-Sieg seiner Karriere. "Das war unglaublich", bejubelte Hamilton seinen Coup. "Das hatten wir uns anders vorgestellt", bekannte Vettel.

Vettel wechselte die Reifen nur zweimal, während die Konkurrenten um die Spitzenplätze außer den Ferrari-Piloten dreimal an die Box kamen. Dies sollte sich am Rennende rächen. Dass es mit drei Stopps besser lief, bewies der dritte Platz von Mark Webber, der im Red Bull von Startplatz 18 aufs Podium fuhr.

Der WM-Stand

Vorjahressieger Jenson Button landete im zweiten McLaren auf Rang vier, direkt vor Mercedes-GP-Fahrer Nico Rosberg. Im Duell der Ferrari-Piloten setzte sich Felipe Massa als Sechster gegen Fernando Alonso durch, der vor Michael Schumacher auf Rang sieben landete. Der Rekordweltmeister war von Startplatz 14 aus ins Rennen gegangen. Und auch wenn Rosberg das lange Zeit für möglich gehaltene Podium verpasste, der Autobauer aus Stuttgart demonstrierte in China nach dem schwachen Saisonstart einen klaren Aufwärtstrend. "Ich bin sehr enttäuscht, es war soviel mehr drin", klagte Rosberg dennoch.

Bilder aus Shanghai
Grand Prix von China 2011
Große Aufregung herrschte vor dem Start in der McLaren-Box. Hamiltons Wagen wollte lange nicht anspringen und wurde erst kurz vor Ablauf der Startzeit flottgemacht.
Kampf um Sekunden

Große Aufregung herrschte vor dem Start in der McLaren-Box. Hamiltons Wagen wollte lange nicht anspringen und wurde erst kurz vor Ablauf der Startzeit flottgemacht.
© Getty Images

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Keine Punkte gab es dagegen diesmal für Nick Heidfeld, der nach Rang drei in Malaysia diesmal nur Zwölfter im Lotus-Renault wurde. Adrian Sutil fuhr im Force India auf Rang 15, Timo Glock kam im unterlegenen Marussia-Virgin als 21. ins Ziel.

In der WM-Gesamtwertung behielt Vettel mit nunmehr 68 Punkten die Führung, Zweiter ist nun Hamilton mit 47 Zählern. Button (38) ist Dritter vor Mark Webber (37).

Wer wird Weltmeister 2011 - Sie entscheiden
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Der Rennverlauf

Im Gegensatz zu den ersten beiden Rennen verlor Polesetter Vettel den Start. Während sich der Heppenheimer in den ersten Kurven sogar noch gegen den von Platz vier gestarteten Rosberg (Mercedes GP) wehren musste, zogen die McLaren-Piloten Button und Hamilton an der Spitze weg. Im Mittelfeld erwischte Schumacher einen Traumstart und verbesserte sich auf den ersten Metern um fünf Positionen.

In den folgenden Runden bildeten sich mehrere Gruppen im Kampf um die Plätze. Vorne zogen Button, Hamilton und Vettel weg. Dahinter hielt Rosberg den vierten Platz vor den beiden Ferraris mit Alonso und Massa schon mit respektablen Abstand. Wiederum einige Sekunden zurück führten beide Force India vor Michael Schumacher den Rest des Feldes an.

Button auf Irrwegen

Zwischen Runde 10 und 14 traten alle Teams zum Gummi-Wechsel an. Dabei verlor Button seine Spitzenposition durch einen dummen Fehler. Unverständlicherweise fuhr der Brite zunächst an die Red Bull Box. Erst als er nach einer Schrecksekunde den Fehler bemerkte, zog er zur eigenen Crew weiter. Hinter ihm wechselte Vettel ohne Probleme und kam vor dem Briten zurück auf die Strecke. Unterdessen kämpfte Hamilton, den Vettel schon zuvor auf der Strecke geschnappt hatte, mit nachlassenden Reifen. Bevor er zum Stopp kam, ging Massa noch vorbei, und der Weltmeister von 2008 fiel nach den Stopps auf Platz fünf zurück.

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Sebastian Vettel zu seinen Problemen mit dem Boxenfunk

Gewinner der ersten Stopp-Session war Rosberg. Er hatte als erster der Spitzenfahrer neue Pneus abgeholt und dann mit einigen schnellen Runden die Führung übernommen. Bis zur zweiten Runde der Stopps konnte sich Rosberg an der Spitze halten und fuhr ähnliche Rundenzeiten wie Vettel im Red Bull. Auch Schumacher verbesserte sich auf Platz sechs.

Vettel kämpfte an der Spitze lange mit nachlassenden Reifen. Die Strategie von Red Bull sah nur zwei Stopps vor. Erst in der 32. von 56 Runden holte sich der Heppenheimer neue Pneus und fiel zunächst auf Position vier. Nachdem sich das Feld nach den zweiten Wechseln sortiert hatte, führte wieder Rosberg vor beiden McLaren mit Button und Hamilton.

Von Startplatz 18 kommend, jagte Webber durch das Feld. Immer wieder legte der Australier eine neue schnellste Runde auf den Kurs und konnte sich auf Platz sechs nach vorne fahren.

Harte Reifen und Sprit bereiten Rosberg Probleme

Um die 40. Runde folgte die dritte Runde der Boxenstopps. Dabei verloren weder Rosberg noch Hamilton viel Zeit auf den jetzt wieder führenden Vettel. Doch Rosberg hatte Probleme mit den jetzt aufgezogenen harten Reifen, die hinter ihm platzierten McLaren zu halten.

Die Reifenstrategie von Vettels Red-Bull-Crew hatte sich zwar zunächst ausgezahlt, doch die langen Stints auf nachlassenden Reifen hatten Zeit gekostet. Hamilton hatte zehn Runden vor dem Ziel, trotz eines Stopps mehr, nur knappe fünf Sekunden Rückstand auf den Titelverteidiger.

Erste Niederlage: Weltmeister Sebastian Vettel musste sich in China McLaren-Pilot Lewis Hamilton geschlagen geben.
Erste Niederlage: Weltmeister Sebastian Vettel musste sich in China McLaren-Pilot Lewis Hamilton geschlagen geben.
© picture allianceZoomansicht

Hamilton düpiert Vettel

In der Schlussphase hatte Rosberg Pech. Er wurde von der Box eingebremst, um Benzin zu sparen. Derweil fuhr Hamilton weiter an die Spitze nach vorne und hatte sich in Runde 50 endgültig an dem führenden Vettel festgesaugt. Der Red Bull war mit den "alten" Reifen nur noch schwer auf der Strecke zu halten. Doch der Heppenheimer biss die Zähne zusammen und wehrte zunächst mehrere Angriffe des Briten ab. Mit einem rasanten wie tollen Manöver in Runde 52 übernahm Hamilton aber dann doch die Führung. In einer Vollgas-Kurve manövrierte er Vettel überraschend aus.

Die Zwei-Stopp-Strategie erwies sich in der Endphase als Fehler. Vettel verlor pro Runde viel Zeit, während sich Webber, mit frischeren Reifen, immer weiter nach vorne kämpfen konnte. Er kassierte noch Rosberg für Platz vier und griff in den letzten Umläufen sogar noch nach Platz drei. Eingangs der letzten Runde hatte der Australier damit Erfolg und fuhr sich sensationell von Startplatz 18 auf das Podium.

 

Aktuelle Platzierung

Pl. Fahrer Team Box Zeit
1 L. Hamilton McLaren F1 ... 0 1:36:58,226
 
2 S. Vettel Aston Martin ... 0 + 5,198
 
3 M. Webber Aston Martin ... 0 + 7,555
 
4 J. Button McLaren F1 ... 0 + 10,000
 
5 N. Rosberg Mercedes AMG ... 0 + 13,448
 
6 F. Massa Scuderia ... 0 + 15,840
 
7 F. Alonso Scuderia ... 0 + 30,622
 
8 M. Schumacher Mercedes AMG ... 0 + 31,026
 
9 V. Petrov Renault Sport ... 0 + 57,404
 
10 K. Kobayashi Alfa Romeo ... 0 + 1:03,273
 
11 P. di Resta Sahara Force ... 0 + 1:08,757
 
12 N. Heidfeld Renault Sport ... 0 + 1:12,739
 
13 R. Barrichello Williams ... 0 + 1:30,189
 
14 S. Buemi Red Bull Toro ... 0 + 1:30,671
 
15 A. Sutil Sahara Force ... 0 1 Rd. zurück
 
16 H. Kovalainen Team Lotus 0 1 Rd. zurück
 
17 S. Perez Alfa Romeo ... 0 1 Rd. zurück
 
18 P. Maldonado Williams ... 0 1 Rd. zurück
 
19 J. Trulli Team Lotus 0 1 Rd. zurück
 
20 J. d'Ambrosio Manor ... 0 2 Rd. zurück
 
21 T. Glock Manor ... 0 2 Rd. zurück
 
22 V. Liuzzi HRT Formula 1 ... 0 2 Rd. zurück
 
23 N. Karthikeyan HRT Formula 1 ... 0 2 Rd. zurück
 
24 J. Alguersuari Red Bull Toro ... 0 Radbefestigung, 10. Rd.

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